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Fachtagung Netzregelung und Systemführung

Bisher war die Stabilität des Netzes durch die thermischen Grenzen bestimmt – in Zukunft wird das dynamische Verhalten für die Systemstabilität eine immer wichtigere Rolle spielen. Die von der ETG und der GMA veranstaltete Fachtagung Netzregelung und Systemführung zeigt am 23. und 24. März 2011 in München die Bedeutung des dynamischen Verhaltens des Netzes auf. Unter anderem erörtern Experten dann welche Konsequenzen die fortschreitende Deregulierung und damit die Änderung des Systemverhaltens für die Erzeugung, die Übertragung und die Verteilung des Netzes haben.

Der erste Tag befasst sich mit dem Regel- und Führungsverhalten des Netzes und der Erzeugung. So zeigt der Anschluss der Türkei, dass das europäische Verbundsystem immer näher an die Grenzen eines synchronen Verbundes kommt. Zudem beeinflusst der weiterhin steigende Einsatz von regenerativen Quellen wie Wind, aber auch Photovoltaik, das dynamische Verhalten durch Veränderung des Schwingungsverhaltens nach Störungen, der Reservehaltung und des Kraftwerkeinsatzes. Daraus resultierende, geänderte Regelkonzepte in Deutschland und der Schweiz werden auf der Fachtagung diskutiert.
Die Einbindung von Windkraftanlagen in die Systemregelung wird in Zukunft immer wichtiger, um die Netzführung und die Reservehaltung sicher zu gewährleisten. Davon sind auch die konventionellen Kraftwerke betroffen. Neue operative Vorgaben beeinflussen auch das Verhalten der konventionellen Kraftwerke. Die neuen Anforderungen, und damit auch die Möglichkeiten neuer, konventioneller Kraftwerke werden am ersten Tag vorgestellt. Den Abschluss bildet das Thema solarthermische
Kraftwerke, um weitere Entwicklungstendenzen aufzuzeigen.

Der zweite Tag befasst sich mit der Netzführung und den Regelanforderungen von Übertragungs- und Verteilungsnetzen. Es werden unterschiedliche Maßnahmen zur Verbesserung des Systemverhaltens diskutiert. Der Einsatz von Pendelsperren wird beleuchtet und die Konsequenzen für den Netzschutz dargestellt. Die neuen Anforderungen an das Übertragungsnetz bei steigender regenerativer Einspeisung führen zum Einsatz neuer Betriebsmittel, wie Speicher und Gleichstromübertragung mit dem Umbau des Netzes zu einer hybriden AC/DC-Netzstruktur. Aber auch in den Verteilnetzen ändern sich die Strukturen. Regelaspekte im Niederspannungsnetz und Laststeuerung gewinnen ebenso an Bedeutung wie der Einsatz von Kleinspeichern. Der letzte Teil der Veranstaltung zeigt Maßnahmen zur Erhaltung der Energieversorgung auf.

Alle Fachleute von Herstellern, von Instituten und Hochschulen, von Kraftwerks- und Netzbetreibern, aber auch Politiker sind herzlich dazu eingeladen, über den Einfluss neuer Grenzen auf die Stabilität unseres Netzes und die neuen Herausforderungen für die Notwendigkeiten eines sicheren Netzbetriebs zu diskutieren.

Weitere Informationen zu der Veranstaltung un die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier.
Das Programm der Fachtagung als pdf