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E+H: neuer Rekord bei Patentanmeldungen

219 Patentanmeldungen und insgesamt sechs Auszeichnungen konnten die Erfinderinnen und Erfinder der Firmengruppe am elften Innovatorentreffen feiern. Das Pantheon Basel, das größte Oldtimer-Forum der Schweiz, bot dazu den entsprechenden Rahmen: Auf einer 250 m langen spiralförmigen Rampe sind zahlreiche Highlights der Automobilgeschichte ausgestellt. Und mitten drin, im Zentrum des Rundbaus, ging das elfte Innovatorentreffen über die Bühne. Mehr als 300 Erfinderinnen und Erfinder aus der ganzen Endress+Hauser-Gruppe (www.endress.com) kamen zusammen, um ihre Erfindungen zu präsentieren, Erfahrungen auszutauschen und natürlich um gemeinsam zu feiern.
„2010 war ein sehr gutes Jahr für Endress+Hauser, auch im Hinblick auf unsere Innovationskraft“, sagte Michael Ziesemer, stellvertretender Chef der Endress+Hauser Gruppe. „219 Erfindungen haben wir im letzten Jahr zum Patent angemeldet – das ist ein neuer Rekord.“ Die drei mit jeweils 15000 € dotierten „Patent Rights Incentive Awards“ für wirtschaftlich besonders relevante Patente gingen an Erfinder der Produktionsstätten Endress+Hauser Conducta, Endress+Hauser Flowtec und Endress+Hauser Maulburg. Die Urkunden und Trophäen überreichte Michael Ziesemer gemeinsam mit Firmenchef Klaus Endress.
Dietmar Spanke, Edgar Schmitt, Marc Baret und Yong Jin von Endress+Hauser Maulburg, der Produktionsstätte für Füllstand- und Druckmesstechnik, haben mit ihrer Erfindung die Messzuverlässigkeit von Radar-Füllstandmessgeräten erhöht. „Bei Füllstandmessungen mit Echoverfolgung galt bisher das stärkste Echo als Füllstandsecho“, erklärt Marc Baret. „Da in Tanks neben dem Medium aber auch Teile wie etwa ein Rührwerk ein Echo erzeugen, ist eine statische Entscheidung nicht immer richtig.“ Die vier Erfinder haben nun ein Verfahren entwickelt, bei dem alle Echos laufend aufgezeichnet und identifiziert werden. Die Entscheidung, welches Echo das Füllstandecho ist, wird dabei aus der Dynamik des Echos und bereits aufgezeichneten Werten bestimmt. Dadurch wird die Messzuverlässigkeit wesentlich erhöht.
Frank Voigt und Werner Wohlgemuth von Endress+Hauser Flowtec, dem Spezialisten für Durchflussmesstechnik, haben mit ihrer Erfindung die Messgenauigkeit von induktiven Durchflussmessgeräten optimiert. „Unsere Geräte sind in vielen Anwendungen starken Temperaturschwankungen des Mediums ausgesetzt. Damit das Messgerät während seiner ganzen Lebensdauer den Durchfluss exakt wiedergibt, muss die Geometrie des Messrohrs konstant und stabil sein“, erklärt Frank Voigt. Um dies zu gewährleisten, haben die beiden Erfinder die Konstruktion des Trägerrohrs und des offenporig gesinterten Bronze-Stützkörpers so verändert, dass wesentlich weniger temperaturbedingte Materialspannungen im Messrohr auftreten.
Dr. Torsten Pechstein, Dr. Hermann Straub und Dr. Detlev Wittmer von Endress+Hauser Conducta, dem Kompetenzzentrum für Flüssigkeitsanalyse, haben die Kalibrierbarkeit von Memosens pH-Sensoren bedeutend verbessert. „Uns ist es gelungen, im Halbleiterspeicher des pH-Sensors wesentliche Einsatz- und Kalibrierdaten abzulegen“, erklärt Detlev Wittmer. Durch diese Nutzung des Speicherchips sind Kalibrierverfahren im Labor und damit außerhalb der operativen Messstelle möglich. Das war bei pH-Sensoren bislang ausgeschlossen. Dies reduziert Stillstandszeiten der Anlage erheblich, erhöht die Qualität der durchgeführten Kalibrierung und ermöglicht darüber hinaus völlig neue Wartungskonzepte. „All dies führt bei Anwendern zu einer erheblichen Kostenersparnis, was Schlüsselkunden weltweit bestätigen“, so Detlev Wittmer.
Neben den Patent-Preisen wurden an der Veranstaltung zu ersten Mal auch herausragende Verbesserungen von Geschäftsprozessen ausgezeichnet. Die mit jeweils 10000 € dotierten „Process Innovation Awards“ gingen an Teams der Produktionsstätten Endress+Hauser Flowtec und Endress+Hauser Process Solutions sowie der Betriebstätte von Endress+Hauser Maulburg in Stahnsdorf bei Berlin.