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17.02.2012

Belden plant Wachstum im Bereich Connectivity

Dr. Huber Ermer, Managing Director von Belden

2011 rechnet Belden weltweit mit einem Wachstum von knapp 10 % bei Connectivity-Produkten. Das Portfolio des Geschäftsbereichs Industrial Connecting Solutions, einem führenden Anbietern von Steckverbindern für die Automatisierung, reicht von Produkten für die Verkabelung von Aktoren und Sensoren über Energiesteckverbinder, Verteilersysteme und IO-Module für Feldbus- und Ethernet-Netzwerke bis hin zu Anschlusslösungen für LED-Beleuchtungen. Die Produkte werden unter den Marken Hirschmann und Lumberg Automation vertrieben.

„Unseren Erfolgskurs werden wir – sofern die Wirtschaftskonjunktur nicht durch die Turbulenzen an den internationalen Finanzmärkten ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen wird – auch in den kommenden Jahren fortsetzen“, ist Managing Director Dr. Huber Ermer überzeugt. Dazu beitragen sollen zusätzliche Ethernet-basierte Systeme für den Maschinenbau, neue Entry Level-Produkte mit einem optimierten Materialmix und vermehrte kundenspezifische Lösungen. „Außerdem werden wir unsere Präsenz in Asien ausbauen“, so der Belden-Chef.

Um die ohnehin schon starke Position im Maschinenbau auf eine noch breitere Basis zu stellen, wird das Portfolio künftig nicht nur alle gängigen Feldbusse abdecken, sondern auch Ethernet-basierte Automatisierungsprotokolle. Die Implementierung von Profinet und Ethernet/IP ist so gut wie abgeschlossen. An weiteren Protokollen, wie Ethercat, wird bereits gearbeitet. Auch das Angebot an IO-Funktionalität wird weiter ausgebaut. „Der Schwerpunkt bei den Neuentwicklungen liegt auf den IO-Modulen“, erläutert Dr. H. Ermer und fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, die dezentrale Verteilung von Steuersignalen so einfach und sicher wie möglich zu machen. Dazu zählt auch die einfache Austauschbarkeit der Module und Protokolle.“

Kundenspezifische Lösungen
Neben neuen Standard-Ausführungen bietet Belden zugleich auch zunehmend kundenspezifische Lösungen an, die sich durch eine hohe Wirtschaftlichkeit im Sinne der Total Cost of Ownership auszeichnen. „Dies ist ein weiterer zentraler Baustein unserer Strategie“, betont Dr. H. Ermer „Denn wir wollen durch möglichst einfache Montage sowie durch verbesserte Servicefreundlichkeit einen Mehrwert für den Kunden schaffen“. Zurzeit machten diese Aktivitäten rund ein Drittel des Umsatzes aus, bis 2014 würden es jedoch schon 50 % sein, führt er aus. Die dazu erforderlichen organisatorischen und produktionstechnischen Voraussetzungen sind mittlerweile geschaffen worden. So dauert etwa die Entwicklung eines neuen Verbindungskabels mit angespritzten Steckverbindern einschließlich Freigabe durch den Kunden im Schnitt lediglich sechs Wochen.

Vor dem Hintergrund der stetig steigenden Materialpreise wird Belden sein Kunststoff-Know-how vermehrt für bestehende Standardprodukte einsetzten. „Wir werden jeweils verschiedene Ausführungen anbieten, die sich etwa hinsichtlich Temperaturbereich, Schutzart und Zulassungen unterscheiden. Mithin erhalten unsere Kunden Produkte, die ihre Anforderungen optimal erfüllen, und zwar zu einem attraktiven Preis“, so Dr. H. Ermer. Unter diesem Gesichtspunkt wird künftig auch das Angebot an kostengünstigen Entry Level-Steckverbindern aus der Value Line erweitert, die trotz leicht eingeschränkter Materialeigenschaften für eine Reihe von Anwendungen bestens geeignet sind. „Auch was den Einsatz von wiederverwertbaren Kunststoffen betrifft, haben wir große Fortschritte gemacht. Wir stehen hier kurz vor der Markteinführung recyclebarer Steckverbinder für die Automatisierungstechnik, was bislang einzigartig sein dürfte.“

Ausbau der Präsenz in Asien
Um die internationalen Kunden vor Ort noch besser unterstützen zu können, soll insbesondere die Präsenz in Asien verstärkt werden. Dazu Dr. H. Ermer: „Wir sind heute sowohl in Europa als auch im mexikanischen Tijuana, das unmittelbar an der Grenze zu den USA liegt, mit eigenen Produktionsstandorten vertreten. Dagegen haben wir in Fernost bisher nur ein Vertriebsteam.“ Deshalb wird Belden voraussichtlich bis 2013 in einem asiatischen Werk eine eigene Fertigung aufbauen und dort ebenfalls ein Produktmanagement installieren. „Entwickelt werden unsere Produkte jedoch nach wie vor in Deutschland mit den hier üblichen Qualitätsstandards“, unterstreicht der Belden-Chef. Dass sich auch so regional unterschiedliche Anforderungen berücksichtigen lassen, zeigt der weltweite Erfolg des Geschäftsbereichs.