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17.01.2014

Erstes Projekt der Innovationsallianz Photovoltaik abgeschlossen

Dr. Holger Neuhaus, Geschäftsführer der Solarworld-Forschungsgesellschaft: "Wir konnten die Leistung der Solarzellen um gut 17% steigern." (Quelle: "BSW-Solar/Innovationsallianz" )

Dr. Holger Neuhaus, Geschäftsführer der Solarworld-Forschungsgesellschaft: “Wir konnten die Leistung der Solarzellen um gut 17% steigern.” (Quelle: “BSW-Solar/Innovationsallianz” )

Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit hat der Forschungsverbund Sonne als erstes Projekt der Innovationsallianz Photovoltaik sein Vorhaben erfolgreich abgeschlossen. Zehn Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Anlagenbau und Materialherstellung sowie vier Forschungseinrichtungen hatten sich 2011 zusammengeschlossen, um gemeinsam hocheffiziente und kostengünstige Solarzellen und -module zu entwickeln. Als Ergebnis konnte die Leistung in der Pilotfertigung von heute üblichen 240 W bis 260 W dank der neuen PERC-Technologie auf 300 W gesteigert werden.

„Der TÜV Rheinland hat die Module der zweiten Generation mit einer Leistung von 306 W zertifiziert. Das stellt einen Weltrekord für PERC-Module im Standard-60-Zellenformat dar“, betonte Dr. Holger Neuhaus, Geschäftsführer der Solarworld-Forschungsgesellschaft. In der Produktion der Solarworld werden bereits PERC-Module der ersten Generation mit 265 W bis 275 W gefertigt. Dies reduziert die Systemkosten für die Kunden erheblich: Sie ernten auf geringerer Fläche dieselbe Energie und reduzieren zugleich die flächenabhängigen Kosten wie beispielsweise für die Installation.

Mit über 100 Mio. € Euro fördern das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der Innovationsallianz Photovoltaik seit 2010 Forschungs- und Entwicklungsvorhaben deutscher Solarunternehmen und Forschungseinrichtungen. Die deutsche Solarbranche plant im Gegenzug Investitionen in geschätzter fünffacher Größenordnung in die Umsetzung der Ergebnisse in Deutschland. Ziel ist es, die Forschungsanstrengungen im Bereich der Photovoltaik zu bündeln, die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu sichern und den Innovationsvorsprung deutscher Photovoltaik-Unternehmen weiter auszubauen. Aus Sicht der beiden Bundesministerien zeigt das Projekt Sonne eindrucksvoll, wie die enge Kooperation über Wertschöpfungsstufen schnelle Entwicklungszyklen vom Labor in die Fertigung möglich macht.

Die Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Solarbranche weltweit. Die neuen Fertigungsverfahren, die das deutsche Forscherteam entwickelt hat, werden bereits heute in der Produktion eingesetzt. Entwickelt wurden beispielsweise neue Glas-Glas-Solarmodule, deren Lebensdauer nochmals deutlich verlängert werden konnte. Die Leistungsgarantie für diese Qualitätsmodule „made in Germany“ konnte dank der Verbesserungen um fünf Jahre auf 30 Jahre verlängert werden. „Das nutzt der Umwelt und dem Geldbeutel, denn die verbesserten Solarmodule können länger und günstiger Strom produzieren“, so Neuhaus. Sie sind seit wenigen Monaten auf dem Markt. Die künftige Leistungssteigerung auf 300 W und die verbesserte Modulqualität durch die Glas-Glas-Technologie führen zu einer weiteren Reduktion der Photovoltaik-Stromkosten. „Das ist genau das, was wir brauchen. Wir müssen gemeinsam alle Potentiale erschließen, um Solarstrom immer kostengünstiger zu machen“, so H. Neuhaus.

Die dreijährige Entwicklungsarbeit im Projekt Sonne hat 21,5 Mio. € gekostet. Die Hälfte haben die Industriepartner und Forschungsinstitute übernommen.