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26.09.2018

WindEnergy 2018 gestartet

Der Eingang Mitte der WindEnergy 2018

Der Eingang Mitte der WindEnergy 2018

An der Pressekonferenz nahmen prominente Gäste, wie der Generaldirektor von BusinessEurope, Markus Beyrer (2. von links), IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol (4. von links) und Dr. Markus Tacke, Vorsitzender von VDMA Power Systems und CEO von Siemens Gamesa (rechts) teil.

An der Pressekonferenz nahmen prominente Gäste, wie der Generaldirektor von BusinessEurope, Markus Beyrer (2. von links), IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol (4. von links) und Dr. Markus Tacke, Vorsitzender von VDMA Power Systems und CEO von Siemens Gamesa (rechts) teil.

Gestern hat in Hamburg das weltgrößte Treffen der Windenergiebranche, der Global Wind Summit (25.-28. September) begonnen. Welchen Stellenwert die Digitalisierung und Automatisierungstechnik in der Branche hat, zeigen unter anderem die zahlreichen namhaften Automatisierungsunternehmen – von ABB, B&R und Bachmann über Balluff, Beckhoff, Igus und Phoenix Contact bis hin zu Schneider Electric, Weidmüller und Wieland – die sich größtenteils in der Halle B6 der WindEnergy versammeln. Gleichfalls wird demonstriert, dass die Branche den Blick bereits über den Tellerrand der Stromerzeugung hinaus auf zusätzliche Möglichkeiten richtet, zur Dekarbonisierung der gesamten Energiewirtschaft beizutragen. Das wurde auch auf der Eröffnungspressekonferenz unterstrichen.

Der Global Wind Summit, der sich aus der Weltleitmesse WindEnergy Hamburg und der parallel stattfindenden WindEurope-Konferenz zusammensetzt, bringt mehr als 1400 Aussteller, 500 Sprecher und Referenten sowie ein großes Aufgebot an Energieministern und Top-Managern aus aller Welt zusammen.

„Rund 35 000 Fachbesucher aus 100 Ländern werden zum Global Wind Summit erwartet,“ meinte Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress, bei der Pressekonferenz am Dienstag. „Die gesamte Branche, sowohl das Onshore- als auch das Offshore-Segment, werden auf der WindEnergy Hamburg abgebildet. Dafür sorgen mehr als 1400 Aussteller aus 40 Ländern. Darunter sind nicht weniger als 16 Windturbinenhersteller, und zum ersten Mal sind auch Mingyang aus China und Suzlon aus Indien präsent. Der Anteil ausländischer Unternehmen ist von 44 % im Jahr 2016 auf nunmehr 50 % gestiegen. Eine ganze Reihe von Ländern sind erstmals vertreten, darunter Südafrika, Australien, Island, Lettland und Litauen.“ Anschließend erklärte Fatih Birol, Exekutivdirektor der Internationalen Energieagentur, am Dienstag beim Global Wind Summit: „Die Windenergie nimmt im Energie-Mix der Welt eine zentrale Rolle ein. Bereits heute erzeugt Wind nahezu 5 % des gesamten Stroms, und das Potenzial ist noch wesentlich höher. Bei weiter sinkenden Kosten und entsprechenden politischen Weichenstellungen erwarte ich, dass Wind in zehn Jahren zur wichtigsten Energiequelle Europas wird.“

Dr. Markus Tacke, Vorsitzender von VDMA Power Systems und CEO von Siemens Gamesa betonte: „Der Global Wind Summit ist ein Schaufenster für unsere Branche, die die Windenergie zu einer starken Säule der Energieversorgung Deutschlands und Europas gemacht hat. Hamburg wird ein Signal aussenden, dass wir mit den 140 000 innovativen Mitarbeitern der Branche in Deutschland und ihren Kollegen in ganz Europa noch viel mehr erreichen können. Mit dem sogenannten „Energiewendelabor“ möchten wir zeigen, dass Windenergie viel mehr ist als Strom für die Steckdose. Windenergie wird künftig nicht nur Energie für Autos liefern sondern auch für die Stahlproduktion und für die Heizung zahlreicher Wohnungen. Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, müssen Gesellschaften und Regierungen auch an die Klimatechnik und andere gewerbliche Einsatzbereiche denken.“

Parallel zur Weltleitmesse findet die WindEurope-Konferenz 2018 statt. „Die Windenergie revolutioniert den weltweiten Energie-Mix und findet zugleich neue Möglichkeiten der Energieversorgung von Haushalten, der Industrie und der Gesellschaft insgesamt. Die Konferenz wird sich mit den Bereichen beschäftigen, in denen die Windenergie Neuland betritt. Da geht es z.B. darum, wie sich die Branche die Möglichkeiten der Digitalisierung zu Nutze machen kann; es geht um innovative Finanzierungsmodelle für Windfarmen, um neue technische Ansätze wie schwimmende Offshore-Windkraftwerke, oder um die Elektrifizierung der europäischen Energiesysteme mit Wind. Wir haben über 500 Redner im Programm, darunter führende Experten aus der öffentlichen Verwaltung, der Industrie, der Finanzwirtschaft und der Wissenschaft“, erläuterte WindEurope-CEO Giles Dickson.