Umsatz bei R. Stahl auf Vorjahresniveau
Im ersten Halbjahr 2010 erzielte R. Stahl mit 103,8 Mio. € einen Konzernumsatz auf Vorjahresniveau erreicht. Auch der Auftragseingang lag mit 106,9 Mio. € nahezu auf dem Vergleichswert von 2009. Darin spiegelt sich wider, dass das zweite Quartal 2010 für den Explosionsschutz-Experten erwartungsgemäß noch von einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld geprägt war.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) konnte in dem Zeitraum jedoch um 28 % auf 6,6 Mio. € gesteigert werden. Die Umsatzrendite kletterte damit auf 6,4 % nach 4,4 % für das Gesamtjahr 2009. Dies ist auf die erfolgreiche Umsetzung der bereits vor der Krise gestarteten Kosteneffizienzprogramme zurückzuführen.
In allen ausländischen Regionen konnte R. Stahl seinen Umsatz im Berichts-zeitraum steigern. In Amerika hat der Konzern ein Wachstum von 31 % realisiert. Dies ist auf den Zukauf der kanadischen Omega sowie auf operatives Wachstum in Kanada und Südamerika zurückzuführen. In der Region Asien/Pazifik stieg der Umsatz um 17 %.
Das Unternehmen ist nach wie vor solide finanziert: Das Eigenkapital deckt die langfristigen Vermögenswerte nahezu vollständig ab; die liquiden Mittel in Höhe von 25,3 Mio. € übersteigen die kurz- und langfristigen verzinslichen Finanz-schulden um 10,8 Mio. €.
Wachstum durch Akquisitionen
Drei neue Konzernteile gibt es seit dem zweiten Quartal 2010:
Die britische Clifford & Snell, ein Spezialist für Signalgeräte, wurde in Form eines Asset Deals übernommen. Mit den Produkten der Kölner Screen-Tec GmbH kann R. Stahl seine marktführende Position bei explosionsgeschützten Visualisierungssystemen weiter ausbauen. Um dem stark wachsenden südamerikanischen Markt Rechnung zu tragen, nahm im Juli die 100%ige Tochtergesellschaft R. Stahl do Brasil ihre Arbeit auf.
Mit Zuversicht ins zweite Halbjahr
Die Folgen der Wirtschaftskrise dürften im zweiten Halbjahr für R. Stahl über-wun¬den sein. Bei den wichtigsten Kundenbranchen sind die Projekte wieder ange¬laufen und ihre Auftragsbücher füllen sich. Der Vorstand ist deshalb zuversichtlich, dass nach dem Ende der üblichen Sommerpause Auftragseingang und Umsatz wieder ansteigen. Engpässe auf dem Beschaffungsmarkt könnten den Umsatz allerdings etwas dämpfen. Die Preissituation wird weiter angespannt bleiben. Durch die Optimierungsprogramme werden die Kosten im Griff gehalten, so dass bei steigendem Auftragseingang und Umsatz mit einer zusätzlichen Ergebniswirkung zu rechnen ist.
Das Management geht aus heutiger Sicht davon aus, für das Gesamtjahr 2010 einen Konzernumsatz von 210 bis 220 Mio. € und ein Ergebnis vor Steuern von 14 bis 15 Mio. € zu erreichen.










