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S7-Projekte kompakt und lizenzkostenfrei

01  S7-Panel-SPS mit Onboard-EA-Modulen, Ethernet, Profinet, CAN, Modbus und einem seriellen CP

01  S7-Panel-SPS mit Onboard-EA-Modulen, Ethernet, Profinet, CAN, Modbus und einem seriellen CP

02  Kostenlose Leitwartenfunktion mit Remote-Screens und gleichzeitiger Anzeige von geloggten Trenddaten und Alarmmeldungen auf einem PC-Monitor

02  Kostenlose Leitwartenfunktion mit Remote-Screens und gleichzeitiger Anzeige von geloggten Trenddaten und Alarmmeldungen auf einem PC-Monitor

03  Auszug aus der Service Stage mit Diagnosepuffer,Update, Back-up und Know-how-Schutz

03  Auszug aus der Service Stage mit Diagnosepuffer,Update, Back-up und Know-how-Schutz

In Steuerungsprojekten verstecken sich immer öfter zusätzliche Kosten in jährlichen Lizenzgebühren oder Aufpreisen für bislang integrierte Zusatzfunktionen. Der S7-Hersteller Insevis verzichtet auf solche zusätzlichen Belastungen für die Anwender bei seinen S7-SPS, Panel-SPS und Panels.

Die S7-SPS, Panel-SPS und Panels des Herstellers Insevis bewähren sich seit vielen Jahren in unzähligen preissensiblen S7-Anwendungen (Bild 1) und werden mit dem Simatic Manager oder dem TIA Portal mit dem bestehenden S7-Programm in AWL, KOP, FUP, S7-SCL oder S7-Graph programmiert [1]. Die Automatisierungsgeräte bieten einen großen Arbeitsspeicher, viele Onboard-Schnittstellen und ein kostenloses sowie umfangreiches Softwarepaket für kleine bis mittlere Anwendungen. Ein weiterer Vorteil ist das kundenspezifisch gelabelte, EMV-feste Metallgehäuse. Die Automatisierungsanwendung bleibt so weniger nachkalkulierbar und austauschbar.

Komfortable Visualisierung mit integrierter Leitwartenfunktion
Für alle, die noch weiter mit dem Simatic Manager arbeiten möchten, entstehen zunehmend Probleme, Panels zu beschaffen, die sich mit „WinCC flexible“ programmieren lassen. Dafür steht mit den abgesetzten oder integrierten Panels von 3,5 Zoll bis 15,6 Zoll eine Lösung, deren einfache Projektierung in der „VisuStage“ jeden „WinCC fle­xible“-Anwender erfreuen wird. Variablenimport samt Symbolik aus dem Simatic Manager oder dem TIA-Projekt, ein umfangreiches Störmeldesystem mit 1 024 Alarmen und 128 Ereignissen, 64 Trendkanäle, 64 Rezepturen mit 256 Ele­menten und 256 Datensätzen, Benutzerverwaltung mit neun Ebenen und eine unbegrenzte Anzahl von Sprachen, sowie vielfältige Log- und Archivierungsfunktionen bieten viele einfache Lösungsansätze für komplexe Visualisierungsaufgaben.
Jedes Insevis-Gerät kann sich über eine oder mehrere seiner 16 Ethernetverbindungen mit einem PC verbinden, auf dem die kostenlose Remote-Visualisierung „RemoteStage“ als portables Programm aufgerufen werden kann. Diese nicht installierbare, multiinstanzfähige Software kann zur Erstellung einer Leitwarte zu mehreren Geräten verwendet werden. Die Remote-Anzeigen funktionieren wie zusätzliche Panels, greifen aber alle auf die Variablen im Zielgerät zu. Für kompakte Visualisierungen kann man aber mit der „VisuStage“ auch eine zusätzliche Visualisierung in PC-Monitorgröße erstellen, die nicht vorort im Panel, sondern nur remote anzeigbar ist. Bei den Geräten mit der CPU-T ist in deren Firmware ein VNC-Viewer enthalten, der eine 1:1-Bedienung auch am PC oder mit dem Smart-Phone ermöglich (Bild 2).
Auch für Fremdsteuerungen lässt sich die Freeware verwenden. Andere S7-Steuerungen können über Ethernet-S7-Kommunikation durch die „RemoteStage“ visualisiert werden. Das ist nicht ganz so komfortabel wie bei Insevis-Geräten, aber für grundlegende Visualisierungen immer noch ausreichend.

