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Neue Reihenklemmen­serie mit innovativer Steuerstromverteilung

01  Mit seinem neuen Reihenklemmenprogramm Klippon Connect bietet Weidmüller in allen Phasen des Schaltschrankbaus Mehrwert – vom Planen über das Installieren bis zum Betreiben

01  Mit seinem neuen Reihenklemmenprogramm Klippon Connect bietet Weidmüller in allen Phasen des Schaltschrankbaus Mehrwert – vom Planen über das Installieren bis zum Betreiben

02  Mit dem funktionsorientierten Klippon-Connect-Universalprogramm lassen sich passende Lösungen mit einheitlichem Standard realisieren

02  Mit dem funktionsorientierten Klippon-Connect-Universalprogramm lassen sich passende Lösungen mit einheitlichem Standard realisieren

03  Mit dem Applikationsprogramm werden wiederkehrende Anwendungen effizient abgedeckt

03  Mit dem Applikationsprogramm werden wiederkehrende Anwendungen effizient abgedeckt

04  Die Steuerstromverteilung „maxGuard“ stellt Lastüberwachung und Potentialverteilung in einer Gesamtlösung ­bereit. Detail: Die Querverbinder verringern den Verdrahtungsaufwand zwischen Lastüberwachung und Potential­verteilerklemmen

04  Die Steuerstromverteilung „maxGuard“ stellt Lastüberwachung und Potentialverteilung in einer Gesamtlösung ­bereit. Detail: Die Querverbinder verringern den Verdrahtungsaufwand zwischen Lastüberwachung und Potential­verteilerklemmen

05  Die „maxGuard“-Module sind besonders platzsparend ausgelegt: Elektronische Lastüberwachungen und Poten­tialverteiler weisen ein 6,1-mm-Rastermaß auf

05  Die „maxGuard“-Module sind besonders platzsparend ausgelegt: Elektronische Lastüberwachungen und Poten­tialverteiler weisen ein 6,1-mm-Rastermaß auf

Weidmüller hat sein Reihenklemmensortiment innoviert und neu strukturiert. Dabei wurden die neuen Reihenklemmen und prozessunterstützenden Services daran ausgerichtet, in allen Phasen des Schaltschrankbaus einen Mehrwert zu erzielen – von der Planung über die Installation bis zum laufenden Betrieb. Schaltschrankbauer profitieren dadurch von einer Zeitersparnis um bis zu 75 % beim Engineering, einer vereinfachten Verdrahtung sowie schnelleren Markier­vorgängen. Weitere Vorteile bringt eine neue Steuerstromverteilung, die eine Gesamtlösung aus Lastüberwachung und Potentialverteilung darstellt.

Unter dem Namen Klippon Connect hat Weidmüller sein Reihenklemmensortiment neu ausgerichtet (Bild 1). Es gliedert sich in zwei Bereiche: das Universalprogramm (Bild 2) und das Applikationsprogramm (Bild 3). Mit dem Universalprogramm lassen sich passende Lösungen mit einheitlichem Standard realisieren – inklusive praxisgerechter Produkteigenschaften, Services und anwendungsorientierter Beratung. Zu diesen gehört die Push-in-Anschlusstechnik mit integriertem Pusher, durchgängigen Querverbindern, effizienten Markierern, einheitlichen Prüf- und Testabgriffen an jeder Klemmstelle sowie einem ausgleichenden Montagefuß der Reihenklemme. Mit der Push-in-Technik lassen sich Installationen im Vergleich zur Zugfedertechnik um bis zu 50 % schneller durchführen.
Für wiederkehrende Anwendungen wurde das Klippon-Connect-Applikationsprogramm geschaffen. Hintergrund ist, dass Schaltschränke zwar individuell konfiguriert werden, verschiedene, wiederkehrende Anwendungsfelder ­innerhalb des Schaltschranks jedoch fester Bestandteil in fast allen Einsatzgebieten sind. Diese Applikationsfelder hat Weidmüller identifiziert und spezielle Lösungen dafür entwickelt. Durch gezielte Anordnung und Funktionsintegration tragen die Applikationsprodukte messbar zur Steigerung der Produktivität, Effizienz und Sicherheit bei. Zu den identifizierten Applikationsfeldern gehören unter anderem: die Energieeinspeisung, Energie-, Steuerstrom- und Messwandler-, Signal- sowie Rangierverteilung und darüber hi­naus die Themen Schirmen und Erden.

