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21.08.2018

Digitalisierter Hafenbetrieb

Im Rahmen einer mehrjährigen Digitalisierungsinitiative arbeiten der Hafenbetrieb Rotterdam und IBM zusammen. Ziel der Kooperation ist die Transformation der Betriebsumgebung des Hafens durch IoT-Technologien mit Anbindung an die Cloud. Profitieren sollen davon der Hafen selbst und alle seine Nutzer. Begonnen wird mit der Entwicklung einer zentralen Dashboard-Anwendung, die Wasser-, Wetter-, Sensor- sowie Kommunikationsdaten in Echtzeit erfasst, verarbeitet und über die IoT-Plattform von IBM analysiert. Dies eröffnet dem Hafen zahlreiche Innovationsmöglichkeiten für eine sicherere und effizientere Steuerung des Schiffsverkehrs.
Als größter Hafen Europas verzeichnet der Hafen Rotterdam, in dem jährlich 140 000 Schiffe abgefertigt werden, einen Güterumschlag von 461 Mio. t pro Jahr. Bislang nutzte man im Hafen die herkömmliche Funk- und Radarkommunikation zwischen Kapitänen, Piloten, Terminalbetreibern und Schleppern, um den Hafenbetrieb zu koordinieren. Im Zuge der eingeleiteten digitalen Transformation des Hafens werden nun auf dem 42 km langen Hafengelände von der Stadt Rotterdam bis zur Nordsee Sensoren entlang der Kaimauern, Anlegestellen und Straßen auf dem Hafengelände installiert. Diese Sensoren erfassen diverse Datenströme, einschließlich Wasser- und Wetterdaten über Gezeiten sowie Strömungen, Temperatur, Windgeschwindigkeit und -richtung, Wasserstände, Liegeplatzverfügbarkeit und Sichtverhältnisse.
Diese Daten werden von den cloudbasierten IoT-Technologien von IBM analysiert und in Informationen umgewandelt, die der Hafen Rotterdam als Entscheidungsgrundlage heranziehen kann. Damit will der Hafenbetrieb Wartezeiten verkürzen, den optimalen Zeitpunkt für das Anlegen und Be- und Entladen von Schiffen bestimmen sowie den verfügbaren Platz besser nutzen und die Kapazität zur Abfertigung der Schiffe erhöhen. Dank der neuen Initiative ist er außerdem in der Lage sämtliche Vorgänge im Hafen synchron zu verfolgen und Prozesse auf diese Weise effizienter gestalten zu können.