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Mobilgeräte in der Instandhaltung

01  Das Industrie-Tablet Lumen X7 von Bartec, zugelassen für Atex und IECEx Zone 2/22, ist der perfekte Begleiter für Wartungs­techniker, Bedienpersonal, Ingenieure und Projektmanager im Feld und in der Industrie

01  Das Industrie-Tablet Lumen X7 von Bartec, zugelassen für Atex und IECEx Zone 2/22, ist der perfekte Begleiter für Wartungs­techniker, Bedienpersonal, Ingenieure und Projektmanager im Feld und in der Industrie

02  Der Industrie-Tablet-PC Agile X ist für raue Umgebungen ausgelegt und verfügt über ein brillantes, hochauflösendes ­gebondetes 10,1-Zoll-Touch-LED-Display

02  Der Industrie-Tablet-PC Agile X ist für raue Umgebungen ausgelegt und verfügt über ein brillantes, hochauflösendes ­gebondetes 10,1-Zoll-Touch-LED-Display

03  Das robuste Smartphone Impact X verfügt über die gleichen Funktionen wie ein Standard-Smartphone, ist aber für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen ausgelegt

03  Das robuste Smartphone Impact X verfügt über die gleichen Funktionen wie ein Standard-Smartphone, ist aber für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen ausgelegt

Industrie-Smartphones, Mobile Computer und Tablets machen die Instandhaltung einfacher, effizienter und sicherer. Diesem Anspruch folgend, treibt Bartec das Thema Enterprise Mobility im Ex-Bereich konsequent voran. Mittlerweile steht für vielfältige Einsatzbereiche ein breites Lösungsangebot bereit. Doch welche Lösung eignet sich für welchen Zweck am besten?

Wartung ist Vertrauenssache – insbesondere, wenn es um Arbeiten im Ex-Bereich geht. Zunehmend fehlt es ­allerdings an erfahrenen Fachkräften, die bei Unregelmäßigkeiten schnell und kompetent entscheiden können. Ungeachtet dessen steigen die Anforderungen an Qualität und Produktivität in der Prozessindustrie weiter an. Digitale Helfer, die das Personal Schritt für Schritt durch die Ab­läufe führen und neue Kommunikations- und Servicemöglichkeiten im Feld eröffnen, stellen hier eine gute Unterstützung dar.

Tablets und Mobile Computer für den Ex-Bereich
Die für künftige Instandhaltungsszenarien entscheidenden Anforderungen verdeutlichen die Industrie-Tablets und ­Mobile Computer der neuen Reihe Lumen X von Bartec. Die in Schutzart IP65 ausgeführten Android-Geräte mit 4-Zoll- oder 7-Zoll-Display sind auch nach Militärstandard (MIL-STD-810G) zertifiziert und eignen sich für extreme Einsatzszenarien, etwa für Temperaturen zwischen –20 °C und 50 °C. Die kapazitiven, sonnenlichttauglichen Displays lassen sich auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen ablesen und mit Arbeitshandschuhen bedienen. Als wesentliche Bestandteile für den Einsatz in der Instandhaltung verfügen die Geräte über einen integrierten Barcode- oder RFID/NFC-Scanner sowie die Drahtlosanbindung per Bluetooth, WLAN oder Mobilfunk.

Kollaboration und Navigation im Feld
Um ein möglichst breites Einsatzspektrum abdecken zu können, sind das Lumen X4 und das X7 neben leistungsstarken Quad-Core-Prozessoren mit einer front- und rückseitigen Kamera für Videokonferenzen und Fotodokumentationen ausgestattet. Im Rahmen des sogenannten Remote Service kann der Servicemitarbeiter so den Leitstand oder einen örtlich entfernten Experten live zuschalten. Zur Orientierung und Navigation in großen Industrieanlagen und Chemieparks ist ferner ein genaues GPS enthalten. Ein Lithium-Polymer-Akku, der sich auch im laufenden Betrieb ohne Werkzeug tauschen lässt, liefert im Mischbetrieb für mehr als 20 h und im Stand-by für bis zu 800 h Energie.
Einer der wesentlichen Unterschiede zu konventionellen mobilen Computern für die Wartung besteht in der aus dem Consumer-Umfeld bekannten Vielzahl an Apps. Diese stehen nun auch im professionellen Umfeld zur Verfügung, allen voran der Webbrowser, aber auch E-Mail-, Kalender-und Kamera-Anwendungen. Mit einem solch universellen Hilfsmittel lassen sich Wartungsvorgänge verkürzen, verbessern und papierlos dokumentieren. Allerdings bedarf es auch einer geeigneten Lösung für das Auftragsmanagement. Diesbezüglich unterstützen die Bartec-Geräte etwa die Smart-Business-Plattform Simplifier von „iTiZZiMO“, die das Personal mithilfe mobiler Endgeräte Schritt für Schritt durch den kompletten Instandhaltungsprozess führt und bei Bedarf eine Videoverbindung zum Remote Service aufbaut.

