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Namur: 550 Teilnehmer auf der Hauptsitzung in 2010

Mit einem neuen Teilnehmerrekord schloss die Namur-Hauptsitzung vom 11. bis 12. November 2010 in Bad Neuenahr. „Etwa 100 Teilnehmer kamen mehr als im letzten Jahr“, betonte Dr. Norbert Kuschnerus, Namur-Vorsitzender. Ebenso gab es auch noch nie eine so große Anzahl von Plenar- und Workshop-Beiträgen. Der Schwerpunkt der diesjährigen Veranstaltung lag bei der funktionalen Sicherheit. Auch der diesjährige Sponsor Hima Paul Hildebrandt GmbH + Co. KG aus Brühl zeigte sich sehr zufrieden mit seinem Auftritt. „Die Resonanz war gut“, unterstrich dies Steffen Philipp, geschäftsführender Gesellschafter von Hima.
Viel diskutiert wurde auch über das Thema Wireless in der Prozessautomation. Hier fordert die Namur (www.namur.de), dass sich Wireless Hart, ISA SP 100 und WIA-PA zu einem Standard zusammenfinden. Laut Martin Schwibach von der BASF SE aus Ludwigshafen ist dieser Standard Voraussetzung, dass die Namur-Mitglieder Wireless Automation in ihren Anlagen einsetzen. „Die Konvergenz ist die Grundlage für die Durchsetzung von Wireless“, stellte er heraus. Mit der Namur-Empfehlung 133 begleitet die Namur den Prozess der Konvergenz. Damit schneller Ergebnisse erzielt werden, würde die Namur auch auf die Namur auf die sonst übliche Forderung der Rückwärtskompatibilität verzichten. Dieses Zugeständnis begründet M. Schwibach mit der „geringen installierten Basis“ von Wireless-Applikationen in der Prozessautomation. Eine weitere wichtige Forderung in diesem Zusammenhang ist die Vereinheitlichung der Stromversorgung für Wireless Automation. „Unsere Instandhalter können nicht mit einem Rucksack voller Batterien durch die Anlagen laufen, um immer die entsprechende Stromversorgungslösung zur Verfügung zu haben“, so M. Schwibach aus dem Arbeitskreis 4.15 der Namur weiter.
Ein weiteres Thema war FDI. Hierzu referierte Michale Pelz von Clariant Produkte (D) GmbH über eine Umfrage des Arbeitskreises 2.6 der Namur unter Organisationen, System- und Geräteherstellern. „Die Rückmeldungen zeigen, dass FDI als zukünftige Geräteintegration angesehen wird“, so M. Pelz. Allerdings decken sich die kritischen Rückmeldungen insbesondere der Gerätehersteller mit den Bedenken der Anwender. Diese betreffen insbesondere die Befürchtung, dass zukünftig mit FDI nun noch ein dritter Standard unterstützt werden muss. „Die unterschiedlichen Interessen zwischen den Organisationen, System- und Geräteherstellern behindern die eigentliche technologische Weiterentwicklung massiv“, betont M. Pelz. Trotzdem bleibt es weiterhin Ziel der Namur, die Geräteintegration mit FDI als einheitliche stabile Standardschnittstelle zu etablieren.
Die nächste Namur-Hauptsitzung findet vom 10. bis 11. November 2011 wieder im Dorint-Park-Hotel in Bad Neuenahr statt. „Schwerpunktthema wird die Prozessleittechnik sein“, gab Dr. N. Kuschnerus bekannt. Als Sponsor steht ABB bereit.