BMW 2012
A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum
ETZ Logo VDE Verlag Logo

03.02.2012

FDT-Standard wird überarbeitet

FDT ist im gesamten Bereich der Automatisierungspyramide einsatzbar

FDT unterstützt eine Vielzahl von Kommunikationsprotokollen in der Prozess- und der Fertigungsautomatisierung

Der neue FDT Standard 2.0 bringt eine Reihe an Vorteilen mit sich

Die FDT Group befindet sich in der letzten Phase zur Freigabe einer umfangreichen Überarbeitung ihres FDT-Standards. Zu den Neuheiten gehören unter anderem eine erweiterte Funktionalität von FDT-Rahmenapplikationen, mehr Leistungsfähigkeit sowie verschiedene Implementierungs-Architekturen. Der aktualisierte Standard FDT 2.0 ist abwärtskompatibel mit allen auf Basis der Version FDT 1.2.x eingesetzten Geräten. Damit können die Anwender den Umstieg nach ihrem eigenen Zeit- und Projektplan realisieren.

Zur Unterstützung immer größer werdender Kundenprojekte, hat die FDT Group sämtliche leistungsbezogenen Anwendungserfahrungen im bisherigen Standard analysiert und darauf basierte Einschränkungen im neuen Standard FDT 2.0 konsequent beseitigt. Das Ergebnis ist eine bis zu zehnmal höhere Geschwindigkeit bei Anwendungen in den kritischen Bereichen von Großinstallationen. Anwender profitieren von der Möglichkeit, noch größere Installationen umsetzen zu können, die schneller als je zuvor arbeiten und die gewünschten Informationen in kürzerer Zeit effektiv an das Betriebs- und Wartungspersonal liefern.

Client/Server-Funktionen*
Viele Anwender verwenden FDT-Rahmenapplikationen in ihrer gesamten Anlage, um verschiedene Aufgabenbereiche innerhalb ihres Unternehmens wirksam zu unterstützen – sei es der Betrieb, das Asset Management, die Kalibrierung oder die Wartung der Geräte. In der Vergangenheit waren diese Rahmenapplikationen häufig als separate Installationen auf einzelnen PC realisiert, mit einem geringen Maß an übergreifender Koordination. Der neue Standard FDT 2.0 bietet optional ein gut strukturiertes Client/Server-Modell, mit dem mehrere FDT-basierte Rahmenapplikationen über den ganzen Standort verteilt mit einem gemeinsamen Server zusammenarbeiten.
Diese Client/Server-Architektur des FDT 2.0 Standards versetzt den Server in die Lage, die Client-Anwendungen zu warten und zu aktualisieren, ohne dass jeder Client-Computer einzeln bearbeitet werden muss. Dieses Leistungsmerkmal ersetzt die häufig in anderen Client/Server-Umgebungen anzutreffende aufwändige, anwenderseitige Administration.

Einfachere Auswahl, Installation und Wartung der DTM
Über 3000 Geräte werden mittlerweile durch FDT-zertifizierte DTM unterstützt. Mit seinem Katalogmanagement ermöglicht FDT 2.0, dass ein FDT-Systemadministrator beim Kunden dem Nutzerkreis nur zugelassene DTM verfügbar macht und über anstehende Updates der installierten DTM informiert. Ebenfalls neu sind FDT-zertifizierte DTM mit einer digitalen Signatur, über die eine FDT-Rahmenapplikation automatisch erkennt, welche der installierten DTM zertifiziert sind. Damit spart der Anwender wertvolle Zeit im Vergleich zum bisherigen, manuellen Verfahren.

Unterstützung verschiedener Gerätebeschreibungsmethoden
Zu den Grundsätzen der FDT Group gehört die Sicherstellung eines Standards, der andere Standards integriert. Der zum FDT-Standard gehörige DTM fungiert als primäres Gerätekonfigurations- und Diagnosewerkzeug, es werden jedoch auch noch andere Integrationsmethoden unterstützt. Hierzu zählen beispielsweise DD (Device Descriptions) und EDD (Electronic Device Descriptions). Neu in FDT 2.0 ist die Unterstützung von FDI Device Packages. Wenngleich die offizielle Freigabe und Veröffentlichung des FDI Standards noch in der Zukunft liegt, wurden die Schnittstellen zwischen FDI und FDT gemeinsam festgelegt und im neuen Standard FDT 2.0 aufgenommen.

Integrierte .NET-Entwicklungsumgebung
Um eine zukünftige Erweiterbarkeit und Interoperabilität zu gewährleisten, basiert der gesamte FDT 2.0 Standard auf der .NET-Plattform. Die häufig in einem Atemzug mit den Microsoft-Betriebssystemen genannte .NET-Plattform wurde auf die Unix- und Linux-Umgebungen ausgeweitet. So ist sichergestellt, dass die .NET-Entwicklungsumgebung langfristig die bevorzugte Entwicklungspattform bleibt.