Applikation Signalverdrahtung
Die Steuerung von Arbeitsabläufen in Maschinen und Anlagen wird ständig komplexer, deshalb überwachen immer mehr Sensoren den Fertigungsprozess. Für die Zusammenfassung und Strukturierung der Signale in engen Schaltschränken werden daher immer kompaktere Reihenklemmen benötigt. Verglichen mit herkömmlichen Verdrahtungslösungen ermöglichen die Sensor-Aktor-Reihenklemmen AIO eine hohe Verdrahtungsdichte mit bis zu vier unterschiedlichen Potentialen auf einer Baubreite von 3,5 mm. Im Angebot befinden sich Reihenklemmen zum Anschließen von 3- bzw. 4-Leiter-Sensoren oder ­Aktoren mit und ohne Schutzleiteranschluss. Das Push-in-Anschlusssystem ist mit farbigen Pushern ausgestattet. Jeder Leiter hat seine eigene Farbe für Plus, Minus, Signal oder PE. Das farbige Konzept vermeidet etwaige Fehlverdrahtungen, dadurch werden Installation und Wartung effizienter.

Applikation Steuerstromverteilung
Steuerstromkreise verteilen die vom Netzteil ausgehende elektrische Energie an viele nachgelagerte Verbraucher. Dazu muss eine sehr große Anzahl von Leitern auf engem Raum verdrahtet werden. Das kann schnell zu Fehlverdrahtungen führen. Die Applikationslösung AAP ermöglicht besonders übersichtliche und kompakte Aufbauten zur Steuerstromverteilung. Das modulare Konzept lässt sich individuell auf jeden Maschinentyp anpassen. Ein einheitliches Design der Verteilerreihenklemmen sowie einfache Querverbindungsmöglichkeiten sparen Platz und vermeiden Fehlverdrahtungen. Zwei mögliche Aufbauten – alternierend und gruppiert – erhöhen die Flexibilität. Beim alternierenden Aufbau liegen zwei unterschiedliche Potentiale auf einer Klemme, dadurch wird eine zusätzliche Platzersparnis im Vergleich zu herkömmlichen Aufbauten erzielt. Außerdem zeichnet eine eindeutige Kontaktzuweisung die AAP-Lösung aus, denn die einzelnen Kontaktstellen sind eindeutig markiert und zusätzlich durchnummeriert. Auf diese Weise werden Wartungs- und Modifikationsaufgaben erleichtert. Die strukturierte Blocklösung lässt sich mit konturengleichen Reihenklemmen und standardisiertem Zubehör schnell und übersichtlich kombinieren. Aufgrund des modularen Systems kann eine weitere Reihenklemme problemlos angefügt werden. Die Erweiterung erfolgt über eine zusätzliche Querverbindung im zweiten Querverbindungskanal. Die verschiedenen Potentiale sind anhand der Farben leicht unterscheidbar.

