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01 Mit dem Aufkommen moderner Hardwaretechnologien, wie Smartphones und Tablet-PC, steigt auch im industriellen Umfeld die Nachfrage nach ergonomischen, intuitiven Bedien-, Interaktions- und Visualisierungskonzepten

Intuitive User Interfaces schaffen Potenziale

02 Zenon 7.11 bringt für Anwender aus der Pharmabranche unter anderem im Bereich der chargenbasierenden Produktion und Prozesssteuerung Verbesserungen

Ergonomisch gestaltete und intuitiv zu bedienende HMI-Lösungen leisten einen wertvollen Beitrag für mehr Effizienz und Produktivität in Industrie- und Fertigungsunternehmen. Usability ist ein bedeutender Erfolgsfaktor, um heute und in Zukunft wettbewerbsfähiger agieren zu können. Zudem stellen intuitive HMI mehr denn je ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Marktbegleitern dar. Copa-Data hat seine HMI/Scada-Lösung auf diese Anforderungen ausgerichtet.

Für Copa-Data bedeutet Ergonomie, Maschinen und Arbeitsvorgänge optimal an Menschen anzupassen und die Ergebnisse der Arbeit kontinuierlich zu verbessern – sei es in qualitativer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht: Mitarbeiter können mit einfachen und leicht verständlichen Lösungen effizienter arbeiten und sie sind an unterschiedlichen Stationen und Maschinen in der Produktion flexibel einsetzbar (Bild 1 und 2). Der Schulungs- und Einarbeitungsaufwand ist geringer, die Zahl der Fehlbedienungen sinkt. Ergonomie reduziert Komplexität, bringt Überblick und zeigt Verbesserungsmöglichkeiten auf. Aus diesem Grund arbeiten die Visualisierungsexperten seit vielen Jahren mit Fachleuten für Ergonomie und Usability zusammen, um mit ihrer Software Zenon die optimale Basis für intuitive Bedienoberflächen und Scada-Anwendungen zu schaffen.

Ergonomie und Usability weiter verbessert
Aktuelle Möglichkeiten der ergonomischen Interaktion und Bedienführung hat Copa-Data in der Version 7.11 von Zenon umgesetzt. Wie schon bei den Vorgängerversionen steht auch hier die Ergonomie im Mittelpunkt. Das bedeutet, dass bei der Implementierung neuer Funktionalitäten insbesondere Aspekte, wie Benutzerfreundlichkeit, Vereinfachung, Relevanz, Datenverfügbarkeit, Datenverdichtung, Performance-Steigerung und Effizienz, berücksichtigt wurden. Für weniger Projektierungsaufwand, mehr Flexibilität und bessere Übersicht sorgt der neue Bildtyp „Faceplate“. Damit lassen sich verschiedene Bildtypen, wie aktuelle Prozessdaten, eine Alarmmeldeliste und eine Rezepturverwaltung, in einer Schablone beliebig kombinieren. So werden dem Bediener mehr und unterschiedliche Informationen für eine Automatisierungskomponente parallel zur Verfügung gestellt. Dieselbe Schablone kann beliebig oft gestartet und mehrere Faceplates können in einem Bild aufgeschaltet werden. Auch die mehrfache Verwendung desselben Bildtyps in einem Faceplate ist möglich. Ergonomisches Arbeiten gewährleistet auch die vereinfachte Benutzerverwaltung in der Version 7.11. Benutzer aus der Windows-Domäne können nun direkt in der Runtime gewartet – angelegt, bearbeitet oder gelöscht – werden. Dadurch ist es möglich, alle HMI/Scada-relevanten Informationen in den Windows-Benutzerprofilen zu speichern. Auch zentrale Sicherheitsregeln und -vorgaben der Unternehmens- IT lassen sich auf diese Weise vollständig übernehmen.

Darüber hinaus können sich Anwender nun über ein Integrationsprojekt zentral für alle Projekte anmelden. Diese Neuerungen reduzieren den Projektier- und Administrationsaufwand. Um zentrale Engineering-Ansätze noch besser zu unterstützen, gibt es nun eine globale Symbolbibliothek. Im Unterschied zur herkömmlichen Symbolbibliothek können in dieser im Globalprojekt alle Inhalte geschützt, in Back-ups gespeichert und somit einfach zentral verteilt werden. Alle geladenen Projekte werden automatisch aktualisiert, sobald Änderungen an Elementen der globalen Symbolbibliothek vorgenommen werden. Anwender profitieren von Zeitersparnis und reduziertem Wartungsaufwand. Besonderes Augenmerk legten die Entwickler auch auf die automatische Datenverdichtung. Basis dieser Funktionalitäten ist eine Entlastung des Anwenders, sodass dieser sich auf seine Kernaufgaben konzentrieren kann. Die Version 7.11 bietet vorgefertigte Verdichtungsprofile für den Archivserver im Zenon-Editor, was den Projektanten bei seiner Entscheidung für eine der unzähligen Möglichkeiten einer gut funktionierenden Archivstruktur unterstützt. Auch Folgearchive werden automatisiert angelegt. Darüber hinaus können eigene Profile definiert und später wiederverwendet werden. Auch im laufenden Betrieb stellt Zenon mit Datenverdichtungsmechanismen ergonomische Hilfsmittel bereit. Bei Trendanzeigen wählt das System automatisch die passende Datenquelle für den aktuell eingestellten Zeitraum aus, um beste Datenqualität und Performance zu gewährleisten.

