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15.06.2016

Breites Angebot rund um den Robocup

Der Robocup ist das Treffen der Wissenschaftselite rund um Robotik und Künstliche Intelligenz. Vom 30. Juni bis 4. Juli treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt in Leipzig, um aktuelle Entwicklungsstände der Robotik darzulegen. Neben den spannenden Wettkämpfen wartet auf die Besucher und Teilnehmer ein umfassendes Rahmenprogramm.

Mitmachen und ausprobieren: Das ist die Devise verschiedener Workshops. So lädt noDNA (Halle 2, A19), Vertriebspartner von SoftBank Robotics, dazu ein, den bekannten Nao-Roboter in einstündigen Workshops kennenzulernen und erste Schritte der Programmierung umzusetzen. Zugleich wird mit Hilfe kleiner Spiele der Serviceroboter Pepper vorgestellt. Auf Kinder und Jugendliche wartet der Spaßroboter Brushbot. Dieser kann vor Ort selbst gebaut und ausprobiert werden. Festo hat das Ausbildungs- und Forschungssystem Robotino im Gepäck, welches dank modularen Aufbaus, geringer Größe und hoher Flexibilität auch für Einsteiger perfekt geeignet ist. In Workshops im CCL (30. Juni bis 2. Juli, 11 und 14 Uhr sowie 3. Juli, 10 und 13 Uhr) erhalten Besucher spielerisch Einblick in die Technologie der Mobilen Robotik. Eine Anmeldung ist vorab auf der Website www.robocup2016.org notwendig. Zum Wettstreit zwischen Mensch und Maschine lädt KUKA (Halle 4, A24) ein. Besucher sind aufgefordert, mit einem Gamepad die Kontrolle über den Lehrroboter youBot zu übernehmen und eine einfache Handhabungsaufgabe – zum Beispiel das Einsammeln von Gummibärchen – zu erledigen. In einem parallelen Applikationsfeld löst der youBot dieselbe Aufgabe mit Hilfe seiner Sensoren autonom. So entsteht ein spannender Wettstreit zwischen Mensch und Maschine. Der LEGO Mindstorm Roboter ist Zentrum des Workshops von Hands on Technology (CCL, Ebene +2, Vortragsraum 11). Der Verein lädt am Freitag, dem 1. Juli, dazu ein, daraus den ersten Roboter zu bauen und zu programmieren. Am Ende des dreistündigen Workshops treten die neuen Roboterfreunde zu kleinen Wettbewerben gegeneinander an. Eine Anmeldung ist vorab per Mail an info@hands-on-technology.org notwendig.

Aktivitäten für groß und klein
Für 160 Kinder und Jugendliche öffnet drei Tage lang das RoboCamp, für das sich Kinder, Jugendliche und Familien bis Ende Mai bewerben konnten. Vom 30. Juni bis 2. Juli konstruieren die Teilnehmer in Viererteams ihren ersten eigenen Roboter und lassen diesen anschließend in ersten Wettbewerben antreten. Das RoboCamp wird von der IHK zu Leipzig veranstaltet und ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen Verankerung der Förderung von MINT-Nachwuchs in der Region Leipzig.
Der Robocup verspricht nicht nur Höchstleistungen für den Kopf, im Outdoor Areal können Teilnehmer und Besucher sich richtig austoben. Im übergroßen Menschenkicker werden Besucher selbst zu Fußballstars. Gleichgewicht ist beim Rodeo oder Segway gefragt. Ballkünstler beweisen sich beim Basketball, Tischtennis, Torwandschießen oder Beachvolleyball. Für den passenden Rahmen und das echte Sommergefühl sorgen die Beats des DJs und kühle Getränke.
Junge Frauen stehen auch im Fokus des „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e. V.“. Unter dem Titel „MI(N)Tmachen mit dem Girls Day“ vom 30. Juni bis 3. Juli (Halle 2, C04) bietet der Verein Experimente und Mitmachangebote an, die die Faszination der Robotik aufzeigen.

Recruiting-Angebote und Workshops für Lehrer
Umfassende Entwicklungs- und Forschungsarbeiten kennzeichnen die Robotikbranche. Gerade für junge Arbeitnehmer bieten sich damit spannende Jobmöglichkeiten. Jugendliche und Studenten können ihren Arbeitgeber von morgen in der begleitenden MINT-Ausstellung treffen. Hier präsentieren sich unter anderem mit Festo, Siemens, Kinova oder noDNA die Marktführer der Branche und freuen sich auf Gespräche mit potenziellen Arbeitnehmern. Ein besonderes Highlight der Recruiting-Ausstellung ist das Forum „Recruiting for Mobility 4.0“ (CCL, Forum Mobiltiy 4.0) am 1. und 2. Juli. Unternehmen zeigen in spannenden Vorträgen und Diskussionen die enge Verbindung von Robotik und Mobilität auf. Speziell für junge Frauen findet am Samstag, dem 2. Juli, eine eigene Veranstaltungsreihe statt. Impulsvorträge demonstrieren die Entwicklungsmöglichkeiten des spannenden Wirtschaftszweigs. Informationen zum Forum unter www.recruitingformobility.com.
An Lehrer aus den Fächern Informatik, Technik und Computer richtet sich der von der Wirtschaftsförderung Sachsen organisierte Workshop „Den weltbesten Roboter-Fußballern auf die Füße geschaut“ (CCL, Ebene 0, Bankettraum 2). Zum Einstieg erfahren Lehrer, wie einfach Roboter programmiert werden können. Anschließend werden die Wettbewerbsregularien von RoboCup Junior mit dem Ziel vorgestellt, mehr Klassen und Arbeitsgruppen für eine Teilnahme künftiger Wettbewerbe zu begeistern. Eine Voranmeldung ist vorab notwendig, mehr Infos dazu unter: http://robocup2016.org/de/events/fachprogramm/

