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M12-Steckverbinder – gerade oder gewinkelt, A-, D- oder X-codiert

01  Zur Innotrans im September erweitert Harting seine Slim-Design-Steckverbinderreihe um eine gewinkelte Variante sowie die Push-Pull-Verriegelungstechnik

01  Zur Innotrans im September erweitert Harting seine Slim-Design-Steckverbinderreihe um eine gewinkelte Variante sowie die Push-Pull-Verriegelungstechnik

02  M12-Steckverbinder mit Push-Pull-Verriegelung

02  M12-Steckverbinder mit Push-Pull-Verriegelung

03  Das M12-Slim-Design mit Schraubverriegelung

03  Das M12-Slim-Design mit Schraubverriegelung

Steckverbinder sind in vielen Varianten, Größen und Codierungen am Markt verfügbar. Und trotzdem gibt es noch immer Optimierungspotenzial. So erweitert Harting beispielsweise zur Innotrans seine schlanken M12-Steckverbinder um eine gewinkelte Variante. Außerdem wird ab September die Push-Pull-Verriegelungstechnik bei dieser Serie für alle drei Codierungen als Stift- und Buchsenversion angeboten. Damit sind die robusten und platzsparenden Steckverbinder noch einfacher in der Handhabung.

Der M12-Steckverbinder hat sich als Standard in der ­Industrie, in der Automation und im Bereich Bahntechnik etabliert. Aber auch gesetzte Standards müssen stets geprüft und im gegebenen Fall verbessert werden. Deshalb hat ­Harting bereits 2014 den feldkonfektionierbaren M12-Steckverbinder verkleinert und in der schlanken Slim-­Design-Serie neu aufgelegt. Nach und nach wurde die Steck­ver­binderfamilie ausgebaut und um immer mehr Varianten in einem platzsparenden und robusten Gehäuse erweitert.
Zur kommenden Innotrans im September in Berlin wird es weitere Neuerungen und damit die Vervollständigung der Serie geben. Zum jetzigen Zeitpunkt ist der M12-Slim-­Design bereits in geradem Gehäuse mit Schraubverriegelung als Stift- und Buchsenversion in den Codierungen A, D und X erhältlich. Ab der Messe wird zusätzlich die Push-Pull-Verriegelungstechnik in allen Codierungen als Stift- und Buchsenversion zur Verfügung stehen. Bisher war lediglich die Stiftvariante erhältlich. Die neue Verriegelungstechnik ermöglicht das schnelle Stecken und Verrasten des Steckverbinders und sig­nalisiert dem Benutzer durch ein akustisches Klicken den ordnungsgemäßen Anschluss. Damit erhält der Anwender eine direkte Rückmeldung; Montagewerkzeug ist nicht erforderlich. Zudem müssen keine Anzugsmomente überprüft werden.
Für Kunden, die eine Schraubverriegelung benötigen oder bevorzugen, hat Harting nun diese Versionen robuster ausgelegt, als es der Standard für M12-Steckverbinder ­vorsieht. Hier wird der Wert für das Drehmoment mit 0,6 Nm angegeben. Ist jedoch zur Montage im Feld kein Drehmomentschlüssel zur Hand, kann der Steckverbinder nun auch ohne einen solchen sicher angeschlossen werden. Dabei läuft der Anwender nicht Gefahr, das Gewinde durch ein zu ­hohes Anzugsmoment zu beschädigen.

Um die Ecke gedacht?
Um auch in engen Schaltschränken und Gehäusen einen sicheren und platzsparenden Anschluss über M12 sicherstellen zu können, gibt es den Slim Design bald auch in einer gewinkelten Version. Zur Messe wird Harting Prototypen der abgewinkelten Gehäuseform mit Push-Pull-Verriegelung vorstellen. Sie soll das kompakte Design weiter unterstützen und in beengten Platzverhältnissen punkten. Aufgrund des geringen zur Verfügung stehenden Platzes in Personenzügen oder in immer weiter schrumpfenden Steuereinheiten der Automation, sollten auch Switches und Schaltschränke so klein wie möglich ausgeführt werden. Hier liegt der Vorteil eines flach, seitlich abgehenden Kabels im Vergleich zum Kabelabgang eines aufrecht gesteckten geraden M12-Steckverbinders auf der Hand: Der Platzbedarf sinkt und der ­sichere und werkzeuglose Anschluss wird vereinfacht.

In drei Codierungen verfügbar
M12-Slim-Design ist kabelseitig mit Crimp-Anschlusstechnik erhältlich und bietet mit den Codierungen A, D und X Lösungen für jede Anwendung.
Die A-Codierung gibt es in vier-, fünf- und achtpoliger Ausführung für die Übertragung von Signalen und Power, als Spannungsversorgung beispielsweise für Switches. Hauptsächlich kommt diese Codierung jedoch für Sensor- und Aktor-Applikationen zum Einsatz. Der sich daraus ­ergebende Vorteil ist ein einheitliches Anschlussmaß für ­Power-Versorgung und Signalanbindung auf einem Gerät.
Die D-Codierung sorgt mit vier Polen für eine Übertragung von 100-Mbit/s-Fast-Ethernet nach Cat. 5 und kommt somit für Steuerungen infrage. Diese Steckverbindervariante ist ein zuverlässiges Verbindungselement für alle Ethernet-Anwendungen wie Profinet bis ins Feld.
Die Spitze der bisherigen Evolution ist der X-codierte M12, der über acht Pins bis zu 10-Gbit/s-Ethernet für ­Kamerasysteme, Steuerungen und Passagier-Informationssysteme sowie Entertainment bereitstellt. In modernen ­Zügen spielen Ethernet-Applikationen und größere Datenmengen auch über Entertainmentsysteme eine immer bedeutendere Rolle.

Im Zink-Druckguss-Gehäuse sicher und gut geschirmt
Im Bereich Automation gibt es immer mehr und feinere Sensorik, die auch zunehmend über Ethernet angeschlossen wird. So braucht es leistungsfähigere Steckverbinder schon im Feld und nicht erst im Schaltschrank. In Kombination mit den kleinen und nach IP65/67 geschützten Gehäusen sind sie leistungsfähig, halten auch widrigen Umwelteinflüssen und Vibrationen in Zügen und der Automation stand und arbeiten zudem unter harten Bedingungen zuverlässig. So werden die M12-Steckverbinder im hauseigenen Qualitäts- und Prüflabor nach DIN EN 50155 auf Schock- und Vibrationsfestigkeit getestet. Um diesen harten Bedingungen gerecht zu werden, sind die Gehäuse der M12-Slim-Design-Serie aus robustem Zink-Druckguss gefertigt. Dies bedeutet gleichzeitig weniger Kunststoff und damit auch für den Bahnverkehr eine geringere Brandlast, also ­weniger brennbares Material und weniger Material, das im Fall eines Brandes Rauch entwickeln kann. Über eine 360°-Schirmanbindung und das Zink-Druckguss-Gehäuse lassen sich eine korrekte Schirmübergabe und auch der EMV-Schutz sicherstellen. Auch Schweißperlen und UV-Licht können den Steckverbindern der Steckverbinderfamilie nichts anhaben. (ih)

Dipl.-Ing. (FH) Matthias Domberg ist Produktmanager Rundsteckverbinder bei der Harting Electronics GmbH. matthias.domberg@harting.com