VDE veröffentlicht Studie „Elektrofahrzeuge“
Das Ziel der Bundesregierung bis 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu bringen, kann nur durch gesteigerte Forschungsanstrengungen und politische Unterstützung erreicht werden. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Elektrofahrzeuge“, die der Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik am 28. April 2010 in Berlin vorgestellt hat.
Großen Forschungsbedarf sieht der VDE in den Batterietechnologien, in der Leistungs- und Energiedichte, in der Lebensdauer und bei der Sicherheit. Ziel der Forschung muss dabei auch insbesondere eine Reduzierung des Batteriepreises sein. Bislang amortisiert sich E-Mobility wegen der hohen Batteriekosten nämlich nicht. Reine Elektrofahrzeuge sieht der VDE zunächst nur für leichte Kleinwagen und Tagesstrecken von unter 100 Kilometern, damit werden bereits fast 90 Prozent aller privaten Autofahrten abgedeckt. Große Reichweiten hält der Verband auf absehbare Zeit nicht für wirtschaftlich realisierbar.
Zudem werden die Anschaffungskosten von Elektrofahrzeugen – im Gegensatz zu den Betriebskosten, die schon heute günstiger sind – noch viele Jahre deutlich höher sein als bei konventionellen Automobilen. Um den Markteintritt zu beschleunigen, fordert der Verband staatliche Impulsprogramme.
Zu dem Thema findet am 8. und 9. November 2010 auch der VDE-Kongress „E-Mobility: Technologien – Infrastruktur – Märkte“ in Leipzig statt. Dann bewerten rund 1.500 Experten der Elektro-, IT-, Automobil- und Energiebranche Innovationen und Strategien für die Zukunft der mobilen Gesellschaft.










