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2. Rittal Branchentag Schiff und See

Nach Einschätzung des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist trotz der anhaltend angespannten Lage auf den Märkten die Stimmung in den maritimen Branchen mittelfristig positiv. Im Rahmen des “2. Rittal Branchentag Schiff und See” in Hamburg zeigten Referenten aus Werften, Verbänden und der Zulieferindustrie auf, wie effiziente Planungsprozesse dem Schiffbau in den letzten Monaten geholfen haben, den konjunkturellen Sturm abzuwettern.
Auf Einladung des Systemanbieters Rittal (www.rittal.de) trafen sich in Hamburg die Fachleute aus Schiffbau und Zulieferindustrie. Im Mittelpunkt der Diskussion standen neue Möglichkeiten der Standardisierung in Konstruktion und Engineering. Mit “Rittal – Das System.” unterstützt das Unternehmen die Schiffbauindustrie über ein modulares Lösungsprogramm. Es integriert Engineering mit modernster Schaltschranktechnik, Stromverteilung und System-Klimatisierung sowie Software und Service – speziell für den Einsatz in allen Schiffstypen.
“Die Stimmung in der Industrie ist verhalten positiv”, so Hauke Schlegel, Geschäftsführer der VDMA-Arbeitsgemeinschaft Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie. Gut 67 % der deutschen Schiffbauer vermeldeten derzeit eine Zunahme der Aufträge aus dem Ausland. Für die Branchen gelte es, so H. Schlegel weiter, den erreichten Aufschwung durch Zukunftsinvestitionen zu stabilisieren: “Um ein nachhaltig gefestigtes Wachstum in den kommenden Jahren sicherzustellen, muss die Industrie weiter in Effizienzsteigerungen und Prozessinnovationen investieren.” Derzeit ist die deutsche Schiffbau- und Offshore-Zulieferindustrie weltweit Nummer Eins auf dem Markt.
Lösungen zur Minimierung von Konstruktions- und Planungsvorgängen helfen der Industrie vor allem bei der Einhaltung von Lieferterminen. Die Rittal Engineering Tools sind eine Suite aus Software-Werkzeugen zur Dimensionierung und Detailplanung komplexer Anlagenkonstruktionen. “In modernen Großschiffen”, so Jan-Henry Schall, Programm-Manager bei Rittal, “werden bis zu 1800 Schaltschränke verbaut. Der Einsatz der Rittal Engineering Tools verkürzt unter anderem die Zeit zur Bestimmung der optimalen Kühlleistung oder zur normgerechten Auslegung der Stromverteilung auf ein Minimum.”
“Gerade in Großprojekten wie dem Schiffbau kommt der Optimierung von Projektabläufen eine besondere Bedeutung zu”, sagte Jan Fleming von Eplan in Hamburg. “Vielfach sequenzielle Prozesse werden mit dem Eplan Engineering Center immer stärker parallelisiert.” Durch Erstellen eines mechatronischen Baukastens lässt sich die gesamte Projektdokumentation wie beispielsweise Angebote, 3D-Modelle, Schaltpläne und SPS-Programme automatisch generieren. In Folge steigt die Qualität der Dokumentation; gleichzeitig werden Engineering-Zeiten verkürzt.
Ein wesentlicher Anteil der Entwicklungskosten im Engineering entfällt auf das Verwalten und Finden von Kaufteilen. Alen Blechinger von der Cadenas GmbH erläuterte: “In einem komplexen Projekt kann der Engineering-Prozess durch eine einfache Suche und Integration von Komponenten substanziell verkürzt werden. Die Werften haben mit Cadenas eine Komponenteninitiative ins Leben gerufen, bei der Zulieferer wie Rittal den Werften ihre Produktspezifikationen und CAD-Daten einheitlich in Form eines Multi-CAD-Katalogs und in bester Qualität zur Verfügung stellen.”
Josef Zeilmann, Marine Application Engineer von MAN Diesel stellte am Beispiel eines Schiffmotors den Workflow der CAD-Datenmodelle und die Integration in den Cadenas-Katalog vor. Über ein “MAN Diesel Engine Viewer” genanntes System ist das Unternehmen in der Lage, Werften bei der individuellen und effizienten Planung von Maschinenräumen zu unterstützen.