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26.03.2014

Bilfinger Mauell sorgt für Sicherheit in Brasilien

Videowand mit Wetterdaten und Kamerabildern (OCR)

Videowand mit Wetterdaten und Kamerabildern (OCR)

Das Kontrollzentrum Operation Center Rio (OCR)

Das Kontrollzentrum Operation Center Rio (OCR)

Brasilien bereitet sich auf zwei Großereignisse vor – den FIFA World Cup 2014 und die Olympischen Spiele 2016 – und tut sehr viel für die Sicherheit der Gäste aus aller Welt. An allen Austragungsorten werden hochmoderne Sicherheitszentren eingerichtet. Die Sicherheitszentralen „Operation Center Rio“ (OCR) sowie das “Regional Integrated Command and Control Center” (RICCC) im Großraum Rio de Janeiro wurden bereits in Betrieb genommen. Die Visualisierungstechnik für mehr als 60 Kontrollräume an den Austragungsorten entwickelt und realisiert Bilfinger Mauell.

Für die Überwachung des Stadtgebiets von Rio wurde bereits im Dezember 2010 das OCR eingeweiht. Bilfinger Mauell stattete das Kontrollzentrum neben der Visualisierungssoftware ME Multiview X Omnium mit 80 46 Zoll großen LCD-Modulen im Situationsraum sowie 46 Zoll großen LCD-Modulen in einem speziell ausgerüsteten Krisenraum aus.
Das RICCC, die zentrale Stelle für die Überwachungszentren und Dienstleistungen der Landes- und Bundesbehörden ist seit Mai 2013 im Einsatz. Der eingerichtete Kontrollraum wurde mit einer 18 m langen und 5 m hohen Videowand ausgerüstet, insgesamt wurden 98 LCD Großformat-Anzeigen mit LED-Technik eingesetzt. In diesen hochmodernen Sicherheitszentralen im Großraum Rio de Janeiro werden alle Informationen gebündelt. Die bisher dezentral agierenden Kontrollzentren des Stadtgebiets und der Region wurden in ihren Funktionen zusammengeführt. Dadurch ist jetzt der gegenseitige Zugriff auf Informationen (Events, Kameras, Grafiken, Wetterkarten, Energieversorgung, usw.) möglich.

Dezentrale Informationen zentral zusammengefasst
Rund 1.000 Kameras überwachen die Innenstadt und das Stadtgebiet von Rio de Janeiro. Zusammen mit Daten zu Standorten verschiedenster Einsatzfahrzeuge (Polizei, Feuerwehr, Müllabfuhr), Informationen zur Verkehrsdichte, zum Wetter sowie zur Energieerzeugung werden die Kamerabilder in den Sicherheitszentren mithilfe der von Bilfinger Mauell entwickelten Visualisierungssoftware ME Multiview X Omnium und den Videowänden zentral dargestellt. Ziel ist es, das Sicherheitsmanagement zu verbessern. Hier laufen die sicherheitsrelevanten Informationen von 30 öffentlichen und privaten Organisationen zusammen. Alle Daten werden permanent 24 Stunden in Echtzeit übertragen, überwacht und ausgewertet. Die Auswertung und gemeinsame Nutzung der übertragenen Daten gewährleistet eine optimale Zusammenarbeit aller Organisationen. Die Informationstransparenz ermöglicht es, in Gefahrensituationen sofort reagieren zu können und im schlimmsten Fall den Einsatz von Notdiensten optimal zu koordinieren.

Zukunft City-Managementsysteme
Die Bündelung der Aktivitäten in einem Kontrollzentrum optimiert den Personaleinsatz und fördert die direkte Zusammenarbeit aller Institutionen. Kurze Entscheidungswege ermöglichen eine sofortige Reaktion auf ein entstandenes Ereignis. Weitere Kommunikationswege sind nicht mehr notwendig. Die Entscheidungen fallen aufgrund der in Echtzeit ermittelten Daten für die gerade eingetretene Situation.
Ideal wäre es, bestimmte Situationen schon im Vorfeld zu erkennen. Dazu sind allerdings Systeme notwendig, welche neben der Visualisierung eine Vielzahl von Daten erfassen und verarbeiten. Dabei helfen intelligente Rechnersystemen (Intelligent Operations Center). Sie erkennen kritische Situationen sowie technische Störungen aufgrund der intelligenten Auswertung aktueller und historischer Daten und bietet der Einsatzleitung Lösungen in Form von Verfahrensanweisungen an.

Fazit
Kontrollräume bilden die Schnittstelle zwischen Mensch und Prozess. Hier kommen Informationen zusammen, werden ausgewertet und Maßnahmen eingeleitet. Seit vielen Jahren sind Kontrollräume für unterschiedliche Anwendungen im Einsatz: Im Kraftwerksbereich, in Netzleitstellen, in Gebäudemanagement oder Verkehrszentralen, um nur einige zu nennen.
Mit der Weiterentwicklung der IP-Technologie in Verbindung mit modernen Visualisierungssystemen und der geeigneten Software, wird der Einsatz von Leitwarten auch im kommunalen Umfeld interessant. Hier kann eine Vielzahl unterschiedlichster Informationen aus Verwaltung, Einsatzplanung oder auch der Koordination kommunaler Dienste unkompliziert und in Echtzeit für ein verbessertes Einsatz- und Risikomanagement visuell gebündelt werden.