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01 Eine Entstaubungsanlage muss fast immer kundenspezifisch angepasst werden

Individuelle Steuerungen für individuelle Filtersysteme

02 Bei der Ventilsteuerung HE 5731 lassen sich die Einstellungen über eine menülose Bedienoberfläche mit Folientasten vornehmen

03 Über Erweiterungsgeräte kann die HE 5731 bei Bedarf auf bis zu 64 Ventile zugreifen

04 Die Ventilsteuerung verfügt über Einzelventiltests, zyklische Reinigung, Nachreinigung und eignet sich als Gehäuseversion auch für den Einsatz in der Zone 22

Seit mehr als 25 Jahren entwickelt und fertigt FB Filter Bau individuell angepasste Entstaubungsfilter für die Industrie. Je nach Größe der Entstaubungsanlage werden an die Prozesssteuerung sehr unterschiedliche Anforderungen gestellt. Deswegen setzen die Ingenieure von FB hauptsächlich die flexibel erweiterbaren und benutzerfreundlichen Steuerungssysteme von Hesch Industrie-Elektronik ein.

Da kaum eine industrielle Anlage völlig identisch mit bestehenden Produktionsstätten ist, muss eine Entstaubungsanlage fast immer kundenspezifisch angepasst werden (Bild 1). Dabei hilft den Ingenieuren der FB Filter Bau GmbH die umfangreiche Erfahrung mit den unterschiedlichsten und vielfältigsten Staubproblemen. Mit den eingesetzten Hightech-Nadelfilzen und den vielfältig konfigurierbaren Steuerungen der Hesch Industrie-Elektronik GmbH lassen sich ökologisch und ökonomisch passgenaue Lösungen für die jeweilige spezielle Aufgabenstellung erreichen.

Kombinierbare Filterlösung
Das Lieferprogramm der FB Filter Bau umfasst druckluftabgereinigte Ovalschlauch-Filter, in denen die Filterschläuche wahlweise horizontal (Baureihe FSD) oder vertikal (Baureihe FWD) angeordnet werden können. Das ermöglicht eine gute Anpassung an die jeweiligen Staubeigenschaften und Räumlichkeiten. Um für jede Applikation eine passende Lösung anbieten zu können, wurde das Programm mit einer großen Anzahl von Standardelementen abgerundet, die auf viele Arten kombinierbar sind. Die Filter sind mit den Ventilsteuerungen HE 5731 von Hesch für Ventile mit DC 24 V und 1 A ausgerüstet (Bild 2). Diese können durch ihre einfache Programmierbarkeit schnell auf die jeweiligen Einsatzbedingungen angepasst werden. „Fast alle unserer individuell gefertigten Filteranlagen werden mit dieser Steuerung ausgestattet, und zwar schon, seit die Steuerung auf dem Markt ist“, betont FB-Geschäftsführer Jörg Kastning und erläutert gleich, warum man sich dafür entschieden hat: „Für uns sind die räumliche Trennung von Differenzdruckaufnehmer und Steuerung sowie die modulare Erweiterbarkeit der HE 5731 besonders wichtig. Dadurch können wir unsere unterschiedlichen, kundenspezifischen Anlagen jeweils mit der passgenauen Steuerung ausstatten.“

Konsequent benutzerfreundlich
Die HE 5731 kann bis zu 16 Magnetventile differenzdruck oder zeitabhängig steuern und bei Bedarf über Erweiterungsgeräte auf bis zu 64 Ventile zugreifen. Dabei wird die Ventilsteuerung einfach und intuitiv bedient. Sie entstand nach zahlreichen Gesprächen mit Kunden, in denen diese ihre Wünsche und Anforderungen einfließen ließen. Auch FB Filter Bau war schon während der Prototyping-Phase mit im Boot. Die Steuerung ist mit den 16 sequenziell aktivierten Ventil-Steuerungsausgängen für kleine und mittlere Staubfilteranlagen ausreichend dimensioniert sowie mit allen nötigen Funktionsmerkmalen ausgestattet. Die Einstellungen an der HE 5731 werden über eine menülose Bedienoberfläche mit Folientasten vorgenommen. Zwölf Leuchtdioden zeigen den jeweiligen Status an und dienen ebenso als Einstellhilfe. Der jeweilige Wert wird über eine dreistellige Digitalanzeige angegeben. Da Hesch die Tasten und Anzeigen mit einprägsamen Symbolen statt Text beschriftet hat, ist die Steuerung intuitiv zu bedienen und auch für Fremdsprachler sofort verständlich. Der aktuelle Differenzdruck wird zudem über eine selbsterklärende Wassersäulendarstellung angezeigt. Einmal parametriert, arbeitet die Ventilsteuerung eigenständig, sodass keinerlei Programmierkenntnisse beim Bediener erforderlich sind.

Individuelle Montage dank modularem Aufbau
Anders als bei den meisten anderen Ventilsteuerungen ist beim HE 5731 der Differenzdrucksensor nicht im Gerät integriert. Dies hat den Vorteil, dass die Ventilsteuerung an einem leicht zugänglichen Ort installiert und der Sensor dennoch an der idealen Stelle, meist am oberen Filterrand, angebracht werden kann. Zudem entfällt durch die räumliche Trennung von Gerät und Sensor die sonst übliche störanfällige Schlauchverbindung. Das Differenzdrucksignal wird stattdessen als (4…20 mA)-Signal übertragen. Die verwendeten Anschlussklemmen in schraubenloser Käfigzugfedertechnik erleichtern den Anschluss für Sensor, Ventilverkabelung sowie eventuelle Erweiterungen. Sollen mehr als 16 Ventile angesteuert werden, lassen sich standardmäßig bis zu drei Erweiterungen für je 16 weitere Ventile per RS-485-Verbindung an die Steuerung anschließen (Bild 3). Da Bedien- und Steuerungsteil des Geräts einzeln in separaten Gehäusen erhältlich sind, kann die Bedienung auch von entfernten Warten oder Steuerzentralen aus erfolgen. Ebenfalls lieferbar ist eine Geräteversion ohne Differenzdruckfunktion für eine reine Zeitsteuerung. Die HE 5731 aktiviert die Ventile (auch die der eventuellen Erweiterungen) sequenziell. Die einzelnen Ventile werden auf Überstrom und Unterbrechungen überwacht. Auftretende Fehler werden am Steuergerät über eine Leuchtdiode angezeigt. Für Wartung oder Fehlerdiagnose verfügt die Steuerung über eine Testfunktion der einzelnen Ventile. Alle Ventilsteuerungen sind mit Programmen für Einzelventiltests, zyklische Reinigung sowie Nachreinigung ausgestattet und können als Gehäuseversion auch in Zone 22 montiert werden (Bild 4). Mit der Leittechnik kommunizieren die Ventilsteuerungen entweder über digitale Ein- und Ausgänge, Profibus DP, Modbus oder teilweise auch über Ethernet TCP/IP. (no)

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Autor:
Dipl.-Ing. Werner Brandis ist Geschäftsführer bei der Hesch Industrie-Elektronik GmbH in Neustadt am Rübenberge. info@hesch.de