Amazon-Picking-Challenge sowie Posterausstellung zur Entwicklung der Logistik
Erstmals findet parallel zum Robocup die Amazon Picking Challenge statt. Bei diesem internationalen Wettbewerb müssen Roboter innerhalb von 20 Minuten selbständig viele unterschiedliche Objekte korrekt erkennen, aus dem Regal greifen und sie in Boxen ablegen – natürlich ohne die Produkte zu beschädigen. Für diesen für Menschen scheinbar einfachen Vorgang werden enorme visuelle, taktile und haptische Roboterfähigkeiten benötigt. Der Wettbewerb fand 2015 erstmals in Seattle statt. In diesem Jahr treten 16 Teams aus aller Welt in Leipzig an. Die Amazon Picking Challenge ist eine ideale Ergänzung zu den Anwendungsligen des Robocup. Weitere Infos unter amazonpickingchallenge.org
„Innovationen sind unsere DNA”: Unter diesem wegweisenden Titel legt Amazon in einer Posterausstellung (Halle 4, B04) die Bedeutung von Technologie und Innovation für die Logistik und Amazons europäisches Liefernetzwerk dar. Konkrete Beispiele aus den Prozessen in den Logistikzentren und zum Einsatz von Robotik zeigen, wo Technologie Mitarbeiter unterstützt, wie sich daraus die Berufsbilder in der Logistik erweitern und wie Kunden davon profitieren.

Intelligente Haushaltsroboter
Seit 2006 bietet die Liga RoboCup@Home einen aktuellen Überblick über den Forschungsstand der intelligenter Haushaltsroboter mit komplexen Unterstützungs- und Kommunikationsfähigkeiten. Ab 2017 wird die eine neue Liga initiiert. Während beim bisherigen Wettbewerb Hard- und Software frei wählbar sind, kommt in der RoboCup@Home Standard Platform Liga künftig eine einheitliche Hardware zum Einsatz. Allein die Qualität der Softwareentwicklung entscheidet über die besseren Fähigkeiten der Roboter. Dadurch wird einerseits eine bessere Vergleichbarkeit der Algorithmen ermöglicht. Andererseits wird dadurch der Austausch von Softwaremodulen erheblich vereinfacht und der Gesamtfortschritt beschleunigt. Am 1. Juli präsentieren sich von 14:00 bis 15.30 Uhr die aus einem starken Bewerberfeld ausgewählten sechs internationale Unternehmen mit ihren Prototypen in der RoboCup@Home-Wettbewerbsarena (Halle 4).

Treffen der nationalen und internationalen Wissenschaftselite
Für Wissenschaftler und Fachexperten bietet der Robocup die beste Möglichkeit, sich mit Kollegen in Fachvorträgen und Symposien auszutauschen. Vom 29. Juni bis 1. Juli öffnet das 9. IFAC Symposium zu autonomen intelligenten Fahrzeugen (CCL, Ebene +2, Saal 4). Parallel lädt die Deutsche Gesellschaft für Robotik zu den DGR-Days sowie dem DGR Round-Table (CCL, Ebene + 2, Vortragsraum 10) zum Austausch ein. Unter dem Motto „Auf dem Weg zur digitalen Industrie – Robotik und Automation in der Praxis“ findet am 30. Juni der 2. Industriedialog Ost der IHK (CCL, Ebene +2, Vortragsraum 11) statt. Im Fokus des Netzwerktreffens stehen die aktuellen Entwicklungen in den Bereichen Automatisierung und Digitalisierung. Das Robotics Future Forum (CCL, Ebene +2, Vortragsraum 12) findet vom 30. Juni bis 3. Juli statt. Hier werden Zukunftsperspektiven der europäischen Robotikwettbewerbe aufgezeigt. Eine Anmeldung und Teilnehmerregistrierung ist bei fast allen Symposien und Vorträgen vorab notwendig, Informationen dazu sowie zum detaillierten Programm finden Besucher unter www.robocup2016.org/de/events/fachprogramm.
Morse16 (Model-Based Robot Software Engineering): So nennt sich eine systematische Vorgehensweise, die Modelle für die Entwicklung, Evolution und Benutzung auf Standardplattformen als Grundlage nutzt. Im Rahmen des Robocup lädt ein Workshop am 1. Juli (CCL, Ebene +2, Vortragsraum 9) Forscher aus den Bereichen Robotik und Software Engineering dazu ein, ein neues Paradigma zu entwickeln, um Software und Systeme modellbasiert umzusetzen. Weitere Infos unter http://st.inf.tu-dresden.de/MORSE16/