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Glühende Innovationen

Bild 1. Das mobile induktive Erwärmungssystem Eldec Mico kann mit Rollen, Kranhaken oder Gabelstapleröffnungen sowie unterschiedlichen Arbeitsflächen konfiguriert und mit einer Vielzahl an Werkzeugen ausgerüstet werden

Bild 2. Das kompakte Komplettsystem Eldec Mind enthält die Energiequelle mit aktivem Kühlsystem sowie das Abschreckmittelsystem und ist über sein Terminal fernwartbar

Beim induktiven Erwärmen werden elektrisch leitende Materialien von einem magnetischen Wechselfeld durchdrungen, wobei durch Wirbelstromverluste gut kontrollierbare Wärme im Material entsteht. Diese Technologie kommt unter anderem beim Härten, Anlassen, Löten, Glühen und Schrumpfen zum Einsatz. Unter dem Slogan „Glühende Innovationen“ präsentiert Eldec Schwenk Induction seine effizienten Induktionserwärmungsanlagen. Mithilfe der robusten Terminals von Pro-face lassen sie sich flexibel bedienen und beobachten sowie komfortabel aus der Ferne warten und diagnostizieren.

Kernstück einer induktiven Erwärmungsanlage sind Mittel- bzw. Hochfrequenzgeneratoren, die die Ströme erzeugen, die in den Induktoren die Magnetfelder hervorrufen. Die patentierte Schaltungstechnologie von Eldec Schwenk Induction ermöglicht die gleichzeitige Ansteuerung des Induktors mit Mittel- und Hochfrequenz. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil einer solchen Anlage ist das Kühlsystem, um die Generatoren vor Überhitzung zu schützen und die Teile abzuschrecken. Generell besteht eine induktive Erwärmungsanlage aus einem Generator zur Wärmeerzeugung und einem Kühlsystem.
Bei der mobilen und modularen Baureihe Eldec Mico sind der Frequenzumrichter und das Kühlsystem in einem Gehäuse integriert (Bild 1). Die flexible Konstruktion zeigt sich bis in die Aufbauten der klappbaren Ausleger mit Parallelogramm-Kinematik, kurzen und langen Auslegern sowie in dem tragbaren und somit örtlich flexiblen Bedienterminal von Pro-face.

Durchdachtes Bedienkonzept
Um einen Generator kontrolliert anzuwenden müssen eine Vielzahl von Parametern eingegeben, geregelt, gesteuert und überwacht werden. Eine schnelle SPS übernimmt bei den Erwärmungsanlagen von Eldec die Steuerungs- und Regelaufgaben. Um sie effizient bedienen zu können kommen die intelligenten Touchscreen Bedienterminals der AGP-Serie von Pro-face zum Einsatz. Ausschlaggebend dafür, dass sich der Spezialist für hocheffiziente Induktionserwärmungstechnologie für diese Terminals entschied, war die robuste, kompakte Bauweise, die Verfügbarkeit unterschiedlichster Schnittstellen für die Kommunikation sowie die Leistungsfähigkeit der Projektierungssoftware GP-Pro EX.

„Dieses Entwicklungstool hat uns restlos überzeugt. Innerhalb kurzer Zeit waren wir in der Lage, unsere Bedienphilosophie in eine klare Menüstruktur umzusetzen und die erforderlichen Bildschirmmasken zu konfigurieren“, hebt Uli Schmidt, Elektrokonstrukteur und Softwareentwickler bei Eldec, hevor und ergänzt, „Die Treiber für die Anschaltung unserer externen SPS an das Terminal waren standardmäßig vorhanden und per Mausklick schnell eingebunden.“ Sämtliche Bedienfunktionen wurden auf das Terminal portiert. Dadurch konnten alle externen Bedien- und Anzeigeelemente entfallen. Aus einer umfangreichen Symbolbibliothek mit statischen und animierten Objekten lassen sich bedienerfreundliche Bildschirmmasken schnell generieren.

Anpassungsfähige Anzeige
Ein Feature der besonderen Art stellt die „Sichtbarkeitsanimation“ dar. Damit lassen sich Objekte in den Masken, abhängig vom Login-Level des Bedieners oder vom Maschinentyp, ein- bzw. ausblenden. Das reduziert die Projektierungszeit und vereinfacht die Menüstruktur der Bedienoberfläche.
Die an verschiedenen Anlagen eingesetzten Touchscreen-Terminals unterscheiden sich in der Bildschirmgröße. Mit der Funktion „Auflösungskonverter“ erfolgt die verlustfreie Anpassung der Bildschirmmasken an unterschiedliche Bildschirmgrößen und Auflösungen. Damit lassen sich einzelne Masken und komplette Projekte problemlos auf andere Touchscreen-Größen übertragen.

Weltweit verbunden
Ein wichtiger Aspekt beim weltweiten Vertrieb der induktiven Erwärmungsanlagen (Bild 2) ist die Ferndiagnose und Fernwartung. Auch hier punkten die Pro-face-Terminals. Über die serienmäßig vorhandene Ethernetschnittstelle erfolgt die Netzwerkverbindung und die Online-Projektierung mit GP-Pro EX. Wartungs- und Diagnosemasken werden nach Bedarf des Maschinenherstellers erstellt. Die ebenfalls vorhandene USB-Schnittstelle lässt sich so konfigurieren, dass sich beim Anschluss eines USB-Sticks eine Maske öffnet, die den Up- und den Download von Anwender- und Systemdaten auf den Stick ermöglicht. Die so gesicherten Daten lassen sich per E-Mail weltweit versenden.

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Autor: Johannes Mayer ist General Manager bei der Pro-face Deutschland GmbH in Solingen.