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01 Die neue Generation der S7-Panel-SPS mit zwei getrennten Ethernet-Ports und Profinet

Performance-Schub für Serienanwendungen mit S7

02 Mit dem Tool Configstage lassen sich unter anderem die beiden getrennten Ethernet-Ports einfach konfigurieren

03 Bekannte Strukturen im Projektierungstool Visustage

Sich im Serienmaschinenbau von der Masse abzuheben, ist schwer, da die Steuerung und die Software häufig vorgegeben sind. Mit den Produkten von Insevis ist es jedoch möglich, auch weil man dabei die Siemens-Tools Simaticmanager und TIA weiterverwenden kann. Weitere Gründe sind die vielen sinnvollen Zusatzfunktionen unter S7, umfangreiche Visualisierungen auf brillanten Panels und ein einfaches Update über den gesamten Produktlebenszyklus.

Die richtige Positionierung der eigenen Produkte bei langfristigen Projekten ist für jeden Maschinenbauer entscheidend für seinen Geschäftserfolg. Oft sind die einzelnen Großprojekte gut für das Prestige. Wirtschaftlich tragen jedoch eher die Langläufer zum Ertrag bei. Der Markt des Serienmaschinenbaus ist bei im Großen und Ganzen vergleichbaren Leistungen preislich hart umkämpft und lässt daher oft nur Platz für dünne Margen. Durch die Vorherrschaft der bekannten S7-Baugruppen von Siemens sind die Marktteilnehmer bis zum gewissen Grad austauschbar. Wer hier zum Zuge kommen will, kann sich entweder über den Preis oder über die Produktleistung von den Mitbewerbern abheben. Preisnachlässe gehen zulasten der Wirtschaftlichkeit und sind keine wirklich langfristig erstrebenswerte Lösung. Eine Optimierung der Produkteigenschaften, wie zum Beispiel bessere Visualisierung, Remotezugang oder mehr Speicher, reduziert die Wirtschaftlichkeit ebenfalls, wenn sich dafür keine höheren Erträge erzielen lassen. Natürlich könnte man jetzt alles über Bord werfen und seine Programmierumgebung sowie die Komponenten vollkommen neu zusammenstellen. Dann muss man jedoch seine Programmierumgebung, seine Programmierer und sein Programm-Know-how gleich in zwei verschiedenen Welten pflegen, da zumindest einige Kunden doch S7 verlangen. Hier die richtige Lösung zu finden, ist der Schlüssel zu einem gesunden Wachstum durch bessere Produkte und zufriedenere Kunden.

