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26.10.2017

ABB weiter auf Wachstumskurs

Auch im dritten Quartal 2017 bleibt ABB weiterhin auf Wachstumskurs. Die Gesamtaufträge stiegen in dem Zeitraum um 5 % und der Umsatz um 3 %. Zudem wurde die Transformation des Geschäftsmodells der Division Stromnetze weiter vorangetrieben. „Die Kombination aus konsequenter Marktorientierung und der Fokussierung auf wachstumsstarke Segmente wie Elektroladestationen, Robotik sowie Nahrungsmittel zahlt sich aus. Die Division Elektrifizierungsprodukte und die Division Robotik und Antriebe konnten ihre Margen gegenüber dem Vorquartal verbessern. Die Divisionen Industrieautomation und Stromnetze zeigten im Berichtsquartal eine solide operative Performance“, sagte Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB. „Die Integration von B&R kommt gut voran, und mit der vor kurzem angekündigten Übernahme von GE Industrial Solutions festigen wir unsere Position als weltweite Nummer 2 in der Elektrifizierung, um unseren Anspruch einer hohen Wertschaffung zu erfüllen.“

„Unser Hauptaugenmerk wird auch künftig auf profitablem organischem Wachstum liegen. Wir werden weiter unsere Hausaufgaben machen und mit geeigneten Massnahmen sicherstellen, dass wir das Übergangsjahr 2017 erfolgreich abschliessen“, so U. Spiesshofer. „Darüber hinaus setzen wir den Abbau von Risiken im Portfolio fort und verschieben den Schwerpunkt unserer Aktivitäten weiter auf wachstumsstarke Segmente und eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit.“

3 % Umsatzwachstum
Der Umsatz erhöhte sich im dritten Quartal 2017 um 3 % (6 % in US-$). Er stieg in den Divisionen Elektrifizierungsprodukte, Robotik und Antriebe sowie Industrieautomation, während er in der Division Stromnetze gegenüber der Vorjahresperiode leicht nachgab. Im Service- und Softwaregeschäft erhöhte sich der Umsatz insgesamt um 2 % (2 % in US-$) und steuerte 17 % zum Gesamtumsatz bei – gegenüber 18 % im dritten Quartal 2016. Der gegenüber der Vorjahresperiode schwächere US-Dollar führte beim Umsatz zu einem positiven Umrechnungseffekt von 2 %. Änderungen im Geschäftsportfolio im Zusammenhang mit der Übernahme von B&R, der Verkauf des Hochspannungskabelgeschäfts sowie die Transformation des Geschäftsmodells hatten einen positiven Effekt von 1 % auf den Umsatz.

Auftragseingang entwickelt sich positiv
Der Gesamtauftragseingang legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 % zu (8 % in US-$). In allen Divisionen und Regionen legten die Basisaufträge (definiert als Aufträge unter 15 Mio US-$) solide zu: Sie stiegen um 6 % (10 % in US-$). Grossaufträge gaben dagegen 5 % nach (4 % in US-$) und trugen 9 % zum gesamten Auftragseingang bei, gegenüber 11 % im Vorjahresquartal. Hier spiegelte sich die laufende Transformation des Geschäftsmodells von ABB wider. Der gegenüber dem dritten Quartal 2016 stabile US-Dollar führte beim Auftragseingang zu einem unveränderten Umrechnungseffekt von 0 %. Änderungen im Geschäftsportfolio im Zusammenhang mit der Übernahme von B&R, der Verkauf des Hochspannungskabelgeschäfts sowie die Transformation des Geschäftsmodells hatten einen positiven Effekt von 3 % auf den Gesamtauftragseingang.
Aufträge für Service und Software erhöhten sich insgesamt um 11 % (12 % in US-$) und machten 18 % des Gesamtauftragseingangs aus. In der Vorjahresperiode lag der Anteil bei 17 %. Der Auftragsbestand belief sich Ende September 2017 auf 23 424 Mio. US-$ und lag 1 % tiefer (5 % in US-$) als im September 2016. Das Book-to-Bill2-Verhältnis erhöhte sich von 0,91x im Vorjahresquartal auf 0,94x im Berichtsquartal.

Entwicklung in den Märkten
Versorgungsunternehmen nahmen weiterhin gezielte Investitionen zum Aufbau neuer Kapazitäten in Schwellenmärkten, zur Modernisierung alternder Energieinfrastruktur in entwickelten Märkten sowie zur weltweiten Integration von erneuerbaren Energien vor. Darüber hinaus investieren sie in Automatisierungs- und Steuerungslösungen zur Verbesserung der Stabilität des Stromnetzes.
In der Industrie wurde erneut in Robotik- und Maschinenautomatisierungslösungen für die Automobilindustrie und die allgemeine Industrie investiert. Die Prozessindustrie, vor allem der Öl- und Gassektor, blieb dagegen insgesamt verhalten – mit einzelnen Investitionen insbesondere in Service- und Produktivitätsverbesserungen.
Der Transport- und Infrastrukturmarkt bot ein uneinheitliches Bild. Lösungen für die Gebäudeautomation und für Energieeffizienzverbesserungen wurden erneut stark nachgefragt. Der Marinesektor, mit Ausnahme des Segments der Kreuzfahrtschiffe, erfuhr aufgrund des schwachen Öl- und Gas- sowie Frachtschiffsektors einen deutlichen Abschwung. Rechenzentren und Ladegeräte für Elektrofahrzeuge erwiesen sich im Berichtsquartal erneut als Highlights.

Kurz- und langfristiger Ausblick
Trotz anhaltender Unsicherheiten sind in Europa und den USA positive makroökonomische Signale zu erkennen. Auch für China wird weiterhin Wachstum erwartet. Die globalen Märkte weisen ein moderates Wachstum auf und werden durch geopolitische Spannungen in verschiedenen Teilen der Welt belastet. Der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen. 2017 bleibt für ABB ein Übergangsjahr.
Die attraktiven langfristigen Aussichten zur Nachfrage in den drei wichtigsten Kundensegmenten von ABB – Energieversorgung, Industrie, Transport und Infrastruktur – stützen sich auf die Energiewende und die Vierte Industrielle Revolution.
Mit einer starken Marktpräsenz, der geografisch ausbalancierten Geschäftstätigkeit, dem breiten Portfolio, der Technologieführerschaft sowie der Finanzkraft sieht sich ABB gut aufgestellt, um diese Chancen für langfristiges profitables Wachstum zu nutzen.