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15.09.2011

Omron stellt eine neue Automatisierungsplattform vor

James Riley, Product Marketing Manager Software (links) und John van Hooijdonk, Marketing Manager Automation von Omron Europe B. V. stellten die neue Automatisierungsplattform Sysmac und den Machine Automation Controller der NJ-Serie vor

Die PC-basierte Maschinensteuerung Sysmac NJ

Sysmac Studio vereint Konfiguration, Programmierung, Simulation und Überwachung in einer Software

In seiner Niederlassung im niederländischen ´s-Hertogenbosch hat Omron die Markteinführung seiner neuen PC-basierten Automatisierungsplattform bekannt gegeben. Das All-in-One-Steuerungssystem Sysmac ermöglicht die Steuerung von Maschinen mit nur einer Steuerung, einer Software und einem Maschinennetzwerk. Die Europapremiere ist auf der SPS/IPC/Drives 2011 in Nürnberg.

Das Herzstück der leistungsstarken und robusten Automatisierungsplattform ist die neue Maschinensteuerung (Sysmac NJ), die Steuerung und Motion Control integriert und durchgängig vernetzbar ist. Sie hat einen 1,6-GHz-Intel-Prozessor und läuft mit einem Echtzeitbetriebssystem. Dadurch ist die Architektur flexibel, skalierbar und Software-orientiert. Zur Auswahl stehen CPU für die Ansteuerung von 16, 32 oder 64 Achsen. Bei Anwendungen mit bis zu 32 Achsen ist eine Ansprechzeit von weniger als 1 ms erreichbar. Dabei werden die SPS- und die Motion-Aufgaben nicht nur in einer CPU und in einem Programm, sondern auch in einem Task abgearbeitet. „Unsere Herausforderung war es, von den enormen Technologiesprüngen im Bereich der Standard-PC-Prozessoren zu profitieren und gleichzeitig die Qualität sowie die robuste Architektur der Omron-Industriesteuerungen beizubehalten,“ erläutert John van Hooijdonk, Marketing Manager Automation bei Omron Europe B. V..

Eine Software genügt
Der andere wesentliche Baustein der Plattform ist die neue Software Sysmac Studio. Sie ermöglicht die vollständige Kontrolle des Automatisierungssystems einschließlich Konfiguration, Programmierung, Simulation und Überwachung. Damit macht sie mehrere Programme für Konstruktion, Entwicklung und Programmprüfung überflüssig. Die Verwendung der Microsoft Windows Presentation Foundation (WPF) bietet Maschinenbauern weitere Anwendungsvorteile wie einfache Bedienung und schnelle Programmierung. Die Kommunikation erfolgt über Ethercat für Motion Control, Bildverarbeitung sowie die Steuerung von Sensoren und Aktoren.
Die Konfiguration über eine grafische Benutzeroberfläche ermöglicht die schnelle Einrichtung von Steuerung, Feldgeräten und Netzwerken. Die auf IEC-61131-3-Standard und PLCopen-Funktionsblöcken basierende Programmierung von Steuerung und Motion Control reduziert den Zeitaufwand für die Programmierung erheblich. Ein Smart-Editor mit Online-Debugging unterstützt den Anwender zusätzlich bei einer schnellen und fehlerfreien Programmierung. Zudem erleichtert die innovative Simulation von Steuerungsablauf und Motion Control sowie Datenprotokollierung und -aufzeichnung die Maschineninbetriebnahme und -einrichtung. James Riley, Product Marketing Manager Software bei Omron Europe B. V. führt dazu aus: “Durch die Verwendung der neuesten Microsoft-Technologie sind wir in der Lage ein neues Anwendererlebnis in der Maschinensteuerung zu bieten – sowohl bei der Konfiguration und der Programmierung als auch bei der Simulation der Maschine in 3-D.“

Nahtlose Integration
Der augenscheinlichste Vorteil des neuen Steuerungssystems ist die nahtlose Integration aller Kernkompetenzen von Omron in eine einzige Plattform. Maschinensteuerung und Motion Control sind nun in einem System vereint. Feldgeräte werden über ein Maschinennetzwerk gesteuert und mithilfe einer einzigen Software programmiert. Dank der neuen Architektur kann der Anwender seine Maschine mit nur einem System vollständig automatisieren, ohne in zusätzliche Prozessoren und Erweiterungen für Multiachssteuerungen investieren zu müssen.
Hardwaretechnisch ergänzen verschiedene bestehende Produkte die Sysmac-Familie. Dazu gehören die Servoantriebe G5, die Frequenzumrichter MX2, das Bildverarbeitungsystem FQ-M sowie die Remote-IO-Terminals der Serien GX und Smartslice. Sie sind alle via Ethercat vernetzbar. Omron entwickelt die Plattform sukzessive weiter. So ist für das nächste Jahr die Unterstützung von Safety-over-Ethercat geplant.