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08.07.2011

Nestlé wählt Opensafety als Sicherheitsstandard

Aktuell führt eine spezielle Engineering-Gruppe bei Nestlé in der Schweiz gemeinsam mit den Automatisierungslieferanten die Pilotimplementierung einer Verpackungslinie durch, um herstellerübergreifende Standards für die Integration verschiedener Steuerungen zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht dabei die Verwendung offener Kommunikationstechnologien.

Das Projekt hat vordringlich zwei Ziele. Zum einen die Erstellung einer Spezifikation für Verpackungsmaschinen auf Grundlage der Packaging-Machine-Language PackML. Dabei handelt es sich um eine Richtlinie der OMAC User Group (Organization for Machine Automation and Control) für offene, modulare Automatisierungsarchitekturen, deren Status-Modell eine einheitliche Verwaltung sämtlicher Betriebsarten bei Verpackungsmaschinen vorsieht. Auf dieser Basis sollen am Ende des Projekts Standardbibliotheken für die jeweiligen Steuerungssysteme entwickelt und dem Maschinenbau zur Verfügung gestellt werden. Zum anderen will Nestlé einen steuerungs- und busunabhängigen Sicherheitsstandard auf der Grundlage von Opensafety einführen, mit dem sich ohne Einschränkungen sicherheitsbezogene Informationen zwischen den Maschinen bzw. Steuerungen unterschiedlicher Fabrikate austauschen lassen.

Zertifiziertes Sicherheitsprotokoll
Mit Opensafety steht Nestlé ein fertiges, bewährtes Sicherheitsprotokoll zur Verfügung, das vom TÜV Rheinland und TÜV Süd für die Verwendung in Systemen mit einem Sicherheitsintegritätslevel 3 zertifiziert wurde. Hochperformante Safety-Lösungen befinden sich seit 2008 im Serieneinsatz. Seine Busunabhängigkeit und die Interoperabilität mit beliebigen Transportprotokollen erreicht Opensafety durch ein Black-Channel-Prinzip. Das bedeutet, dass es für das Sicherheitsprotokoll keine Rolle spielt, durch welches Transportprotokoll die in einem speziellen Telegrammformat verpackten, sicherheitsgerichteten Daten befördert werden. So hatte die Nutzerorganisation EPSG zu Demonstrationszwecken bereits in der Vergangenheit Opensafety-Implementierungen für alle der nun bei Nestle in Frage kommenden Kommunikationssysteme Profinet, Sercos III, Ethernet/IP und Powerlink, daneben aber auch für Modbus TCP, vorgenommen.