A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz
ETZ Logo VDE Verlag Logo

Kompakte Steuerungen ergänzen die S7-Welt

01 Konnektivität der S7-Panel-SPS mit Onboard- und abgesetzter Peripherie

01 Konnektivität der S7-Panel-SPS mit Onboard- und abgesetzter Peripherie

02 Eine umfangreiche Trendaufzeichnung, -anzeige und -archivierung lassen sich mit wenigen Schritten projektieren

02 Eine umfangreiche Trendaufzeichnung, -anzeige und -archivierung lassen sich mit wenigen Schritten projektieren

03 Schematische Darstellung einer möglichen Kundenebene für die S7-Panel-SPS PC430T-Slim

03 Schematische Darstellung einer möglichen Kundenebene für die S7-Panel-SPS PC430T-Slim

Ob HMI, SPS und Peripherieebenen, der S7-Systemlieferant Insevis hat sein Produktportfolio seit 2011 sukzessive erweitert. Ohne dass die Anwender ihre gewohnte S7-Programmierumgebung (Simatic-Manager und TIA) verlassen müssen, profitieren sie von der geringen Baugröße, der hohen Qualität und umfangreichen Funktionalität sowie dem guten Preis-Leistungs-Verhältnis.
Schon von Anfang an haben sich die Ingenieure von Insevis auf die Fahnen geschrieben, sich als S7-Systemhaus mit einer besonders kompakten Hardware im S7-Markt zu etablieren, ohne bestehende Lösungen zu kopieren. Das Wesentliche an den Produkten ist neben der hohen Qualität, die besonders einfache Lösung von bislang etwas kniffliger zu realisierenden Anwendungen im Bereich kleinerer und mittlerer S7-Anwendungen.
Zu den besonderen Eigenschaften gehören die Metallgehäuse, die bei korrekter Erdung feldgebundene Störeinflüsse ausfiltern und sich schnell an kundenspezifische Sonderwünsche anpassen lassen – auch schon bei kleineren Stückzahlen. Das eigene Betriebssystem, welches den Befehlsumfang einer S7-315-2PNDP sowie eine Runtime zum Ablauf einer umfangreichen Onboard-Visualisierung besitzt, ermöglicht die Entwicklung besonders kompakter Verbindungen von S7-CPU mit industriellen Touchpanels komplett ohne Windows – vorteilhaft für langfristige Produktlebenszyklen.
Für kommunikative Anwendungen in der S7-Welt
Generell sind die S7-Steuerungen von Insevis mit dem Simatic-Manager 5.5 oder mit dem TIA-Portal V13/14/15 (in AWL, KOP, FUP, S7-SCL, S7-Graph) zu programmieren und entsprechen quasi dem Befehlsumfang einer S7-315-2PNDP. Sie verfügen über 1-MB-Arbeits- und 8-MB-Ladespeicher. Damit können Insevis-Kunden ihr Siemens-Standardprogrammiertool beibehalten und bei Bedarf (Kundenwunsch, technische Funktion, Preisdruck etc.) jederzeit zwischen Siemens- und Insevis-Hardware wechseln. Als Schnittstellen verfügt jede S7-CPU von Insevis bereits in der Grundausführung über Ethernet (TCP, UDP, S7-Kommunikation), Modbus (TCP und RTU), CAN (CANopen und Layer2) sowie einen seriellen CP mit RS-232 und RS-485 (freies Ascii) (Bild 1). Die neueren S7-CPU haben sogar zwei getrennt konfigurierbare Ethernet-Anschlüsse (für die Kunden-IT und für den eigenen Service-Zugang) sowie einen statischen Webserver. Zusätzlich stehen je nach CPU optional Profibus DP Master/Slave oder Profinet-IO-Controller zur Verfügung – sogar standardmäßig im erweiterten Temperaturbereich von –20 °C bis 60 °C. Damit ist ein Einsatz als beliebig S7-programmierbares Feldbus-Gateway oder Datenlogger mit individueller Datenvorverarbeitung möglich. Die dafür hilfreichen SFC und SFB stehen kostenlos im Internet zur Verfügung. Zudem bietet Insevis auf seinem Youtube-Kanal dokumentierte Beispielanwendungen und Demovideos an.