Effektiver Know-how-Schutz
Sind die Geräte erst einmal weltweit beim Kunden eingesetzt, müssen Programm-Updates und Diagnosen möglichst einfach, am besten vom Kundenpersonal ausgeführt werden können. Hier steht mit der „ServiceStage“ eine weitere kostenfreie Software zur Verfügung, die per Ethernet auf das Zielgerät zugreift und selbst durch angelernte Hilfskräfte sofort bedienbar ist. Identifikation, Diagnose, „Urlöschen“, Back-up & Restore, Programm-Updates und Know-how-Schutz – alle diese Funktionen gibt es mit einem einzigen Mausklick. Selbst kundenseitig geänderte IP-Adressen können beim Programm-Update übernommen werden, um nach dem Update mit einem Standardanwenderprogramm weiter mit dem Zielgerät im Kundenetzwerk verbunden zu bleiben. Die Insevis-Steuerungen mit der CPU-T haben zwei Ethernet-Anschlüsse mit verschieden parametrierbaren IP-Adressen. Wer vor Ort keinen Rechner hat, kann ganz ohne PC mit einer Micro-SD-Karte Firmware und ­Anwenderprogramm updaten, ohne seine Prozessdaten in der Steuerung zu verlieren. Der Verzicht auf Windows macht es möglich – und spart auch wieder Lizenzkosten.
Das einfache Kennzeichnen der Geräte mit dem eigenen Logo und der Artikelnummer sowie ein echter Know-how-Schutz sind gratis erhältlich. Dies unterstützt eine langfristige Amortisation der Entwicklungsaufwände.
Ein besonders effektiver Know-how-Schutz wird folgendermaßen ermöglicht: Da letztlich alle Passwörter „zu knacken“ sind, steht ein passwortfreier Lese- und Schreibschutz zur Verfügung. Damit ist das S7-Programm nicht – auch nicht für den Besitzer – mehr lesbar, bis nach dem „Urlöschen“ wieder das eigene Programm eingespielt wird. Auch dieses lässt sich mit einem Mausklick wieder komplett schützen. Gegen Manipulation hilft dann der Schreibschutz; zum Aufheben wird wieder ein „Hardware-Urlöschen“ benötigt. Zugegebenermaßen ist die beschriebene Lösung „radikal“, dafür aber im hohen Maße sicher. Die bekannten Passwortfunktionen aus den Siemens-Programmiertools funktionieren weiter (Bild 3).

Fazit
Trotz günstiger Hardwarekosten verzichtet der Hersteller auf umfangreiche jährliche Lizenzeinnahmen, um seinen Kunden einen Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Einfach in der Installation und im Handling, kostenlos in Anschaffung und Betrieb – das zeichnet die Insevis-Software aus. Die S7-Kompatibilität der Insevis-SPS führen zu einem geringen Umstellungsaufwand; die Programmiertools und damit die S7-Programme bleiben quasi ungeändert. Der Automatisierer kann sich daher mit wenig Aufwand eine langfristig verfügbare und kalkulierbare Low-Budget-Alternative aufbauen. (hz)

Literatur
[1] Peters, J.: In beiden S7-Programmierwelten zu Hause. etz elektrotechnik & automation.136 (2015) H. 10, S. 41 – 43

Jörg Peters ist Geschäftsführer der Insevis ­Gesellschaft für industrielle Systemelektronik und Visualisierung mbH in Erlangen. peters@insevis.de

Jörg Peters ist Geschäftsführer der Insevis ­Gesellschaft für industrielle Systemelektronik und Visualisierung mbH in Erlangen. peters@insevis.de