A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz
ETZ Logo VDE Verlag Logo

Modularer Repeater für Profibus-Netzwerke

01  Ein Intelligenter und modularer Diagnose-Repeater bringt Struktur ins Profibus-Netzwerk

02  Die Bedienung und Visualisierung über die Web­ober­fläche ist komfortabel und praxisgerecht

Die Vorteile der Feldbustechnik gelten mittlerweile als bewiesen und nicht nur in der Fabrikautomation, sondern auch in der Prozess- und Verfahrenstechnik setzt sich beispielsweise die Profibus-Kommunikation immer mehr durch. Ungeplante Anlagenstillstände sind in beiden Bereichen nicht tolerierbar und eine Überwachung des Bussystems sollte daher obligatorisch sein. Ein modularer Profibus-Repeater hat bereits Funktionen für eine permanente Bus­diagnose integriert.

Mit der Produktreihe Inblox hat der Netzwerkspezialist Indu-Sol eine intelligente Automatisierungskomponente für Profibus-Netzwerke im Programm, die Repeater-Funktion und permanente Busdiagnose miteinander vereint (Bild 1). Zusätzliche Messtechnik für die Überwachung der Busqualität ist nicht mehr erforderlich. Der Anwender kennt somit die aktuelle Netzwerkqualität und Störungen lassen sich meist im Vorfeld vermeiden, was ungeplante Anlagenstillstände verhindert. Gleichzeitig wird das Bussystem überschaubar, weil sich mit den Repeater-Komponenten beliebig viele und beliebig kleine Segmente bilden lassen.

Segmentieren und analysieren
Die lückenlos aneinanderreihbare Kombination aus Kopfmodul und bis zu fünf Erweiterungsmodulen ermöglicht bis zu 25 galvanisch voneinander getrennte Bussegmente mit jeweils bis zu 32 Teilnehmern. In der Praxis bringt ein solch strukturierter Aufbau gleich mehrere Vorteile: Fehler lassen sich genau lokalisieren, im Wartungsfall muss nur ein Segment abgeschaltet werden; die restliche Anlage kann weiterlaufen und auch nachträgliche Erweiterungen sind einfach realisierbar.
Bei den logischen und physikalischen Diagnosefunktionen hat der Anwender unterschiedliche, beliebig miteinander kombinierbare Möglichkeiten. So können die Module je nach Ausführung die Signalqualität überwachen und den Telegrammverkehr analysieren. Letzteres gibt Auskunft über die Anzahl und Art von teilnehmerspezifischen Telegrammfehlern. Die Neuheit gegenüber bekannten Analysetools besteht darin, dass Alarmtrigger sowohl auf spezielle Ereignisse, wie fehlerhafte Telegramme, Telegrammwiederholungen und Neuanläufe von Teilnehmern, eingestellt werden können, aber auch Aussagen zu Sendequalität in Form von Flankensteilheit, Pegelhöhe und Einschwingverhalten getroffen werden können. Warnmeldungen werden rechtzeitig vor einem Ausfall ausgegeben, um den Ursachen von sporadisch auftretenden Fehlern schnell auf die Spur zu kommen. Mithilfe einer integrierten Oszilloskop-Funktion können Experten EMV-Störungen für jeden Teilnehmer anhand der Signalform ableiten.
Von der LED-Statusmeldung bis zur Fernwartung
Den aktuellen Buszustand erkennt der Anwender im einfachsten Fall anhand einer optischen LED-Anzeige. Potentialfreie Kontakte können Warnmeldungen auslösen. Beim Kopfmodul mit Webserver-Funktion und Ethernet-Schnittstelle lässt sich die Profibus-Diagnose komplett automatisieren: Netzwerkprotokolle, ein E-Mail-Versand im Fehlerfall und Fernzugriff sowie -wartung übers Internet sind möglich (Bild 2). (mh)

Der Beitrag als pdf

Autorinnen: Melanie Fiedler ist für Marketing & Vertrieb bei der Indu-Sol GmbH in Schmölln tätig.

Ellen-Christine Reiff ist Fachautorin im ­Redaktionsbüro ­Stutensee.