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Symantec: Stuxnet-Wurm gegen Irans Atomprogramm gerichtet

Lange Zeit rätselten Experten, zu welchem Zweck der Stuxnet-Wurm entwickelt worden ist, dessen Schaffung Schätzungen zufolge Millionen von Entwicklungsgeldern verschlungen haben soll. Der Wurm ist äußerst komplex und daher ist es so schwierig, hinter den zielen zu kommen. Laut dem Sicherheitsexperten Langner (www.langner.com), der bereits sehr früh zu ersten Ergebnissen der Analyse kam (siehe auch hier), hat der Virus zwei Ziele gehabt: Dies sind Gaszentrifugen-Kaskaden zur Urananreicherung – der in Stuxnet für die Steuerung S7-315 enthaltene Schadcode manipuliert jeweils ein Array von bis zu 186 Antrieben – sowie eine Turbinensteuerung, wie sie im Kraftwerksbereich eingesetzt wird. Symantec hat nun eine 64-seitige Untersuchung veröffentlicht (siehe hier), die naheliegt, dass die Software das iranische Atomprogramm sabotieren sollte. Stuxnet hat laut Symantec auf mehr als 100000 Systeme infiziert, wird aber nur aktiv, wenn S7-Steuerungen auf Frequenzumrichter von Vacon bzw. des iranischen Herstellers Fararo Paya zugreifen. Diese müssen dann noch im Frequenzbereich zwischen 807 Hz und 1210 Hz arbeiten, so wie es in Urananreicherungsanlagen, um die Drehzahl der Zentrifugen konstant zu regeln, wie Symantec-Experten erklären. Angeblich soll hier nun der Virus ansetzen: Ziel der Schadsoftware es demnach, über eine längere Zeit die Frequenzen der Umrichter zu verändern. Dies hätte den Prozess in den Zentrifugen empfindlich gestört. In einem Bericht von Spiegel online (siehe hier) wird vermutet, dass die Aktion erfolgreich war, da “etwa ab August 2009 … die Zahl der betriebsbereiten Zentrifugen in Iran dramatisch” abnahm, “während gleichzeitig die Gesamtzahl an Zentrifugen erhöht wurde. Ein Hinweis darauf, dass es im iranischen Anreicherungsprozess sehr wohl Probleme mit den Zentrifugen gibt, die man zu beheben versucht, indem man einfach neue Zentrifugen neben unbrauchbar gewordene stellt.” Dennoch sei Stuxnets Mission eher gescheitert, da er zu früh entdeckt worden ist.