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Individuelle Gehäuselösungen für Smart Energy

Bild 1. Spelsberg bietet Gehäuselösungen für eine Vielzahl von Anwendungen

Bild 1. Spelsberg bietet Gehäuselösungen für eine Vielzahl von Anwendungen

Bild 2. Dipl.-Ing. Utkun Coskun ist Spelsbergs Spezialist für smarte Lösungen

Bild 2. Dipl.-Ing. Utkun Coskun ist Spelsbergs Spezialist für smarte Lösungen

Bild 3. Bei Spelsberg werden Gehäuse nicht nur maßgeschneidert entwickelt, sondern auf Wunsch auch komplett montiert und anschlussfertig geliefert

Bild 3. Bei Spelsberg werden Gehäuse nicht nur maßgeschneidert entwickelt, sondern auf Wunsch auch komplett montiert und anschlussfertig geliefert

Bild 4.  Im eigenen Labor kann Spelsberg nicht nur nach VDE, sondern auch nach UL prüfen. Das spart bei Sonderlösungen Zeit und bietet Sicherheit für den internationalen Einsatz

Bild 4.  Im eigenen Labor kann Spelsberg nicht nur nach VDE, sondern auch nach UL prüfen. Das spart bei Sonderlösungen Zeit und bietet Sicherheit für den internationalen Einsatz

Je smarter die Lösungen, desto empfindlicher sind meistens die Komponenten, die im Hintergrund wirken. Jemand, der sich seit Jahrzehnten mit diesem Thema beschäftigt, ist die Firma Spelsberg. Hier entstehen smarte Gehäuselösungen für die Innovationen von morgen.

Ob Digitalisierung, Dezentralisierung, Big Data oder Smart Metering: Stets geht es um das Erfassen, Transportieren und Verarbeiten von Daten. Im Hintergrund verrichten Sensoren, Zähler, Router oder Gateways ihren Dienst, damit an zentraler Stelle jemand alle wichtigen Parameter im Griff hat und Energie- oder Lastmanagement zuverlässig funktionieren. All diese Peripheriekomponenten müssen irgendwo im Feld untergebracht werden. Manchmal sind sie hier Wind und Wetter ausgesetzt, manchmal rauen, staubigen Industrieumgebungen und manchmal droht Kondenswasser durch ständige Temperaturwechsel.
Die Anforderungen an Spezial­gehäuse werden damit immer anspruchsvoller. Bestimmte Formen oder Bauhöhen werden nötig, um beispielsweise Router sicher unterzubringen. Manchmal möchte man Sensoren oder Antennen in ungeschützter Umgebung montieren und an ein vorhandenes Bussystem anschließen und manchmal braucht man eine anschlussfertige Komplettlösung, die die Sensorik enthält und dafür sorgt, dass Messwerte beispielsweise über Powerline weitergeleitet werden.

Problemlöser mit breitem Sortiment
Für Anwendungsfälle wie diese gilt die Spelsberg heute national und international als Problemlöser (Bild 1). So gibt es dort alleine rund 5 000 Standardgehäuse ab Katalog, bei denen von der kleinen Anschlussdose bis zum Zählergehäuse alles in unterschiedlichen Schutzarten und robuster Industriequalität verfügbar ist. Damit hört die Leistungsfähigkeit des Gehäusespezialisten aber noch lange nicht auf: „Es kommt immer wieder vor, dass neue Technologien völlig neue Gehäuselösungen erforderlich machen“, erklärt Utkun Coskun (Bild 2), der sich im Hause Spelsberg vor allem dem Thema der smarten Technologien verschrieben hat. So suchen viele Energieversorger beispielsweise nach einfachen, leicht nachzurüstenden Lösungen, um Ortsnetze datentechnisch erfassen zu können.
Normalerweise könnte man sich aus der Fülle der am Markt verfügbaren Zulieferer alles, was man für so eine Lösung benötigt, zusammensuchen und alles selbst zusammenbauen. Genau hier liegt aber der springende Punkt: Die Nutzer müssen sich bei jedem einzelnen Hersteller informieren, welche Hardware für sie die Passende ist, alles bestellen, einbuchen, lagern, zusammenbauen, prüfen – „und genau diesen Aufwand um die eigentliche Lösung herum möchten viele unserer Kunden vermeiden“, ergänzt U. Coskun.

