NI: Neue Labview-Version auf der NIWeek vorgestellt
National Instruments gab heute die Markteinführung von Labview 2010 bekannt, der neuen Version der grafischen Programmierumgebung für Design-, Prüf-, Mess-, Steuer- und Regelanwendungen, die mit neuen Funktionen zu Zeitersparnissen beiträgt. Dazu gehören neue Compiler-Technologien, die Anwendungen um durchschnittlich 20 % schneller ausführen, und ein großer Marketplace (offene E-Commerce-Plattform) für die Evaluierung und den Erwerb von Add-on-Toolkits, wodurch benutzerspezifische Funktionen einfach in die Plattform integriert werden können. Für Anwender von FPGA bietet Labview 2010 einen IP-Integrationsknoten, der die Integration des FPGA-IP von Drittanbietern in Labview-Anwendungen ermöglicht und mit dem Xilinx CORE Generator kompatibel ist. National Instruments implementierte außerdem mehr als ein Dutzend neuer Funktionen, die von erfahrenen Anwendern über das Forum Labview Idea Exchange vorgeschlagen wurden. Dieses Forum, in dem die Anwender online Feedback abgeben können, stellt eine bedeutende neue Stufe in der Zusammenarbeit zwischen der NI-Entwicklungsabteilung und den Kunden dar.
Seit der Einführung 1986 abstrahiert Labview die Komplexität der Programmierung. Mithilfe von grafischen Funktionsblöcken, die durch Drähte miteinander verbunden sind und somit einem Flussdiagramm ähneln, lassen sich anspruchsvolle Systeme entwickeln. NI Labview lässt sich zusammen mit tausenden von Messgeräten und anderer Hardware nutzen. Außerdem sind hunderte von Bibliotheken ein integraler Bestandteil der Plattform, die auf erweiterte Analysen und Datenvisualisierung ausgelegt sind. Darüber hinaus kann die Software über mehrere Betriebs- und Zielsysteme, zum Beispiel x86-Prozessoren, Echtzeitbetriebssysteme (RTOS) und FPGA, skaliert werden. Vom Robotikkit Lego Mindstorms NXT bis hin zum Large Hadron Collider am CERN setzt eine Vielzahl von Anwendern weltweit Labview ein.
„Labview-Nutzer besitzen eine außergewöhnliche Innovationskraft. Ihr reger Austausch mit NI unterstützt uns dabei, Labview zu einem immer noch effizienteren und produktiveren Programmierwerkzeug zu machen“, so Jeff Kodosky, Business and Technology Fellow, Mitgründer von National Instruments und „Vater“ von Labview. „In Labview 2010 haben wir die unzähligen Rückmeldungen aufgegriffen, damit unsere Kunden und Partner Labview auf neue Anwendungsbereiche ausweiten können, für die bisher die Leistung und Effizienz der grafischen Programmierung noch nicht zugänglich waren.“
Der Schlüssel für die Produktivität ist der Compiler, der Aufgaben wie die Speicherzuweisung und die Verwaltung von Threads abstrahiert. Die Compiler-Hierarchie wurde seit der ersten Version von Labview weiterentwickelt und fortlaufend optimiert. In Labview 2010 wurde der Compiler weiter verbessert. Die „Low-Level Virtual Machine“ (LLVM), eine Open-Source-Compiler-Infrastruktur, wurde mit in den Compiler aufgenommen, um die Codeausführung zu beschleunigen. Anhand von Benchmarks, die von praxisbezogenen Anwendungen bis hin zu Low-Level-Funktionen reichen, konnte gezeigt werden, dass der neue Compiler zu einer durchschnittlichen Leistungssteigerung von 20 % führt.
Mit der Markteinführung von Labview 2010 präsentiert National Instruments das Add-on Developer Program, durch das tausende Partner die Möglichkeit erhalten, die Plattform zu erweitern und benutzerspezifische Funktionen in Labview einzubinden. Mit dem Programm wird ein Marketplace (offene E-Commerce-Plattform) im aktualisierten Labview Tools Network eingeführt, in dem Entwickler sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Toolkits anbieten können und Nutzer die Gelegenheit haben, die Add-ons zu durchsuchen, herunterzuladen, zu evaluieren und zu erwerben. Mehr als 50 Add-ons von NI und Drittanbietern sind verfügbar, darunter Bibliotheken für die Code-Wiederverwendung, Vorlagen, Bedienelemente für Benutzeroberflächen und Schnittstellen zu anderen Softwarepaketen. Außerdem können die Anwender den VI Package Manager von JKI (James King Inc.) einsetzen, um eine direkte Verknüpfung zwischen dem Labview Tools Network und dem Desktop herzustellen sowie die Installation und Updates von Add-ons zu verwalten.
National Instruments arbeitet zudem mit führenden Anbietern der FPGA-Technologie wie Xilinx zusammen, um die Labview-Umgebung noch offener zu machen. Ein Beispiel ist der neue IP-Integrationsknoten, über den Anwender jedes FPGA-IP von Drittanbietern in das FPGA Module integrieren können und eine direkte Kompatibilität mit Komponenten ermöglicht wird, die im Xilinx CORE Generator erstellt wurden.
Unter www.ni.com/labview/whatsnew/d stehen weitere Informationen über Labview 2010 sowie eine Evaluierungsversion zur Verfügung. Abonnenten des Standard Service Program (SSP) für Labview erhalten ihre neue Version automatisch per Post oder können die neue Version im Services Resource Center unter www.ni.com/src herunterladen. Anwender, deren Software Teil einer unternehmensweiten Mehrfachlizenz (Volume License Agreement, VLA) ist, erhalten bei ihrem VLA-Administrator Informationen zur Installation.










