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Kosten sparen beim Verladen

Bild 1. Tankschiffverladungen bieten ein immenses Potential zur Kosteneinsparung

Bild 2. Mit dem Vier-Rohr-Coriolis-Massemesssystem revolutioniert Endress+Hauser die Welt der Verlade­lösungen und Pipelinemessungen

Bild 3. Moderne Messanlage mit dem Proline Promass X für Floating Production Storage-Anlagen (FPSO)

Bei der Verladung von Tankschiffen lassen sich durch kürzere Verladezeiten und eine hochgenaue Mengen­erfassung immense Kosten sparen. Mit seinem Vier-Rohr Coriolis-Massemesssystem sorgt Endress+Hauser für eine Revolution in der Welt der Verladelösungen und Pipeline­messungen. Proline Promass X kombiniert hohe Genauigkeit und Prozessstabilität sowie Wartungsfreiheit mit großen Durchflussmengen und ermöglicht so die Realisierung von erheblichen Kosteneinsparungen.

Aufgrund der aktuellen Entwicklung der Ressourcenpreise, zum Beispiel von Rohöl und Erdgas, wird die Messgenauigkeit bei der Schiffsverladung immer wichtiger. Hier werden typischerweise 4 100 t pro Stunde oder 720 000 Barrel pro Tag in einer Rohrdimension von DN 350 verladen (Bild 1). Ein Messfehler von nur 1 %, der bei herkömmlichen Messsystemen nicht selten ist, verursacht bei solchen Anwendungen einen absoluten Messfehler von etwa 300 Barrel pro Stunde. Geht man von einem Barrelpreis von 110 $ aus, bedeutet das einen Messfehler von 33 000 $ pro Stunde. Bei einem mittelgroßen Tankschiff mit einem Fassungsvermögen von 200 000 Barrel und einer Verladedauer von ca. 6,5 Stunden ergibt sich dadurch ein Fehlbetrag von 220 000 $ – und das bei nur einem Schiff!

Messfehler von nur 0,05 %
Bei diesen Beträgen ist verständlich, dass die Betreiber und natürlich auch die Kunden die maximal mögliche Genauigkeit fordern. Diese Anforderungen erfüllt Proline Promass X von Endress+Hauser, der auch für den eichpflichtigen Verkehr zugelassen ist (Bild 2). Der Coriolis-Massedurchflussmesser im robusten Edelstahldesign (vollständig in 316L) wurde speziell für den Verladebetrieb im Hafen entwickelt. Er ermöglicht die Erfassung von Durchflussmengen bis 4 100 t pro Stunde mit einer Genauigkeit von 0,05 % vom Messwert.

Nicht leicht zu beeinflussen
Ein weiterer großer Vorteil von Coriolis-Massemesssystemen ist die direkte Massemessung. Sie macht die Umwandlung auf V15 bei Petroprodukten oder auf Normvolumen bei Gasen unnötig, sodass die bei Volumendurchflussmesssystemen notwendige Temperatur- und Druckkompensation entfällt. Dieser Punkt verbessert die Gesamtgenauigkeit zusätzlich und reduziert den Installationsaufwand. Zudem ist bei Flüssigkeiten die Messung von Mediumdichte und -temperatur, die beispielsweise zur Produktqualitätsüberwachung genutzt werden kann, möglich.
Wie von den bewährten Coriolis-Massemesssystemen von Endress+ Hauser gewohnt, hat auch Proline Promass X ein ausbalanciertes Messsystem, das immun gegen externe Einflüsse, wie Anlagenverspannungen und Vibrationen, ist. Die Messqualität wird auch bei wechselnden Prozessbedingungen und unterschiedlichen Produktviskositäten nicht beeinträchtigt. Selbst Gaseinschlüsse im Medium haben so gut wie keinen Einfluss auf die Messstabilität.

Wartungsarm und kompakt
Da Coriolis-Massemessysteme keine sich bewegende Bauteile benötigen und zudem unempfindlich gegenüber Verschmutzung sind, können Wartungskosten, die zum Beispiel durch wiederkehrende Filterreinigung und Lagerinstandsetzung bei mechanischen Durchflussmessgeräten entstehen, auf ein Minimum reduziert werden.
Trotz der hohen Leistungsfähigkeit zeichnet sich Proline Promass X durch seine Kompaktheit sowie den weiteren Vorteilen der Coriolis-Messtechnologie, wie keine notwendigen Ein- und Auslaufstrecken, aus. Beides ermöglicht eine platzsparende und kostengünstige Installation.

Umfassender Service
Endress+Hauser liefert natürlich nicht nur die notwendigen Komponenten, sondern übernimmt auch auf Wunsch das Engineering der kompletten Verladeanlage mit optimal aufeinander abgestimmten Komponenten, kümmert sich um die entsprechenden Eichzulassungen und realisiert in enger Zusammenarbeit mit dem Kunden und den Zulassungsbehörden die Inbetriebnahme und Eichung (Bild 3). Ein weiterer wichtiger Aspekt bei den eichamtlichen Verladeanlagen ist die europaweit gültige Messgeräterichtlinie (MID). Sie regelt nicht nur das Inverkehrbringen solcher eichfähigen Komplettsysteme, sondern hat auch einen großen Einfluss auf bereits bestehende Anlagen mit nationalen Zulassungen. Hier werden sich in nächster Zukunft Lieferprobleme von entsprechenden innerstaatlich zugelassenen Komponenten auftun. Dies kann sogar so weit führen, dass ganze Verladeanlagen außer Verkehr gezogen werden und durch neue ersetzt werden müssen. Hier unterstützt Endress+Hauser bei der Überprüfung der Anlagen, um frühzeitig die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, damit ein sicherer Verladebetrieb auch in Zukunft gewährleistet ist.

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Autor: Daniel Winter ist Produktmanager Durchflussmesstechnik bei der Endress+Hauser GmbH & Co. KG in Weil am Rhein.