Maßgeschneiderte Bestückung der eigenen Gehäuse
Spelsberg bietet darum nicht nur die eigenen Gehäuse an, sondern entwickelt auch deren maßgeschneiderte Bestückung zusammen mit seinen Kunden. Hilfreich ist dabei das enge Herstellernetzwerk, in dem sich das Unternehmen bewegt. „Wir arbeiten eng mit anderen Marktführern im Bereich Elektrotechnik oder auch mit Herstellern von Zählern zusammen“, erklärt U. Coskun. „Auf diese Weise kennt man deren Produkte oft schon vor Markteinführung, hat Ansprechpartner bei den jeweiligen Firmen und kann viele Fragen auf dem kleinen Dienstweg klären. So fällt es leicht, gemeinsam für unseren Kunden die optimale Lösung zu finden.“
Dabei liefert der Gehäuseexperte nicht nur die komplette Hardware, sondern baut auf Wunsch alles in der eigenen Werkstatt zusammen (Bild 3). Damit erhalten Kunden ein geprüftes, anschlussfertiges Gesamtsystem mit allen Komponenten, die die jeweilige Applikation erfordert. Ob Gateway, Zähler oder Überspannungsschutz: Das, was der Kunde braucht, wird beschafft, nach geltenden Normen montiert und am Ende daraufhin geprüft, dass alle Komponenten reibungslos zusammenarbeiten und alles nach Plan funktioniert. „Unsere Fachleute im Werk kennen natürlich die aktuellen internationalen Normen bestens und wissen genau, worauf sie achten müssen“, ergänzt U. Coskun. Die VDE- und UL-akkreditierten Labore von Spelsberg runden die Kompetenz ab (Bild 4).

Partnerschaften mit Spezialisten
Zu den Partnern von Spelsberg gehören nicht nur Komponentenhersteller aus der klassischen Installationstechnik. Auch Experten für IT-Lösungen arbeiten eng mit dem Gehäusespezialisten zusammen. Die IDS GmbH aus Ettlingen hat sich beispielsweise auf Smart Grids spezialisiert und bietet in diesem Zusammenhang Lösungen und Expertise für Netzleittechnik, Fernwirktechnik sowie für Stationsautomatisierung und Schutztechnik.
Was für den Einsatz im Feld oft fehlt, sind die passenden Gehäuse. Hier kooperieren die beiden Unternehmen und holen einander immer dann ins Boot, wenn Know-how aus dem Bereich des Anderen gefragt ist. Die Realisierung erfolgt anschließend in der Werkstatt und in den Prüflaboren von Spelsberg. Das Endergebnis: zukunftsweisende Gesamtlösungen für den Markt, denn der Endkunde erhält alles aus einer Hand, hat nur einen Ansprechpartner und profitiert trotzdem vom Wissen und der Erfahrung der Experten aus verschiedenen Branchen.

Beispiel smarte Stadt
Die spanische Hafenstadt Santander gilt heute als erste echte Smart City der Welt. Schon 2009 fasste man dort den Entschluss, Informationstechnologien zu nutzen, um den Verkehr besser fließen zu lassen und infrastrukturelle Maßnahmen von der Müllabfuhr bis zur Bewässerung der ­Grünanlagen effizienter zu betreiben. So verteilte man mit Unterstützung von Universitäten und der EU-Kommission 20 000 Sensoren über die Stadt, versteckten sie im Boden, in Müllcontainern oder montierte sie an Bussen.
Die Sender und Antennen, die diese Daten weiterleiten, wurden an Hausfassaden oder Laternenmasten installiert. Alle anfallenden Messwerte werden zentral erfasst, ausgewertet und lenken beispielsweise den Verkehr durch die schmalen Straßen. Müllcontainer melden ihren Füllstand, damit sie zeitnah geleert werden und die Routen der Abfuhrfahrzeuge effizient geplant werden können. Sensoren erfassen, ob die Grünanlagen bewässert werden müssen. Straßenlaternen sind mit Präsenzmeldern gekoppelt und leuchten nur, wenn sich Menschen in ihrem Umfeld befinden. Und Bodensensoren registrieren das Magnetfeld von Autos, sodass freie Parkplätze sofort in einer Leitstelle sichtbar werden. Gibt es keine Parkplätze mehr, dann erfahren die Autofahrer das über LED-Anzeigen und kurven nicht sinnlos herum.
Um die Sensorik vor Wind und Wetter zu schützen und die Elektronik für die Weiterleitung der Daten sicher zu verpacken, setzten die Verantwortlichen auch auf die bewährte Gehäusetechnik aus Deutschland. So finden sich in Santander viele unterschiedliche Spelsberg-Produkte, die dafür sorgen, dass die Smart City reibungslos funktioniert.

Dipl.-Wirt.-Ing. Sonja Pfaff arbeitet als freie Autorin und hat sich auf technische Inhalte spezialisiert. sp@sonjapfaff.com

Dipl.-Wirt.-Ing. Sonja Pfaff arbeitet als freie Autorin und hat sich auf technische Inhalte spezialisiert. sp@sonjapfaff.com