Lastüberwachung und Potentialverteilung in einer Gesamtlösung
Zu den Neuentwicklungen im Klippon-Connect-Applika­tionsprogramm gehört „maxGuard“ (Bild 4). Mit ihr wird eine neue Art der Steuerstromverteilung geschaffen – Lastüberwachung und Poten­tialverteilung integriert als Gesamtlösung. Entwickelt wurde diese vor dem Hintergrund, dass der effiziente Betrieb von Maschinen und Anlagen prinzipiell ausfallsichere und wartungsfreundliche Steuerstromverteilungen erfordert, diese aber zugleich zeit- und platzsparend installierbar sein sollen. Das neue „maxGuard“-System integriert die bislang separat verbauten Reihenklemmen zur Potentialverteilung in den Ausgängen der elektronischen Lastüberwachungen als Gesamtlösung in einer DC-24-V-Steuerstromverteilung. Eine derartige Kombination von Lastüberwachung und Potentialverteilung spart Zeit bei der Installation, erhöht die Ausfallsicherheit und verringert den Platzbedarf auf der Tragschiene um bis zu 50 %.
Darüber hinaus zeichnet sich „maxGuard“ durch eine hohe Servicefreundlichkeit aus: Auf die Applikation Schaltschrankbau hin entwickelte Bedien-, Prüf- und Anschluss­elemente gestatten den sicheren Zugang zu allen Spannungspotentialen und Lastkreisen bei Inbetriebnahme- und Wartungstätigkeiten. Der Variantenreichtum des Systems sowie verschiedene Potentialverteilerklemmen und Zusatzkomponenten erlauben applikationsgerechte Lösungen. Besonders anwenderfreundlich erweisen sich die durchgängig integrierten Prüfabgriffe im Ein- und Ausgang der Steuerstromverteilung. Für Test- und Prüfzwecke verfügen die Potentialverteiler über praktische Trennhebel zur einfachen galvanischen Trennung des Lastkreises. Weitere Vorteile bringen die Querverbinder, durch die der Verdrahtungsaufwand zwischen Lastüberwachung und Potentialverteilerklemmen verringert wird.
Das neue Steuer­stromverteilungssystem wurde als Einzelscheibenlösung konzipiert und ist mit einem Rastermaß von 6,1 mm platzsparend ausgelegt (Bild 5). Während Einzelscheibenlösungen linear über die Kanalzahl verlaufen, weisen Blocklösungen stets eine Treppenfunktion auf. Bei der Einzelscheibenlösung bezahlt der Anwender nur das, was er wirklich benötigt: Die Devise lautet „einzelne Scheiben“ statt ungenutzter Kanäle bei Blocklösungen. So kauft ein Kunde beispielsweise bei fünf Kanälen fünf Scheiben und nicht zwei 4er-Blöcke oder einen 8er-Block. Somit sind Scheibenlösungen kosteneffizient und sparen Baubreite ein. Durch die hohe Modularität von „maxGuard“ lassen sich Grundfunktionen einer Maschine nahezu beliebig standardisieren und als ein Block vorkonfektioniert einsetzen. Zudem setzt das System nicht auf Einzelkanalüberwachung, sondern auf Gruppenüberwachungen.
Darüber hinaus bieten „maxGuard“-Lösungen eine hohe Flexibilität durch einstellbare Lastüberwachungen (Strom- und Auslöse-Charakteristik – Standard oder träge). Außerdem verfügen sie über manipulationssichere Einkanal-Lastüberwachungen (Festwert) sowie ökonomische Vierfach-Last­überwachungen (Festwert) für Sensorgruppen etc.
Elektronische Lastüberwachungen sind dort unerlässlich, wo es auf eine selektive DC-24-V-Lastkreisüberwachung ankommt, die zuverlässig und schnell auftretende Überlasten und Kurzschlüsse abschaltet. Die DC-24-V-Systemspannung wird also aufrechterhalten und alle übrigen Steuerungsteile können störungsfrei in Betrieb bleiben. Mit „maxGuard“ lassen sich nun erstmalig elektronische Lastüberwachungen und Potentialverteilerklemmen beliebig kombinieren und zu einer kompletten DC-24-V-Steuerstromverteilung mit allen notwendigen Plus- und Minus- Lastkreisanschlüssen zusammenfügen.
Bei den Anschlüssen wird auf Push-in-Technologie gesetzt. Die Nennbetriebsspannung beträgt DC 24 V, die Strombelastbarkeit des Gesamtsystems ist auf max. 40 A ausgelegt. Die Anschlussquerschnitte betragen beim Einspeisemodul 16 mm², bei der elektronischen Lastüberwachung (ELM) 2,5 mm² und bei der Potentialverteilerklemme sind es oben 1,5 mm² und unten 2,5 mm². Bereit stehen derzeit diverse Einspeisemodule (Module ohne Steuerfunktion bzw. Module mit Alarm- und Reset-Funktion) sowie je ein Steuer- und Alarmmodul und nicht zuletzt diverse Potentialverteilermodule.

Fazit
Unter dem Namen Klippon Connect hat Weidmüller nicht nur sein Reihenklemmenportfolio neu strukturiert, sondern bietet zugleich neue Lösungen mit hohem Kundennutzen an. Das bislang unter dem Namen Klippon geführte Gehäusesortiment trägt zukünftig die Bezeichnung Klippon Protect. Aus der Zusammenführung beider Produktgruppen werden sich weitere Synergien ergeben. (ih)

Dipl.-Ing. Horst Kalla ist bei der Weidmüller GmbH & Co. KG für den Bereich Fachpresse ­zuständig. horst.kalla@weidmueller.de

Dipl.-Ing. Horst Kalla ist bei der Weidmüller GmbH & Co. KG für den Bereich Fachpresse ­zuständig. horst.kalla@weidmueller.de