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07.11.2019

Analog Devices kauft Test Motors

Analog Devices (ADI), ein weltweit führendes Technologie-Unternehmen im Bereich Analog und Mixed Signal, kauft Test Motors und erweitert damit sein Angebot an zustandsbasierten Überwachungslösungen für Industrie 4.0. Das im spanischen Barcelona ansässige Unternehmen hat sich auf die vorausschauende Instandhaltung von Elektromotoren und Generatoren spezialisiert und betätigt sich als Anbieter von Produkten und Dienstleistungen, die Fehler in Elektromotoren erkennen, bevor sie sich schädlich auf die Produktionszyklen auswirken. Ergänzend werden Vorschläge gegeben, wie und wann die Fehler zu beheben sind.

Die Übernahme baut auf der 2018 erfolgten Akquisition der Firma Otosense durch Analog Devices auf. Dieses Start-up-Unternehmen entwickelte so genannte Sensing-Interpretation-Software mit der Fähigkeit, Klänge oder Vibrationen zu erlernen und zu erkennen und potenzielle Probleme in einer Maschine oder einem Auto zu identifizieren, bevor diese ein gravierendes Ausmaß erreichen. Die auf Sensing Interpretation spezialisierte KI-Plattform von Otosense ermöglicht die Überwachung beliebiger Anlagen unabhängig von deren Standort.

Analog Devices beabsichtigt die Kombination der Otosense-Software mit den Überwachungsfähigkeiten von Test Motors, um Lösungen zu realisieren, die eine erweiterte, ganzheitliche Momentaufnahme des Maschinenzustands liefern, indem sie ein umfangreicheres Spektrum potenzieller Ausfälle abdecken.

„Die Instandhaltung von Maschinen stützt sich in hohem Maße auf erfahrene Techniker und Ingenieure mit der Fähigkeit zur Detektierung und Diagnose von Problemen, die zu ungeplanten Stillständen führen können“, erläutert Kevin Carlin, Vice President der Automation and Energy Group bei Analog Devices. „Allerdings kann die Zahl der geschulten Fachleute nicht mit dem Bedarf Schritt halten, denn die Zahl der instand zuhaltenden Maschinen nimmt rapide zu. Getrieben durch die Übernahme von Test Motors und OtoSense, werden die zustandsbasierten Überwachungs-Applikationen von ADI das Problem des mangelnden Fachpersonals angehen. Hierzu wird den Kunden ein System zur Verfügung gestellt, das etwaige Anomalien umfassend und frühzeitig detektieren kann, sodass unerwartete und kostspielige Maschinenstillstände vermieden werden.“

Das Team von Test Motors wird in die Automation and Energy Group von ADI eingegliedert werden und als Key Technology Group operieren. Über die finanziellen Aspekte der Übernahme wurde nichts veröffentlicht.

„Wir sind überaus angetan davon, künftig zu Analog Devices zu gehören und mit den Experten des Unternehmens für industrielle Technik zusammenzuarbeiten“, erklärt Emili Valero, ehemaliger CEO von Test Motors. „Die Kombination unserer Technologie und unserer Expertise wird uns in die Lage versetzen, die nächste Generation zustandsbasierter Überwachungslösungen zu entwickeln. Diese ist dafür ausgelegt, die Lebensdauer von rotierenden, elektrischen und nichtelektrischen Maschinen in Produktionsanlagen deutlich zu verlängern und signifikante Kostensenkungen zu erzielen, von denen sowohl die Unternehmen als auch die Konsumenten profitieren.“

Die zustandsbasierten Überwachungslösungen von ADI
Bei der zustandsbasierten Überwachung geht es nicht nur um eine bestimmte Technologie. Es handelt sich vielmehr um eine systemorientierte Lösung, die nach einer Kombination aus Technologien und Lösungs-Überlegungen verlangt. Das Technologieportfolio von Analog Devices ermöglicht derartige Lösungen mithilfe bahnbrechender Entwicklungen im Bereich der MEMS-Sensoren (mikro-elektromechanische Systeme), der flexiblen Signalaufbereitungs- und Datenwandlungs-Technologien, der Verarbeitungs- und Kommunikations-Lösungen in Verbindung mit dem Power-Portfolio, woraus optimierte, drahtlose und leitungsgebundene Lösungen für die zustandsbasierte Überwachung resultieren. Das Zusammenführen dieser Technologie zu einer praxistauglichen Lösung setzt Fachwissen voraus, das anlagen- und anwendungsbezogene Kenntnisse sowie Aspekte des mechanischen Designs und der Zusatzausstattungen umfasst und außerdem nach der Fähigkeit verlangt, Informationen in Diagnose-Algorithmen zu verwandeln.