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Damit die Photovoltaik nicht auf der Leitung steht

Bild 1. Auf der 14,33 ha großen Anlage im bayerischen Greding sind 38 902 Solarmodule installiert

Bild 2. Durch Elektronenstrahlvernetzung sind die Ölflex-Solar-XLR-Leitungen besonders temperaturbeständig und robust

Bild 3. Vorkonfektionierte Ölflex-Solar-Leitung mit Epic-Steckverbinder

Die Photovoltaik stellt hohe Anforderungen an die eingesetzten Komponenten. Temperaturbeständige und gegen die Umweltbedingungen resistente Leitungen sorgen dafür, dass die Daten und die Energie ohne Verlust übertragen werden.

Die Speidel GmbH & Co. KG verbindet eine über viele Jahre gewachsene Partnerschaft mit der Lapp Gruppe. Während sich in den vergangenen Jahren die Zusammenarbeit auf dem Bereich Steuerungs-, Automatisierungs- und Regeltechnik beschränkte, wurde sie seit gut einem Jahr auf die Photovoltaik erweitert. Schließlich installiert Speidel nicht nur Photovoltaik-Anlagen auf einzelnen Gebäudedächern, sondern plant, baut und wartet mittlerweile auch Freiland-Anlagen zur Stromversorgung von Gemeinden in ganz Deutschland. Dabei kommt das umfangreiche Verbindungsprogramm von Lapp für die Photovoltaik, wie die UV-, witterungs- und temperaturbeständigen Ölflex-Solar-Leitungen zum Einsatz.

Temperaturbeständig bis 100°C
Um Speidel noch besser zu unterstützen, hat Lapp sogar einen Rahmenvertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen, wie Willi Heck, Vertriebsingenieur bei Lapp, berichtet: „Darin garantieren wir zahlreiche Sonderleistungen, wie die Verlängerung auf 25 Jahre Garantie und die erhöhte Verfügbarkeit der Leitung Ölflex-Solar-XLS.“ Diese Leitungen vertragen Temperaturen bis zu 100 °C. Sie werden bevorzugt für die Verkabelung von Solarmodulen untereinander sowie zur Verbindung der einzelnen Modulreihen und des Wechselrichters auf Schräg- und Flachdach- sowie auf Freilandanlagen verwendet.
Auf einer 14,33 ha großen Fläche in Greding (Bayern) installierte Speidel 38 902 Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 4,49 MWp mit diesen speziellen Solarleitungen (Bild 1). Auch bei den beiden Freiland-Photovoltaikanlagen in Friesland – in Ostbordelum, wo 43 000 Panels auf 11 ha 3,67 MWp erzeugen, und in der zweiteiligen, 7,2 ha großen Anlage in Bosbüll mit 23 500 Panels und 2,5 MWp Leistung – mussten jede Menge Ölflex-Solar-Leitungen verlegt werden. „Pro Megawatt sind es rund 17 km Leitungen“, weiß Erwin Bareiß, Projektleiter bei Speidel, zu berichten. Das nächste Großprojekt von Speidel ist eine 10-MW-Anlage im bayerischen Vilseck. Sie wird sich mit 45 500 Modulen über 27 ha erstecken und soll im Sommer 2010 fertiggestellt werden.

Breite Palette an Solar-Leitungen
Aber auch für die Verkabelung in den Wechselrichtern, Schaltschränken und Transformatoren kommen Leitungen von Lapp zum Einsatz. Dazu gehören unter anderem PVC-Einzeladern, Gummischlauchleitungen H07RN-F oder die halogenfreien Ölflex-Robust-Leitungen.
Das jüngste Mitglied der Ölflex-Solar-Familie ist die elektronenstrahlvernetzte XLR (Bild 2). Bei der Elektronenstrahlvernetzung (eine Technologie aus der Raumfahrt), werden die Copolymer-Moleküle dazu gebracht, sich untereinander zu vernetzen, was dem Material eine hohe thermische und mechanische Eigenschaft gibt. So hat die TÜV-Bauart-geprüfte Ölflex Solar XLR eine hohe thermische Belastbarkeit (–40 °C bis 120 °C) und garantiert eine langjährige Funktion zu jeder Jahreszeit.
Wegen ihres großen Leiterquerschnittes wird die robuste Variante Ölflex Solar XLSv bei Photovoltaik-Großanlagen als Sammelleitung zur Übertragung hoher Stromlasten zwischen den einzelnen Modulreihen bzw. als Verbindung zum Wechselrichter eingesetzt. Sie eignet sich auch zur Erdverlegung. Auf Ställen und Scheunendächern oder an landwirtschaftlichen Betrieben kommt bevorzugt der Typ V4A zum Einsatz. Diese Ölflex-Solar-Leitung hat eine Armierung aus rostfreiem Edelstahl und schützt so wirkungsvoll vor Marder-, Nager- und Termitenbissen.

Der passende Anschluss
Als Ergänzung zu den Leitungen bietet Lapp für die Verbindung der Solarmodule auch umspritzte, vorkonfektionierte oder frei konfektionierbare Epic-Solar-Steckverbinder und -Einbaustecker an. So ist zum Beispiel der Typ M XLR dank seiner Umspritztechnologie besonders robust und dicht. Zudem hat er eine hohe Zugfestigkeit. Für die einfache Montage an der Baustelle bietet sich der frei konfektionierbare Epic-Solar-M-Stecker an (Bild 3). Außerdem gibt es robuste und witterungsbeständige Anschlussdosen. Die sogenannte Epic-Solar-Modulbox, die es mit oder ohne Kabel gibt, wird auf die Rückseite der Solarmodule angebracht. Die Parallelschaltung von Solarmodulen ermöglichen Epic-Solar-Y-Splitter. Ergänzt wird das Portfolio mit passenden Skintop-Kabelverschraubungen und UV-beständigen Polyamid-Schutzschläuchen aus der Silvyn-Reihe.

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Autor: Irmgard Nille ist Redakteurin und Inhaberin PR-Agentur IN-Press in Hamburg.