27.01.2012
Rockwells 20. Automation Fair

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Über 125 Aussteller präsentierten auf der Rockwell Automation Fair 2011 in Chicago ihre Produkte, Lösungen und Dienstleistungen
Seit 20 Jahren veranstaltet Rockwell Automation inzwischen seine Automation Fair. Die Jubiläumsveranstaltung fand am 16. und 17. November in Chicago/USA statt. Über 12000 Besucher informierten sich auf der größten privaten Automatisierungsmesse in den USA bei mehr als 125 Ausstellern über die neuesten Produkte und Lösungen von Rockwell Automation und den Mitgliedsunternehmen des „PartnerNetwork“.
Rockwell Automation veranstaltete die erste Automation Fair 1991. Schon damals war es das Ziel Kunden über die neuesten Technologien und Trends der Automatisierungstechnik zu informieren und ihnen zu zeigen wie sie Investitionen in die Automatisierung verwenden können, um ihre Geschäftsziele zu erreichen. Seit ihrer Gründung ist die Teilnahme an allen Veranstaltungen frei.
Mehr als nur eine Ausstellung
Mehr als 125 Aussteller präsentierten im McCormick Plac West in Chicago eine breite Palette an Produkten und Dienstleistungen für alle Automatisierungsaufgaben ( Bild 1). Auch verschiedene Universitäten aus dem Relations Programm von Rockwell Automation stellten sich und ihre Bildungsprogramme den über 12000 Besuchern vor (Bild 2). Begleitet wurde die Messe in diesem Jahr von einem großen Industrie-Forum. Interessierte konnten dort unter anderem mit Fachleuten und Kunden aus den Bereichen Automobil, Energie und Umwelt, Lebensmittel- und Getränkeindustrie, Öl und Gas sowie Wasser und Abwasser, diskutieren. So präsentierten Referenten zum Beispiel Best-Practice-Lösungen für Themen wie Wasseroptimierung in der Getränkeindustrie, Cyber-Sicherheit im Bereich Wasser und Kohlenstoff-Reduktion für die Bereitstellung von Energieeinsparungen.
An beiden Tagen fanden außerdem 63 verschiedene einstündige Technical Sessions statt. Die Themenpalette reichte dabei von Netzwerken, Wireless und Safety über Motion, Motor Control und Prozesstechnik bis hin zu Nachhaltigkeit, Wartung und Datenmanagement. Außerdem stellten die Referenten von Rockwell und den Partnerunternehmen, wie Molex, Flir, Fluke, Wittenstein und E-Plan, verschiedene Fallstudien, zum Beispiel über Migrationsstrategien, Virtualisierung in der Produktion und Echtzeitüberwachung und -analyse mit Scada, vor. Hinzu kommen 16 90-minütige Workshops in denen Experten verschiedene Technologien, wie der Umgang mit dem HMI-System Factorytalk , die Implementierung eine Energiemanagements oder die Anforderungen der neuen Sicherheitsstandards, demonstrieren. Zu den beliebtesten Veranstaltungen während der zweitägigen Automation Fair gehören die Hands-on Labs. Die 16 ebenfalls 90 Minuten dauernden Seminare erlauben es den Teilnehmern direkt mit den Produkten von Rockwell Automation zu arbeiten und so zu lernen diese besser zu verstehen, zu programmieren und zu bedienen. (Bild 3)
Wirtschaftliche und technische Trends
An der Eröffnungsveranstaltung Manufacturing Perspectives, am 15. November nahmen Journalisten und Analysten aus der ganzen Welt teil. Hauptredner waren dort Dr. Robert D. Atkinson (Bild 4), Präsident der Information Technology and Innovation Foundation, William A. Strauss von der Federal Reserve Bank of Chicago, und Keith Nosbusch (Bild 5), Chairman und CEO von Rockwell Automation.
Dr. R. Atkinson betonte, dass die Innovation der Schlüssel zum Erfolg in der Produktion sei und die Digitalisierung immer wichtiger wäre: Die IT treibt die Automatisierung voran. Obwohl die viele Möglichkeiten bietet, werden diese in der Produktion nach zu wenig genutzt.“ Beispielsweise ist das Cloud-Computing auf dem Vormarsch. In den USA wird die Technologie bisher von 20% der Unternehmen genutzt und 44% arbeiten daran, so Dr. R. Atkinson. Ein Problem der amerikanischen Wirtschaft ist für den Präsidenten der Information Technology and Innovation Foundation, dass häufig Wirtschaftswissenschaftler in Unternehmen das sagen haben: „Ökonomen haben keine Ahnung von der Produktion. Ideen und know-how sind ihnen wichtiger als die Fertigung.“ Der US-Regierung sei nicht klar darüber, wie wichtig das produzierende Gewerbe sei. Sie fokussiere sich zu sehr auf Wissen.
K. Nosbusch berichtete über einen Wendepunkt im grundlegenden, langfristigen Wirtschaftsgleichgewicht. Zum ersten Mal seit 200 Jahren hätten die Schwellenländer mehr zum Wirtschaftswachstum beigetragen als die etablierten Industrieländer. Zudem würde die rasante Zunahme der Mittelschicht große Veränderungen nach sich ziehen. Schließlich überqueren jährlich mehr als 70 Mio. Menschen die Schwelle zur Mittelschicht und bis 2020 werden 40% der Weltbevölkerung Mittelklasse-Status erreicht haben und über 8 Bio. US-$ Kaufkraft verfügen. Dementsprechend müssten die etablierten Volkswirtschaften für ein anhaltendes Wirtschaftswachstum eine starke Produktivitätssteigerung erzeugen. Gut 66% der Produktivitätssteigerung lässt sich laut dem CEO von Rockwell Automation durch Produkt- und Prozessinnovationen realisieren. Dafür biete sich die Integrated Architecture an, die Flexibilität, Produktivität und Nachhaltigkeit ermöglicht. Außerdem stellte K. Nosbusch einige Highlights der Rockwell Automation Fair vor, wie das skalierbare Mid-Range-System für Maschinenbauer, neue Produkte für CIP Safety, erste Entwicklungen bei CIP Energy, eine durchgängige Anlagenvernetzung mit Ethernet/IP sowie eine verbesserte Produktion durch Visualisierung und Simulation.
Konferenzen im Vorfeld
Schon an den beiden Tagen vor der Automation Fair fanden zwei interessante Konferenzen statt. So nahmen mehr als 300 Fachleute der Automatisierungstechnik aus der ganzen Welt an dem Safety-Automation-Forum teil. Die Anwender-Veranstaltung beinhaltete Präsentationen und Breakout-Sessions über die Schaffung sicherer, produktiver Anlagen. Experten aus von globalen Unternehmen wie Pepsi, General Motors, L'Oréal und Rockwell Automation präsentierten gemeinsam best practices für die Erstellung einer Sicherheits-orientierten Kultur, die Umsetzung der strategischen Prozesse und die Nutzung fortgeschrittener Maschinen-, Prozess- und Sicherheits-Technologien. Auch die Process Solutions User Group traf sich im McCormick Place in Chicago um sich mit Kollegen und Experten auszutauschen und zu erfahren wie sie ihre Prozesse verbessern, neue Einnahmenquellen schaffen und bewährte Praktiken einführen können. Fast 800 Teilnehmer verfolgten, wie Marty Edwards aus dem US Department of Homeland Security in seiner Keynote über die Entwicklung von Steuerungen referierte.
Die nächste Automation Fair findet am 7. und 8. November 2012 in Philadelphia statt.















