Erfolgreiches Smart-Metering-Roll-Out
600.000 vollautomatisierte Smart-Meter sollen bis Ende 2011 in Dänemarks Haushalten verbaut sein. Ein ambitioniertes Ziel, das viele Planungsstunden und sportliche Zählermonteure verlangt und nur mit verlässlicher Hard- und Software zu bewerkstelligen ist. Man ist aber gut in der Zeit: Schon jetzt übermitteln mehr als 300.000 Smart-Meter mehrmals täglich ihre aktuellen Verbrauchsdaten an die Zentrale. Ein mehr als zufriedenstellender Projektverlauf, nicht nur für die dänischen Auftraggeber, sondern auch für den Systembereitsteller Görlitz .
Das jütländische Versorgungsunternehmen EnergiMidt hat von den geplanten 180.000 intelligenten Zählern bereits 100.000 erfolgreich installiert und mit der Software EDW3000 von Görlitz verbunden. Damit nicht genug: Nebenbei arbeitet das Versorgungsunternehmen gemeinsam mit Görlitz an weiteren Prozessoptimierungen.
Gewünscht ist die unmittelbare Integration von protokollverwandten Anwendungen: „Unsere Software ist bereits um kundenspezifische Prozesse erweitert worden“, bestätigt Maik Braun, Produktmanager Smart Metering bei Görlitz, „Wärme- und Wasserzähler werden via „ZigBee“ drahtlos an den Smart Meter angeschlossen.“ Die Werte aus allen Zählern sendet der Smart Meter an die Leitstelle. Mehrere Tests im Versorgungsgebiet von EnergiMidt und ein großer Versuch im Feld sind erfolgreich verlaufen. Der Roll-Out von funkenden Wärmezählern ist bereits im Gange.
SEAS-NVE, der zweitgrößte dänische Energieversorger, will bis zum Ende des Jahres 380.000 Zähler verbauen. Auch hier gibt es ein zufriedenstellendes Zwischenergebnis: Mehr als die Hälfte der Zähler sind bereits in den Haushalten untergebracht; die restlichen Geräte warten in Svinninge, im Nordwesten der dänischen Insel Seeland, auf ihren Einsatz. Die Zählermonteure installieren Tag für Tag 700 Smart Meter – rekordverdächtige 70 Stück wechselte ein Mitarbeiter an einem einzigen Arbeitstag.
Alle Zählerwerte laufen im EDW3000 zusammen. „Wir reden hier von einem riesigen Datenfluss“, bemerkt Maik Braun. „Ein EDW3000 verarbeitet die Daten aller 215.000 Zähler. Und täglich kommen neue hinzu.“ Bis 8:00 Uhr laufen Registerwerte und Lastgänge aller Smart Meter parallel ein. Jeder einzelne sendet insgesamt fünf „Results“, also zu interpretierende Ablesungen. „Im System von SEAS-NVE verarbeiten wir derzeit 1.075.000 Results. Bei durchschnittlich fünf bis zehn Registerwerten pro Result entspricht das einer Datenmenge von 5-10 Millionen Werten, die täglich in unserer Datenbank eingelagert werden. Je nach Messperiode und Anzahl der Lastprofile erhöht sich das Datenvolumen natürlich.“ Hinzu kommt die Übermittlung von technischen Informationen, wie den Zählerstatus. Spannungsausfälle oder Zählerereignisse, wie Über- oder Unterspannung können hiermit aus der Ferne festgestellt und schnell und unkompliziert behoben werden. SEAS-NVE bescheinigt eine Zuverlässigkeit des Systems von mehr als 99,7%.










