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19.10.2016

Steag: erste Großbatterie-Systeme im Einsatz

Die Großbatterie-Systeme der Steag können jetzt eingesetzt werden, um innerhalb von Sekunden Stromschwankungen im Netz auszugleichen, die entstehen, wenn die Summe der Einspeisungen von der Summe des aktuellen Verbrauchs abweicht. An den Standorten Lünen, Herne und Weiher wurden die Testläufe erfolgreich beendet und die Systeme erhielten vom Übertragungsnetzbetreiber die erforderlichen Zulassungen. Jetzt gehen die ersten drei der insgesamt sechs Großbatterie-Systeme mit 90 MW Gesamtleistung in die Vermarktung und leisten somit einen aktiven Beitrag zur Sicherheit der Stromversorgung in Deutschland.

Bislang wurde die sogenannte Primärregelleistung zum Ausgleich der Schwankungen vor allem durch konventionelle Kraftwerke erbracht. Erstmals werden durch die Steag in großem Stil Großbatterie-Systeme eingesetzt. Innerhalb von Sekunden gleichen sie Frequenzschwankungen im Stromnetz aus – indem sie bei zu niedriger Frequenz Energie einspeisen oder bei zu hoher Frequenz Energie speichern.
Die Großbatterie-Systeme werden an den Steag-Standorten Herne, Lünen und Duisburg-Walsum (in Nordrhein-Westfalen) sowie in Bexbach, Fenne und Weiher (im Saarland) errichtet und nun sukzessive innerhalb von nur zwölf Monaten in Betrieb genommen, um Primärregelleistung zu erbringen.
Die Präqualifikation der auf Li­thium-Ionen-Basis beruhenden Großbatterie-Systeme erfolgt nach den aktuell gültigen Kriterien der Leistungserbringung für Batteriespeicher in der Primärregelung – dazu zählt auch die Mindest­erbringung über 30 Minuten. Sie können damit einen wichtigen Beitrag für die Gewährleistung einer sicheren Energieversorgung leisten. Steag hatte im November 2015 mit den Vorbereitungen für die Realisierung der sechs Großbatterie-Systeme mit einer Gesamtleistung von 90 MW begonnen. Die Investitionshöhe beträgt rd. 100 Mio. €, das Projekt kommt ohne Fördermittel aus und wurde in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Lieferanten Nidec und LG Chem realisiert.