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23.05.2014

Trend zu Ethernet bei SPS-Systemen

Bekanntheitsgrad von SPS-Herstellern im Zeitverlauf

Bekanntheitsgrad von SPS-Herstellern im Zeitverlauf

Ethernet-Einsatz zur Anbindung an SPS-Systeme

Ethernet-Einsatz zur Anbindung an SPS-Systeme

Der Trend zu Ethernet hält weiter an. Während 2001 nur knapp jeder vierte Maschinenbauer angab, Ethernet zur Anbindung an SPS-Systeme einzusetzen, ist es heute mit 93 % in fast jedem Unternehmen zu finden. Derzeit ist noch TCP/IP das am meisten verbreitete Ethernet-Protokoll, zukünftig wird dies aber von Profinet abgelöst. Dies sind einige Ergebnisse der aktuellen unabhängigen Marktstudie SPS-Systeme, die von Dipl.-Betriebswirtin Michaela Rothhöft, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FH Südwestfalen, freiberuflich durchgeführt wurde.

Im Rahmen der Marktstudie SPS-Systeme, die durch den VDMA-Arbeitskreis Steuerungstechnik fachlich unterstützt wurde, gaben im Januar/Februar 2014 deutschlandweit fast 400 Maschinenbauer, Steuerungsbauer und Ingenieurbüros Auskunft über Kaufverhalten, technische Anforderungen und zu-künftige Entwicklungen im Bereich der SPS-Systeme.

Der Markt für SPS-Systeme wird in Deutschland weiterhin durch Siemens dominiert. Die Firma hat ihre überragende Stellung im Markt sowohl beim Bekanntheitsgrad als auch beim Kauf in den letzten Jahren weitgehend gehalten. Dahinter gibt es aber eine klare Tendenz weg von großen multinationalen Konzer-nen wie Mitsubishi, Schneider, Eaton, Omron, hin zu deutschsprachigen Unternehmen. Am bedeutend-sten sind hier weiterhin Beckhoff und B & R, deren starkes Wachstum der vergangenen Jahre sich aber mittlerweile verlangsamt hat. Aber auch Wago, Lenze und Phoenix Contact konnten Zuwächse verzeichnen. Diese Entwicklung zeigt, dass auch mittelständische Unternehmen durchaus gute Chancen haben, im Markt Erfolge zu erringen. Sie profilieren sich vor allem durch die Erfüllung der technischen Anforderungen ihrer Kunden aber auch durch gute Qualität.

Dabei sind die Ansprüche an die Technik hoch: So ist für 75 % Maschinenbauer die integrierte funktionale Sicherheit erforderlich. Hier zeigt sich ein deutlicher Trend weg von verdrahteten Sicherheitsrelais‘ hin zu Sicherheits- und Standard-SPS integriert sowie zu Sicherheits-Feldbussen / Ethernet-Protokollen. Auch die Hochsprachenprogrammierung, sowie die Funktionen „Anbindung an BDE/MES/ERP“ und „Webserver für Inbetriebnahme/Diagnose“ werden immer mehr verlangt.