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10.02.2012

E-world 2012 bricht Rekorde

Auch in der Halle 3 der E-World 2012 war viel los.

In allen Bereichen hat die E-world energy & water auch 2012 ihr kontinuierliches Wachstum fortgesetzt. Zum führenden Branchentreffpunkt der europäischen Energie- und Wasserwirtschaft kamen erstmals über 20000 Besucher. Sie informierten sich bei 580 Ausstellern aus 20 Ländern über Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Strom-, Gas- und Wasserwirtschaft, Energietechnik und Energieeffizienz. 2011 verzeichnete die Messe 544 Aussteller und 19700 Besucher. Die nächste E-world energy & water findet vom 5. bis 7. Februar 2013 in der Messe Essen statt.

„Dass die E-world trotz spürbarer Umbrüche so deutlich weiter wächst, ist für uns ein klares Signal. Die Branche versteht die Herausforderungen der Energiewende und des Klimaschutzes als Chance“, zeigten sich die beiden Gesellschafter der E-world Dr. Niels Ellwanger, Vorstand der con|energy ag, und Frank Thorwirth, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Essen, erfreut über den erneuten Erfolg. „Die sehr hohe Zufriedenheit von Ausstellern und Besuchern bestätigt einmal mehr das Konzept dieser Leitmesse der Energiewirtschaft, die in Messe und Kongress marktnahe und zukunftsweisende Themen setzt.“

EU-Kommissar Oettinger beim Führungstreffen Energie
Bereits am Vortag der E-world fand in Zusammenarbeit mit der Süddeutschen Zeitung das Führungstreffen Energie statt, auf dem Europäische Perspektiven für die Energiewelt von morgen im Fokus standen. EU-Energiekommissar Günther Oettinger erklärte, der europäische Binnenmarkt für Energie solle bis 2014 umgesetzt sein, was aber nur mit einem europäischen Ausbau der Netze möglich sei. Die europäische Netzinfrastruktur müsse im größeren Umfeld über die politischen Grenzen der EU hinaus gedacht werden, forderte er.

Die Referenten auf der Eröffnungspressekonferenz der E-world 2012: Dr. Niels Ellwanger, Vorstand Conenergy AG, Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Katherine Reiche, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Johannes Remmel, Minister für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und -Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, Svenja Schulze, Ministerin für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des BDEW e. V., Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung Steag GmbH (v.l.n.r.)

Auf der Eröffnungspressekonferenz der E-world energy & water 2012 erläuterten verschiedene Experten ihre Standpunkte zur Energietechnik. So berichtete Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, dass spätestens im April die Ergebnisse des Schaufensterwettbewerbs Elektromobilität veröffentlicht werden sollen. Dann werden in Deutschland fünf Schaufensterregionen installiert, in denen die Möglichkeiten der Elektromobilität umfassend umgesetzt werden sollen. Zur aktuellen Umsetzung der Smart-Grid-Anforderungen sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Geschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW): “Der Ausbau der Verteilnetze kann die Energiewende zum Erfolg führen oder scheitern lassen.” Joachim Rumstadt, Vorsitzender der Geschäftsführung der Steag GmbH, erläuterte, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen die Energiewende manchmal noch behindern würden: “Wir wollen 2014 der europäischen Energiemarkt vollenden. Dafür bruahcen wir jedoch europaweit einheitliche Richtlinien und Förderprogramme.”

Forum und Kongress erfolgreich
Vor dem Hintergrund der gestiegenen Herausforderungen der Branche erwies sich das erstmals auf der E-world ausgerichtete „Forum Energiewende“ als großer Erfolg. Auf diesem Gemeinschaftsstand wurde vor allem die Erzeugungstechnologien im Bereich der Erneuerbaren Energien in den Fokus gerückt. Aussteller und Vortragende gaben Antworten zu Fragen rund um Versorgungssicherheit, Energiemix, Energietransport und Energiespeicherung.
Insgesamt rund 200 Experten gaben im E-world Kongress ihr Wissen weiter. Die Situation auf dem Gasmarkt, der Ausbau der Netze und wichtige Gesetzesgrundlagen waren ebenso Themen wie Ecomobilität und die Stellung von regenerativen Energien im Energiemix der Zukunft. Über 1000 Teilnehmer zählte allein der 16. Fachkongress der Energie.Agentur.NRW, der am ersten Messetag durch NRW-Umweltminister Remmel eröffnet wurde.

„smart energy“ bleibt ein Megatrend
Über ein hohes Interesse der Besucher konnten sich auch die Aussteller am Gemeinschaftsstand „smart energy“ freuen. 2010 auf der E-world eingeführt, konnte der Bereich weiteres Wachstum verzeichnen. Bei 35 Unternehmen ging es um effiziente Anwendungstechnologien und Energie-Effizienz-Themen im Allgemeinen. Sie zeigten ihre Innovationen zu den Schwerpunkten intelligente Netze, Zähler und vernetzte Haustechnik.
Insgesamt zeigten sich die Aussteller und die Besucher zufrieden mit dem Verlauf der E-world 2012. Die Unternehmen lobten die hohe Zahl der Besucher und deren fachliche Qualität. Die Besucher äußerten sich positiv über die zahlreich vertretenen Marktführer und das Angebot der Fachmesse. 95 % von ihnen und 90 % der Aussteller sagten bereits jetzt, dass sie an der nächsten E-world energy & water vom 5. bis 7. Februar 2013 in der Messe Essen wieder teilnehmen.