Nahtlose Integration in das ERP
Aufgrund der Anbindung an das Warenwirtschaftssystem lassen sich auch Verschleißteile direkt im Feld und aus dem Bestand buchen. Die in gefordertem Umfang zu den einzelnen Wartungsschritten erstellten Fotos und Videos werden automatisch an den Serviceauftrag angehängt und im ERP-System abgelegt. Auf Wunsch stößt Simplifier auch Folgeprozesse an, etwa ein Update der Angaben, einen Rechnungslauf oder eine erneute Inbetriebsetzung. Die hierfür nötigen Regeln und Instandhaltungsapplikationen werden aus den vorkonfigurierten Bausteinen zusammengestellt. Dank unterschiedlicher integrierter Funktionen und Schnittstellen zu verschiedenen IT-Systemen lassen sich so spezifische Instandhaltungsanwendungen bis zu zehnmal schneller umsetzen als mit herkömmlicher Programmierarbeit.

Tablet-PC-Systeme: Das Büro zum Mitnehmen
Um abhängig vom Einsatzzweck unterschiedliche Einsparpotenziale zu heben, beinhaltet das Bartec-Portfolio auch das ebenfalls androidbasierte Smartphone Impact X (Bild 3), die damit koppelbare Wi-Fi-Helmkamera Orbit X sowie das windowsbasierte Tablet-PC-System Agile X (Bild 1 und 2). Letzteres ist für Atex Zone 2 und UL Class 1 Div 2 zertifiziert und eignet sich dank optionaler Sensoren, RFID- und Barcode-Scannern sowie einem 10,1-Zoll-Display auch als „mobiles Büro“. Auf diese Weise können etwa Ingenieure ihre Arbeitsumgebung in den Ex-Bereich mitnehmen – inklusive Microsoft Outlook, Word, Excel oder Access – und dort Anlagen- und Schaltpläne visualisieren. Wieder zurück im Büro verwandelt sich das Agile X per optionaler Docking-Station und daran angeschlossener Peripherie wieder in einen Arbeitsplatz-PC.
Darüber hinaus lässt sich mit dem Tablet-PC-System von Bartec das Feldgerätemanagement vereinfachen. In Verbindung mit einem speziell entwickelten Hart-Modem lassen sich Feldgeräte nun auch unabhängig vom Leitsystem auslesen und parametrieren. Weil das Add-on-Modul außerdem für den Mischbetrieb zugelassen ist, kann das Wartungspersonal ferner zwischen Ex- und Nicht-Ex-Bereich wechseln und beispielsweise während einer Tour hintereinander eine Durchflussmessung in der Benzinverladung einer Raffinerie und anschließend mit demselben Gerät eine Analyse in der Kläranlage vornehmen. Aufgrund des Windows-Betriebssystems stehen hierfür alle gängigen Softwarelösungen und Industriestandards wie FDT/DTM zur Auswahl.

Mobile Devices Management
Je mehr mobile Endgeräte im Feld eingesetzt werden, desto wichtiger wird deren Verwaltbarkeit. Um diese einheitlich implementieren und – inklusive Videokonferenz- und Kameraeinstellungen – effizient fernverwalten zu können, steht die skalierbare Mobile-Device-Management-Lösung Collaboration X zur Verfügung. Ergänzende Cloud-Storage-Dienste gestatten darüber hinaus eine sichere und ortsunabhängige Speicherung sowie Verwaltung der Bild- und Videodateien. Als Komplettanbieter für Mobile-Enterprise-Lösungen offeriert Bartec aber auch das zur Cloud- und Netzwerkanbindung nötige Wireless-Equipment, zum Beispiel ex-geschützte Access-Points und Antennen.

Einführung in Schritten
Doch wie viel Neuerung vertragen Unternehmen und Mitarbeiter eigentlich? Puralube Germany, Hersteller von Basisölspezialitäten in Sachsen-Anhalt, betrachtet Enterprise Mobility als Weg zur vollständigen Prozesskon­trolle und sieht dafür drei Optimierungswellen vor: Zunächst sollen Wi-Fi-Helmkameras genutzt werden, um auch im Ex-
Bereich mit Fotos und HD-Videos dokumentieren zu können. Anschließend werden die mobilen Workflows und die Kommunikation im Feld mithilfe ex-geschützter Smart­phones und Tablets verbessert und das ERP-System lückenlos angebunden. In der finalen Ausbaustufe sollen schließlich auch Videokonferenzen mit dem Leitstand oder externen Experten möglich sein, um schnell und präzise entscheiden und eingreifen zu können.

Fazit
Mit einer durchdachten Enterprise-Mobility-Strategie lassen sich Routine- und Ad-hoc-Inspektionen nachhaltig optimieren, aber auch Wartungs-, Reparaturarbeiten und Schulungen im Ex-Bereich effizienter und sicherer machen. So kann es unterm Strich gelingen, nicht nur die Fehlerquote bei verstärktem Fachkräftemangel zu senken, sondern vielmehr die Sicherheit, Prozessqualität und Effizienz weiter zu erhöhen. (ih)

Benedikt Eckert ist Produktmanager Mobile ­Computing bei der Bartec GmbH in Bad Mergentheim. benedikt.eckert@bartec.de

Benedikt Eckert ist Produktmanager Mobile ­Computing bei der Bartec GmbH in Bad Mergentheim. benedikt.eckert@bartec.de