A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz
ETZ Logo VDE Verlag Logo

Steuerung und Visualisierung kleiner und mittlerer Maschinen

Bild 1. Die Kompaktsteuerungen basieren auf modernen ARM-Prozessoren

Bild 2. Panel-SPS übernehmen Steuerungs- und Visualisierungs-aufgabenen

Wie spannt man in der S7-Welt den Bogen zwischen den hohen technologischen Anforderungen und der Wirtschaftlichkeit speziell bei kleinen und mittleren Anwendungen? Eine Antwort auf diese Frage sollen die S7-kompatiblen Kompaktsteuerungen und Panel-SPS von Insevis liefern.

Energiesparende Prozessoren, TFT-Touchpanels, ein weiter Temperaturbereich von –20 °C bis 60 °C sowie eine hohe Technologiedichte und Kommunikationsfähigkeit in den kompakten Systemen sichern dem Endkunden einen Produktvorsprung. Dabei muss er sich nicht von seiner bestehenden und gewohnten Step7-Programmierumgebung lösen. Das System ergänzt damit die Siemens-S7-300-Welt.

Baukastensystem ermöglicht Step7-Programmierung
Die Geräte aus dem Baukastensystem von Insevis basieren auf modernen ARM-Controllern und einem Betriebssystem, das die Programmierung unter Step7 von Siemens oder kompatiblen Programmiersystemen erlaubt. Kombiniert mit verschiedenen Panels und zentraler oder dezentraler Peripherie wurde eine kompakte Produktreihe realisiert, die in robusten Metallgehäusen auch für raue Umgebungen einsatzfähig ist. Bereits die kleinste CPU Valueline bietet 512 kByte Arbeitsspeicher und 4 MByte für Visualisierungen. Die Schnittstellen CAN, Ethernet (CP343-Funktionalität) sowie RS-232 und RS-485 gehören zum Standard, Profibus DP ist optional nachrüstbar. Die Steuerungen können per freiem Ascii, DK3964, RK512, Modbus-RTU und -TCP, RFC1006, TCP/IP, Send/Receive via TCP und UDP sowie mit CAN-Telegrammen (11 Bit und 29 Bit) und CANopen-kompatiblen Protokollen kommunizieren. Weitere CPU sind zum Jahreswechsel angekündigt.

Ergänzt wird der Baukasten durch Panel-SPS, die Steuerungs- und Visualisierungsfunktionen in einem kompakten Gerät miteinander vereinen. Durch die integrierte CAN-Schnittstelle und Sonderfunktionen ergibt sich ein weiter Anwendungsbereich. Mit den TFT-Touchdisplays in IP65-dichten und kundenspezifisch anzupassenden Fronten in Diagonalen von 3,5 Zoll bis 10,2 Zoll sowie den Auflösungen von 320 × 240 Pixel bis 800 × 480 Pixel lassen sich komplexe Visualisierungen in hoher Qualität erstellen. Zusätzlich können über RFC1006 weitere PC-Visualisierungen, wie WinCC flexible, Zenon, Visam und Polymath, angebunden werden. Außerdem sind alle OPC-Server bedienbar, die über dieses Protokoll verfügen. So weit wie möglich kann man bei der Wartung auf Softwaretools verzichten. Updates von Anwenderprogrammen oder Datenportierungen kompletter Anlagen werden über eine handelsübliche Micro-SD-Karte geladen.
Durch modulare Peripherie- und Funktionsbaugruppen lassen sich vielfältige Anwendungen leicht realisieren. Dabei kennzeichnen sich die Steuerungen durch geringe Bautiefen, gut sichtbare Beschriftungsstreifen und verriegelbare Stecker in Federzugtechnik mit Auswurfhilfen. Schirmauflagen mit Zugentlastungen ermöglichen einen elektrisch und mechanisch sicheren Anschluss. Neben der Anwendung als SPS sind die Steuerungen auch als S7-Gateways zwischen den verschiedenen Feldbussen und oben genannten Protokollen geeignet, in denen bereits eine mit Step7 programmierbare intelligente Datenvorverarbeitung durchgeführt wird. Das ermöglicht mit geringem Aufwand eine Steigerung der Performance verbunden mit einer Entlastung der Kommunikation. Je nach Produkt kann die Gatewayfunktion direkt am systemeigenen Panel, über ein Netzwerk oder via Fernwartung parametriert werden.

Software für effizientes und offenes Projektieren
Neben der bekannten Programmierung unter Step7 stehen weitere Softwarepakete bereit, die einfach zu installieren und intuitiv auszuführen sind. Mit der Configstage erfolgt die Konfiguration und Parametrierung von Steuerung und Peripherie grafisch und praxisgerecht. Komplexe Kommunikationen können damit einfach und transparent parametriert werden. Die Einbindung dezentraler CAN-Peripherie ist ebenfalls übersichtlich und unkompliziert ausgeführt. Anwender ohne Vorwissen über die Kommunikationsroutinen beherrschen diese Anbindung auf Anhieb. Mit separaten Treibern können auch CANopen-konforme intelligente Antriebe komfortabel angesteuert werden, ohne die komplexen Bit-Modi im Einzelnen zu behandeln. Damit öffnet sich für den Anwender der direkte Zugang zur gesamten CAN-Peripheriewelt.

Mit dem Visualisierungstool Visustage lassen sich Funktionen, wie Trendaufzeichnung und -archivierung, Stör- und Betriebsmeldesysteme sowie -archivierungen, Passwortverwaltung, Mehrsprachigkeit und Rezeptverwaltung einfach realisieren. Die dabei entstehenden Datenmengen sind klein. Ein großer Vorteil ist die Simulation der Visualisierung mit der integrierten Software Simustage. Hier wird die Touchbedienung per Mauszeiger und die Anzeigen, Menüwechsel, usw. mit der Variablentabelle getestet. Ein Remotezugang auch für Netze mit geringem Datendurchsatz ermöglicht Remotestage von jedem PC aus. Hier werden nur die aktuellen Daten per TCP/IP von der SPS in den PC gesendet und dort in die Visualisierung eingebunden.
Das Baukastenprinzip macht es möglich, sämtliche Produkte aus wenigen Unterbaugruppen zusammenzustellen. Diese wurden umfangreichen externen Tests unterzogen, bevor sie in ausgewählten und zertifizierten Fertigungen hergestellt werden. Sind kundenspezifische Lösungen als Nachbauschutz oder wirtschaftlich ausgereizte Serienmodelle gewünscht, stehen dem Kunden die Entwicklungsteams mit langjähriger Erfahrung bei der Konstruktion und Realisierung von Kundenvarianten zur Verfügung.

Der Beitrag als pdf

Autor: Jörg Peters ist Geschäftsführer der Insevis GmbH in Erlangen.