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02.10.2017

Wago: 4. Smart-Grid-Tagung 2017 in Minden

Dr. Christian Köhler von der Venios GmbH: Verteilnetzautomatisierung in der Cloud

Der Ausbau der erneuerbaren Energien gelingt nur, wenn die schwankende Einspeisung aus Solar- und Windenergie mit flexiblen Stromverbrauchern und Speichern ausgeglichen wird. Digitale Technik kann helfen, das Problem zu lösen. Die 4. Smart-Grid-Fachtagung am 27. und 28. September 2017 in Minden setzte den Schwerpunkt daher auf die Digitalisierung des Energieverteilnetzes. Das Motto dazu: Die Energiewende wird digital.

Intelligente Systeme verwandeln das analoge Stromnetz in ein kommunikatives Smart Grid und ebnen den Weg für virtuelle Kraftwerke, die Erzeuger und Verbraucher miteinander vernetzen. Die Digitalisierung des Energiemarkts erfordert neue Strategien und Geschäftsmodelle. Energieversorger stehen damit vor einem grundlegenden Wandel. 76 % wollen mit digitaler Technik ihre Prozesse und Netzwirtschaft optimieren. Für mehr als 90 % hat Cyber-Security dabei höchste Priorität.

Doch wie ist der Stand bei Flexibilitätstechnologien wie Speichern? Welche Rolle kann die Cloud bei der Netzautomatisierung spielen? Und wie können Benutzerdaten vor Hackerangriffen geschützt werden? Diskutiert wurden diese und weitere Fragen mit etwa 160 Experten aus Energiewirtschaft, Forschung und Industrie auf der 4. Smart-Grid-Fachtagung von Wago am 27. und 28. September 2017 am Unternehmenssitz in Minden. Tobias Kurth von der Energy Brainpool GmbH & Co. KG erläuterte die Rolle von Blockchain für die Digitalisierung der Energiewende. “Noch herrscht Steinzeit im Energiemarkt”, skizziert er die zukünftige Entwicklung. Daniel Speiser von der EWE Netz GmbH stellte das Projekt Enera aus Sicht eines Netzbetreibers vor. Die Verteilnetzautomatisierung lässt sich laut Dr. Christian Köhler von der Venios GmbH in der Cloud abbilden. Martin Breitenbach von der NGN Netzgesellschaft Niederrhein mbH berichtete über intelligente Ortsnetzstationen im NGN-Netzgebiet. Für Eike Arndt von der Energy & Meteo Systems GmbH dienen virtuelle Kraftwerke als Daten- und Managementplattform für die Netzbetreiber. Auf der von der etz-Redaktion moderierten Podiumsdiskussion tauschten sich Prof. Dr.-Ing. Peter Birkner von der bergischen Universität Wuppertal, Dr. C. Köhler, D. Speiser, M. Breitenbach und Heiko Tautor von Wago über die Chancen der Digitalisierung des Energieverteilnetzes aus.
Einen zusammenfassenden Bericht über die 3. Smart-Grid-Fachtagung gibt es hier. Berichte über die erste und zweite Tagung sind ebenfalls auf www.etz.de zu finden.