BMW 2012
A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum
ETZ Logo VDE Verlag Logo

BMWi-Staatssekretär H.-J. Otto besucht Rittal

Friedhelm Loh und Hans-Joachim Otto in der Herborner Rittal-Zentrale

Nach seiner Teilnahme am Festakt zum zehnjährigen Bestehens des dualen Studiums „Studium Plus“ besucht Hans-Joachim Otto, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, am 5.10.2011 das Unternehmen Rittal (www.rittal.de) in Herborn: „Man kann aus Fehlern lernen, aber auch aus Erfolgen.“ Der Staatssekretär betonte gegenüber etz, dass es sein Wunsch war, ein Unternehmen zu besuchen, welches zu den „Perlen der deutschen Industrie“ gehört. H.-J. Otto ließ sich von Friedhelm Loh, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter von Rittal, die Systemlösungen des Anbieters von Gehäuse- und Schaltschrankttechnik erklären.
Im Gespräch mit Friedhalm Loh und ausgesuchten Journalisten betonte der FDP-Politiker (www.hans-joachim-otto.de), dass die Innovationsförderung in Deutschland besondere Beachtung verdient: „Deutschland kann sich im Weltmarkt nur behaupten, wenn die Führerschaft bei Innovationen gehalten und ausgebaut wird.“ Dazu müsse die Politik die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen. Dazu gehöre die staatliche Förderung der Forschung. H.-J. Otto ist sich deshalb auch mit ZVEI-Präsident Friedhelm Loh einig, dass „die steuerliche Forschungsförderung erfolgsversprechender als die projektgebundene“ sei. Gerade kleinere Unternehmen tun sich schwer, sich „im Dickicht der Vorschriften der projektbezogenen Förderung zurechtzufinden“. Der Staatssekretär ist daher überzeugt, dass die steuerliche Förderung kleineren Unternehmen zugute kommen würde: „Die steuerliche Forschungsförderung ist ein Instrument, welches es verdient, wohlwollend geprüft zu werden.“ Bis Ende dieser Legislaturperiode soll deshalb ein entsprechender Vorschlag vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie erarbeitet werden, um kleine und mittlere Unternehmen zu entlasten und zu Innovationen zu ermutigen. Konkret soll es um besondere Abschreibungsbedingungen gehen, die ausdrücklich „nicht projektgebunden“ genutzt werden können. „70 % der ZVEI-Mitglieder sind Mittelständler, die davon profitieren würden“, unterstützt. Unternehmer Loh dieses Vorhaben. „Ziel ist die Stärkung der Innovationskraft der Unternehmen“, schließt H.-J. Otto ab.
Der ebenfalls angesprochene Fachkräftemangel sei laut Friedhelm Loh bei Rittal derzeit kein Thema. 1200 Bewerber haben sich um die 300 Ausbilungskräfte bei Rittal in der letzten Periode bemüht. Für H.-J. Otto sei dies aber eine rühmliche Ausnahme: “Bereits im kommenden Jahr fehlen in Deutschland 4,4 Mio. Facharbeiter.” Der Politiker könne sich daher vorstellen, ältere Arbeitnehmer länger zu beschäftigen. Weiterhin müssen fähige Köpfe durch Zuwanderung ins Land gehlt werden. Dafür müsse seiner Meinung nach aktiv geworben werden.