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Feldbusanbindung für Basisfrequenzumrichter

Bild 1. Über den „SBus“ ist der Basis-Frequenzumrichter Movitrac LTE-B an die Kommunikationswelt von SEW-Eurodrive angebunden

Bild 2. An dem Profibus-Gateway DFP21B können bis zu acht Umrichter betrieben werden

Vor über zwei Jahrzehnten revolutionierten Feldbusse die Automatisierungstechnik. Seither stellen sie den Standard für die Kommunikation komplexer technischer Systeme dar. Im Sinn eines strukturierten Gesamtkonzepts lohnt es sich auch, Basisumrichter für Pumpen- und Lüfteranwendungen mit einer Feldbusanbindung auszurüsten. So lassen sich zum Beispiel an ein Feldbus-Gateway von SEW-Eurodrive bis zu acht Frequenzumrichter anschließen – eine wirtschaftliche Alternative zu SPS-IO-Karten.

Seit den 80er Jahren befinden sich Feldbusse in der stetigen Weiterentwicklung. Viele Anwendungen lassen sich ohne strukturierte Konzepte nicht mehr sinnvoll realisieren. Darunter fällt auch die Feldbusanbindung für Frequenzumrichter.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Zwischen der Leitebene und dem Frequenzumrichter besteht eine ständige Kommunikation, sodass im Fehlerfall eine Diagnose über den Steuerungsrechner möglich ist. Außerdem lassen sich Prozessdaten, wie Steuerwort und Drehzahl, übertragen. Die Verdrahtungsarbeit wird so reduziert, denn über eine Busanbindung können Binäreingänge zur Bestimmung von Festdrehzahlen oder Analogeingänge zur Sollwertvorgabe entfallen. Zusätzlich ist die Einsparung von IO-Karten an der speicherprogrammierbaren Steuerung möglich.
Basisfrequenzumrichter finden sich in einfachen Anwendungen, wie Pumpen- und Lüftersteuerungen. Durch ihre kompakte und einfache Bauweise bilden sie eine sinnvolle Alternative zum ungeregelten Netzbetrieb und erschließen somit Energiesparpotenziale.

Digitale Funktionserfassung
Es stellt sich allerdings die Frage, warum sogar Basisfrequenzumrichter optional über einen Feldbusanschluss verfügen, wenn sie nur einfache Aufgaben erfüllen sollen? Die Antwort liegt darin begründet, dass das Gesamtkonzept einer Maschine oder Anlage meistens auf einer Struktur aufbaut. Diese ganzheitlichen Systeme ermöglichen es, alle funktionellen „Bausteine“ digital zu erfassen und im Störfall zu diagnostizieren. Im einfachsten Fall aber möchte der Anwender nur eine Drehzahl über sein Bedienfeld am Steuerungsrechner ändern. Sie kann über ein Prozessdatenwort innerhalb weniger Augenblicke an den Umrichter übertragen werden. Daher bietet es sich an, mit geringem technischen Mehraufwand eine Busanbindung im Umrichter zu implementieren und somit Flexibilität zu schaffen.

Gateways für alle Umrichter
SEW-Eurodrive setzt schon lange auf Frequenzumrichter mit Feldbusanbindung. Der Bruchsaler Spezialist in der Antriebsautomatisierung hat in seinem Produktportfolio Gateways für alle gängigen Feldbusse, wie Profibus, Ethercat und Ethernet IP. Über den SEW-internen Systembus „SBus“ lassen sich der Basisfrequenzumrichter Movitrac LT, der Standardumrichter Movitrac B , der Applikationsumrichter Movidrive B wie auch dezentrale Komponenten, zum Beispiel der Motor mit integriertem Umrichter Movimot, ansprechen (Bild 1). Im Basis-Frequenzumrichter Movitrac LTE-B ist standardmäßig der „SBus“ implementiert. Dabei können an einem Feldbus-Gateway bis zu acht Frequenzumrichter über die Prozessdaten betrieben werden (Bild 2). Die Produkte lassen sich im Netzwerk untereinander kombinieren, sodass eine strukturierte Projektierung möglich ist.

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Dipl.-Ing. (BA) Andreas Potzel ist in der Abteilung Engineering Geared Motors & AC Drives der SEW-Eurodrive GmbH & Co. KG in Bruchsal tätig.