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24.01.2012

Mini-KWK-Anlagen werden wieder gefördert

Das Bundesumweltministerium hat die neuen Richtlinien für die Förderung von kleinen Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) bis 20 kW veröffentlicht. Nach dem Programm können neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 kW in Bestandsbauten einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, der nach der elektrischen Leistung der Anlagen gestaffelt ist. So erhalten zum Beispiel sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete Anlagen mit einer Leistung von 1 kW 1.500 €, große Anlagen mit 19 kW hingegen 3.450 €. Ab dem 1. April 2012 können Anträge beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle eingereicht werden.

KWK-Anlagen erreichen durch die Nutzung der bei der Stromerzeugung anfallenden Abwärme eine besonders hohe Brennstoffausnutzung und sind daher besonders klimafreundlich. Die Speicherung der Wärme ermöglicht die flexible Bereitstellung der gesicherten Leistung. Dadurch tragen die Anlagen auch zur Systemintegration fluktuierender erneuerbarer Energien bei. Um den Einsatz derartiger hocheffizienter Anlagen künftig in allen relevanten Anwendungsbereichen voranzubringen und systemgerecht zu nutzen, bedarf es gezielter wirtschaftlicher Anreize.
Die Potenziale sind riesig. So werden zum Beispiel 26 Mio. Wohnungen mit ca. 17 Mio. Zentralheizungen versorgt. Nur 10% dieser Heizkessel entsprechen dem Stand der Technik. 20 % sind älter als 24 Jahre und haben einen Wirkungsgrad unter 65 %. Veraltete Heizungsanlagen durch ein hoch energieeffizientes Mini-BHKW zu ersetzen, schont das Klima und den Geldbeutel.

Fördervoraussetzungen
Voraussetzung für eine Förderung ist das Erfüllen anspruchsvoller Effizienzanforderungen der Anlagen: Die Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie für Kleinstanlagen müssen deutlich übertroffen werden. Die Primärenergieeinsparung muss für Anlagen kleiner 10 kW mindestens 15 % und für Anlagen von 10 kW bis einschließlich 20 kW mindestens 20 % betragen. Außerdem ist ein Gesamtjahresnutzungsgrad von mindestens 85 % einzuhalten.
Weitere Anforderungen sind unter anderem das Vorhandensein
• eines Wärmespeichers mit einem Energiegehalt von mindestens 1,6 kWh pro installierte kW,
• einer Steuerung und Regelung für eine wärme- und stromgeführte Betriebsweise inklusive eines intelligenten Wärmespeichermanagements
• sowie eines Messsystems zur Bestimmung des aktuellen Strombedarfs (Smart Meter) für Anlagen ab 3 kW.

Außerdem sollen die Anlagen in einer Liste enthalten sein, die bis 15. März 2012 auf der Homepage des BAFA veröffentlicht werden soll. Die entsprechenden Herstelleranmeldungen sollen dafür bis 15. Februar 2012 im BAFA vorliegen.