Abgesetzte oder integrierte Panels
Die IP65-geschützten resistiven Touchpanels sind exakt auf die S7-Firmware abgestimmt. Durch einen hochwertigen intuitiven Qualitätseindruck, ihre geringe Stromaufnahme (zum Beispiel weniger als 100 mA an 24 V bei den 3,5-Zoll-Panels) sowie schnelle Seitenumschaltungen heben sie sich aus der Masse der Plastikrahmen-Panels hervor. Die Projektierung erleichtert ein kostenloses und an das Handling des „WinCCflexible“ angelehntes Visualisierungstool. Die Funktionen erlauben auch größere Bedien- und Beobachtungslösungen ohne großen Projektierungsaufwand (Bild 2). Der S7-Variablenimport samt Symbolik aus dem Simatic-Manager oder dem TIA-Projekt ist unkompliziert.
Das Störmeldesystem umfasst jeweils bis zu 1 024 archivierbare Alarme und Ereignissen, 64 Trendkanäle mit je 655 000 Archiv-Messwerten, 64 Rezepturen mit 256 Elementen sowie 256 Datensätzen. Dazu kommen eine Benutzerverwaltung mit neun Ebenen, eine unbegrenzte Anzahl von Sprachen sowie vielfältige Log- und Archivierungsfunktionen, sodass sich auch komplexe Visualisierungsaufgaben einfach lösen lassen.
Die integrierte Simulation umfasst die Visualisierung sowie das S7-Programm, wenn das Siemens-Tool S7-PLCSIM auf dem Rechner vorhanden ist. Überraschungen bei der Inbetriebnahme werden damit deutlich reduziert. Anwender loben besonders die auch für Neueinsteiger einfache und intuitive Bedienung, die schnell zu einer modernen Visualisierung führt. Zur Archivierung von Meldungen, Trends, Prozessdaten in DB oder für Updates/Upgrades genügt eine Standard-FAT32-Micro-SD-Karte. Das manuelle oder automatische Auslesen und Abspeichern der Archive als csv-Datei erfolgt mit der kostenlosen Software Remotestage. Mit ihr können auch kostenlose Remote-Visualisierungen für alle ethernetfähigen S7-CPU erstellt und betrieben werden – ein weiterer Beitrag von Insevis für die Bezahlbarkeit und Einfachheit von Visualisierungen in der S7-Welt.
Erhöhte Leistungsdichte durch integrierte Kunden-IO
Um Serienanwendungen mit kompaktem Platzangebot technisch auszureizen und wirtschaftlich abzuspecken, hat Insevis in einem Ratiodesign seine 4,3 Zoll große Panel-SPS mit dem kompletten vorgenannten Leistungsumfang auf die geringe Bautiefe von 25 mm reduziert (Bild 3). Dabei wurde gleichzeitig Platz für eine zusätzliche E/A-Ebene geschaffen, deren Inhalt Serienkunden selbst bestimmen können. Anders als bei bisherigen kompletten OEM-Lösungen „lebt“ diese Aufteilung und ist der Garant für Zukunftsoffenheit und Varianz. Durch Verwendung einer Standardbaugruppe kann Insevis seine S7-Panel-SPS immer auf dem Stand der Technik halten und verschiedene Panelgrößen anbieten.
Auf der anderen Seite garantiert die kundenseitige OEM-Peripherieebene hohe Wirtschaftlichkeit, Abwärtskompatibilität und Exklusivität.
Fazit
Hohe Qualität, umfangreiche Funktionalität, Zukunftsoffenheit und ein ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis sind die Haupteigenschaften, die Insevis in den S7-Markt einbringen kann – ohne dass Anwendern ihre gewohnte S7-Programmierumgebung (Simatic-Manager und TIA) verlassen müssen. Ausführliche Anleitungen samt Demoprogrammen bietet das Unternehmen auf seinen Webseiten an. Auf Youtube gibt es umfangreiche Playlists zu detaillierten Informationen rund um die einfache Nutzung der kostenlosen Softwaretools. (no)