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Mit seinen Grafikterminals der Serie Panelview Plus 7 Standard bietet Rockwell Automation Maschinenbauern neue Optionen hinsichtlich Größe, Funktionsumfang und Konnektivität

Effizient visualisiert

Bart Nieuwborg, Product Manager Visualisation bei Rockwell Automation

Im Widescreenformat sind die Panelview-Plus-7-HMI in Größen von 4 Zoll bis 9 Zoll verfügbar

Um sein Midrange-Portfolio für den Maschinenbau abzurunden, hat Rockwell Automation kürzlich seine Panelview-Grafikterminals um die Variante Plus 7 erweitert. Im Gespräch mit der etz-Redaktion erläutert Bart Nieuwborg, Product Manager Visualisation von Rockwell Automation, was die neuen Geräte auszeichnet.

Warum braucht der Midrange-Bereich eine neue Panelview- Version?
B. Nieuwborg: Im Zeitalter von Industrie 4.0 und dem Internet der Dinge sind Werksleiter und Maschinenbediener vermehrt auf Maschinendaten und Konnektivität im vernetzten Unternehmen angewiesen. Grafikterminals wie Panelview ermöglichen es den Anwendern, die zunehmende Anzahl kritischer Daten zu überwachen und in Echtzeit reagieren zu können. Sie liefern ihnen bessere Einblicke in den Betrieb und erleichtern damit die Entscheidungsfindung.

Inwieweit unterscheidet sich die neue Serie von Panelview Plus 6?
B. Nieuwborg: Die erweiterte Version bietet neue Optionen hinsichtlich Größe, Funktionsumfang und Konnektivität. Außerdem verfügt sie über eine höhere Auflösung, damit Informationen schneller und einfacher überprüft werden können. Bei Panelview Plus 7 können Maschinenbauer Projekte auf einer SD-Karte speichern, um die Konfiguration mehrerer Maschinen effizienter zu gestalten. Auf diese Weise wird verhindert, dass das gleiche Projekt auf mehreren Maschinen immer neu konfiguriert werden muss. Zudem können Anwender auf Probleme schneller reagieren und proaktiv die Instandhaltung unterstützen, da sie Zugriff auf gespeicherte Diagnosen, einschließlich Benachrichtigungen, Alarme und Warnungen, haben. Außerdem sparen Maschinenbauer dank neuer Faceplates und Add-on-Befehle in der Code-Software-Bibliothek von Rockwell Automation viel bei der Entwicklung. Die Panelview-Plus-7-Standardterminals bieten mit dem Atex-Zertifikat Anschlussmöglichkeiten für eine Steuerung, bis zu 25 Bildschirme und 200 Alarme.

Warum sind die HMI generell Atex-geprüft? Wirkt sich das nicht auf den Preis aus?
B. Nieuwborg: Die Entscheidung Zertifikate für Atex Zone 2 und Atex Zone 22 in die Panelview-Plus-7-Standardserie zu integrieren, war der steigenden Marktnachfrage nach einer kosteneffektiven Atex-Lösung für Maschinenbauer geschuldet. Einige intelligente Design-Entscheidungen ermöglichen es uns, konkurrenzfähig zu bleiben und Atex-Vorschriften einzuhalten, ohne Kompromisse bei der Bedienbarkeit für Anwender und Techniker eingehen zu müssen.

In welchen Formaten und Auflösungen sind die Panels verfügbar?
B. Nieuwborg: Die Panelview-Plus-7-Standard-Bedieneroberfläche ist derzeit in Bildschirmgrößen von 4 Zoll bis 10 Zoll verfügbar. Zudem bieten wir Breitbandformate mit Bildschirmgrößen von 4 Zoll bis 9 Zoll für eine bessere Visualisierung. Ab dem Sommer 2015 wird die Panelview- Plus-7-Standardserie auch in Bildschirmgrößen von 12 Zoll und 14 Zoll erhältlich sein. Außerdem wird zu diesem Zeitpunkt auch die erweiterte Panelview-Plus-7-Performanceserie vorgestellt, die in Bildschirmgrößen von 7 Zoll bis 19 Zoll verfügbar sein wird.

Welche Touch-Technologie wird verwendet?
B. Nieuwborg: Die Panelview-Plus-7-Standard-Grafikterminals verwenden eine robuste, kosteneffektive und widerstandsfähige Touch-Technologie. Zusätzliche Ausführungen, die auf der Multitouch-Technologie basieren, sind für die Zukunft geplant.

Sie unterstreichen in ihrer Broschüre die mobilen Fähigkeiten der Geräte. Was ist darunter zu verstehen?
B. Nieuwborg: Derzeit etablieren sich Tablets und Smartphones als HMI-Plattform der nächsten Generation. In einem vernetzten Unternehmen sind Flexibilität und die Möglichkeit, schnell und von überall aus auf relevante Maschinendaten zuzugreifen, unverzichtbar. So profitieren Anlagenbetreiber von den mobilen Funktionen des Panelview Plus 7 Standard Terminals, da die Daten von überall in der Anlage mit einem Tablet, Smartphone oder einem anderen mobilen Gerät überwacht werden können. Eine VNC-Erweiterung (Virtual Network Computing) ermöglicht zudem die sichere Überwachung der Anlage aus der Ferne über ein mobiles Endgerät.

Bei der drahtlosen Kommunikation spielt Cyber Security eine große Rolle. Welche Sicherheitsmaßnahmen bieten Sie an?
B. Nieuwborg: Die Panelview-Plus-7-Plattform ist für die Benutzerauthentifizierung sowie die Zuweisung von Lese- und Schreibberechtigungen in die Factorytalk-Security- Plattform oder eine bestehende Windows-Domain-Sicherheit integrierbar. Entwickler können mit der Factorytalk-Viewpoint-Plattform individuelle Accounts erstellen. Ebenso können die vorhandenen Windows-Benutzer und -Gruppen genutzt und Zugriffsrechte speziell für Remote- Benutzer definiert werden.

Ist auch eine tragbare Variante geplant?
B. Nieuwborg: Eine mobile HMI-Lösung wird noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Das Mobileview-Grafikterminal enthält Safety-Funktionen wie einen Not-Aus- Taster. Wegen dieser Sicherheitsfunktionen ist das Terminal mit einem robusten Kabel angeschlossen, da eine ununterbrochene Verfügbarkeit gewährleistet werden muss. Diese Produktlinie wird in diversen Varianten, wie einem 10-Zoll- Breitbild-Touch-Display, verfügbar sein. Die HMI-Applikation von Mobileview wird – wie die Panelview-Plus-7- Grafikterminals – auch mit der Entwicklungssoftware Factorytalk ME Studio programmiert. Der Hauptvorteil für Maschinenbauer und Endverbraucher, aber auch für Entwickler und Bediener ist die Vereinheitlichung der HMI-Nutzererfahrung. Unabhängig vom Formfaktor haben sie die gleiche Anwendungsumgebung. (no)

Text: Frank Nolte

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