Zusatzfunktionen unter S7-Programmierung
Insevis steht seit Jahren für qualitativ hochwertige S7- Steuerungen aus deutscher Herstellung, die mit den Softwaretools Simaticmanager sowie TIA Portal von Siemens in AWL, KOP, FUP, S7-SCL oder S7-Graph zu programmieren sind (Bild 1). Der S7-Systemlieferant bietet drei verschiedene S7-CPU an, deren Befehlsumfang quasi der S7-315-2PNDP entspricht. Der 512 kB bis 1 MB große Arbeitsspeicher reicht für klassische Anwendungen völlig aus, Zusatzkarten sind für den S7-Programmablauf nicht nötig. Lediglich bei Archivierungen wird eine (handelsübliche) Micro-SD-Karte verwendet. Jede S7-CPU von Insevis verfügt über Ethernet (TCP, UDP, S7-Kommunikation), Modbus (TCP und RTU), CAN (CANopen und Layer2) sowie einen seriellen CP mit RS-232 und RS-485 (freies ASCII) (Bild 2). Damit ist auch ein Einsatz als S7-programmierbares Feldbus-Gateway möglich. Zusätzlich lassen sich die CPU-Typen V und P mit einem Profibus-DP-Master/Slave und der Typ T mit einem Profinet-IO-Controller ausrüsten. Die dafür nötigen SFC und SFB stehen, neben Beispielanwendungen sowie Demovideos zu deren Handling, kostenlos im Internet zur Verfügung. Damit kann man die Performance seines Produktes in Sachen Speicher und Kommunikation nachhaltig verbessern und seine eigene Wirtschaftlichkeit gleich mit optimieren. Denn durch die vielen Kommunikationskanäle und integrierten Protokolle lassen sich Fremdgeräte besonders leicht in die S7-Welt einbinden – kostenlose Insevis-Tools samt Beispielkonfigurationen sorgen dafür. Bei der Visualisierung verfügen Insevis-Kunden über einen unglaublichen Funktionsumfang, der jedoch viel einfacher zu projektieren ist, als man denkt. Eine unbegrenzte Anzahl an Sprachen, ein Störmeldesystem mit 1.024 unterschiedlich darstellbaren Alarmen, 64 Trendkanäle, 64 Rezepturen mit jeweils 256 Datensätzen aus 256 Elementen, neun Benutzerlevels sowie schnelle Boot- und Bildumschaltzeiten verleihen kleinen Anlagen eine wahrhaft große Visualisierung. Dabei sind die Geräte jederzeit remote erreichbar und sämtliche Archive lassen sich in Csv-Dateien abspeichern – alles ohne irgendwelche Run-Time-Lizenzen. Das Handling der Visualisierungssoftware Visustage entspricht im Wesentlichen dem „WinCCflex“ (Bild 3), nur dass Vieles vereinfacht wurde. Auch nach langer Zeit wird sich jeder Anwender auf Anhieb wieder in der Projektierung zurechtfinden. Durch kundenspezifisch angepasste Labels und Firmware ist es möglich, die Insevis-Produkte komplett auf das Kundenlogo anzupassen. Das erhöht den eigenen Bekanntheitsgrad, sichert Nachkaufgeschäfte und schützt vor Nachkalkulation.

Gretchenfrage Updatebarkeit
So schick und trendig verschiedene Windows- Features erscheinen, sie benötigen neben der Projektierungserfahrung auch einiges an Prozessorleistung. Bei den immer noch vergleichsweise kurzen Produktlebenszyklen der verschiedenen Windows-Versionen sind normale Updates der Anwendersoftware durchaus auch mal mit einer Portierung auf eine neue Version dieses Betriebssystems verbunden. Richtig schwierig wird es, wenn die neuen Versionen nicht mehr auf der bestehenden Hardware laufen. Einen Hardwaretausch machen nicht viele Kunden mit. Insevis verfolgt hier einen ganz anderen Ansatz: in den eigenen S7-CPU und -Panels wird auf Windows & Co. komplett verzichtet. Das reduziert die Hardwareanforderungen (100 mA bei 24V für eine 5,7-Zoll- Panel-SPS) und verkürzt die Bootzeiten (3 s bei CPU-V und -P). Aber das Wichtigste ist die lebenslange Updategarantie. Innerhalb von 5 min können Insevis-S7-CPU mit einem neuen Anwenderprogramm und neuer Firmware versehen werden – und zwar ganz ohne PC, ein Produktleben lang. Möglich werden diese nachhaltig sinnvollen Funktionen durch ein eigenes, auf Hardware und S7-Programmierung abgestimmtes Betriebssystem. Dieses enthält alle Run-Time- Funktionen und wird permanent erweitert. Die Firmware ist sowohl für die jetzigen als auch für die anstehenden Anforderungen auf dem Weg zur Industrie 4.0 bestens gerüstet. Ein neuartiger Know-how-Schutz sichert den eigenen Programmieraufwand effektiv gegen alle Versuche, die Quelldaten auszulesen. Damit kann auch in Zukunft der ehrliche Programmierer dauerhaft die Früchte seiner Arbeit ernten. (no)

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Autor:
Jörg Peters ist Geschäftsführer der Insevis Gesellschaft für industrielle Systemelektronik und Visualisierung mbH in Erlangen. peters@insevis.de