Mit Multitouch- und Mobility-Unterstützung
Neben diesen funktionalen Erweiterungen wird auch den Trends in Richtung Multitouch und Mobility in der neuen Zenon-Version weiter entsprochen. So wird mittlerweile bereits in der vierten Softwaregeneration native Multitouch-Unterstützung angeboten. Anwender der Multitouch-Technologie profitieren von einem optimalen Überblick am HMI sowie intuitiver Bedienung. Die Effizienz in der Bedienung der Maschinen und Anlagen steigt merklich. Gleichzeitig steigt die Bediensicherheit. Für sicherheitskritische Aktionen innerhalb bestimmter Anwendungen bietet die Zweihandbedienung beispielsweise ideale Voraussetzungen für ein bewusstes Handeln. Unbeabsichtigte Berührungen können keine Funktionen auslösen oder Werte verändern. Ebenso lässt sich das Login- Prozedere optimieren, da Anwender sich über ein gestenbasierendes Log-in authentifizieren und anmelden können. Auch Mobility ist ein wesentlicher Faktor für effizientes und wirtschaftliches Arbeiten. Produktionsverantwortliche und Manager können mit der Everywhere App by Zenon so mit ihrem Smartphone auf die Echtzeitdaten aus ihrem HMI/Scada-System zugreifen und sich einen optimalen Überblick über ihre Maschinen und Anlagen verschaffen: Sie können sich aktuelle Anlagenzustände, Produktionskennzahlen, Alarme oder Statusmeldungen jederzeit und überall auf ihrem Mobile Device anzeigen lassen. Die Werte werden in Form von Listen, mit grafischen Fortschrittsbalken oder mit dynamischen Tachoelementen dargestellt. (ih)

Neuerungen für die Prozessindustrie
Zu den Kernbranchen von Copa-Data zählen neben Automotive und Energy auch Food & Beverage sowie Pharma. Für die letztgenannten haben die Spezialisten bei ihrer aktuellen Version 7.11 von Zenon Verbesserungen für die chargenbasierte Produktion vorgenommen.
In der Regel werden mehrere Chargen parallel und auf unterschiedlichen Anlagenteilen produziert, was ein besonders hohes Maß an Flexibilität bei der Fertigung, Datenaufzeichnung und -auswertung erfordert. Einen Beitrag dazu leistet der erweiterte Chargenfilter. Dieser kann über mehrere Archive und anlagenübergreifend angewendet werden, sodass Anwender übersichtlich auf die nur für eine bestimmte Charge relevanten Daten zugreifen können. Für weniger Aufwand bei der Projektierung sorgt außerdem die Gruppierung von Grundfunktionen bei Rezepten im Modul Batch Control. Jeder Grundfunktion werden individuell konfigurierbare Fahrweisen zugeordnet, die von Zenon schrittweise ausgeführt werden. So besteht beispielsweise die Grundfunktion „Temperieren“ aus den Fahrweisen „Aufheizen“, „Temperatur halten“ und „Abkühlen“. In Vorgängerversionen war jeder einzelne Schritt als einzelne Grundfunktion zu konfigurieren. Eine zusätzliche Funktion in diesem Zusammenhang bieten die neuen Initialparameter. Diese werden zu Beginn einer Produktion abgesetzt und die Steuerung prüft, ob alles in Ordnung ist. Werden Hindernisse oder Schwachstellen eruiert, wird das Rezept nicht ausgeführt, um Fehler in der Produktion zu vermeiden. In der streng regulierten Pharmaindustrie ist es besonders wichtig, Abläufe nachvollziehbar zu gestalten und zu dokumentieren. Dieser Anforderung wird mit einer neuen Versionierung nachgekommen. Jedes Vorlagenrezept bekommt eine Versionsnummer, die auch auf die Filtermechanismen anwendbar ist. So wird sichergestellt, dass es immer nur eine freigegebene Version eines Rezepts gibt und diese in einer Fülle an Vorlagen auch einfacher auffindbar ist. Das vor allem in der Prozessindustrie viel verwendete Anlagenmodell lässt sich nun auch in der Zenon Runtime stärker nutzen. Über einen neuen Bildtyp kann das Anlagenmodell als Prozessbild visualisiert und zusätzlich mit Interaktionsmöglichkeiten ausgestattet werden. Jede Anlagenebene lässt sich mit einer beliebigen Funktion verknüpfen, sodass eine kontextbezogene Interaktion, zum Beispiel das Quittieren aller Alarme aus dem Anlagenmodell heraus, möglich wird.

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Autor:
Frank Hägele ist Sales Director der Copa-Data GmbH in Ottobrunn. frank.haegele@copadata.de