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08.11.2018

Elektroindustrie schließt drittes Quartal verhaltener ab

Im September 2018 verfehlten die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie ihren Vorjahreswert um 4,1 %. Aus dem Inland gingen 1,6 % und aus dem Ausland 6,0 % weniger Bestellungen ein. Vor allem die Aufträge aus Ländern außerhalb des Euroraums gaben mit minus 8,8 % stark nach. Kunden aus der Eurozone reduzierten ihre Bestellungen nur um 0,6 %.

„Damit sind die Auftragseingänge in den gesamten ersten drei Quartalen dieses Jahres stagniert“, sagte Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. „Allerdings hatte es im gleichen Vorjahreszeitraum bedingt durch Großaufträge auch ein zweistelliges Plus gegeben.“ Während die Bestellungen aus dem Inland zwischen Januar und September um 4,0 % gegenüber Vorjahr fielen, legten die Auslandsbestellungen um 3,2 % zu. Sowohl Kunden aus dem Euroraum (+ 2,0%) als auch aus Drittländern (+ 4,0%) orderten mehr.
Die preisbereinigte Produktion der heimischen Elektroindustrie blieb im September 2,4 % unter ihrem Vorjahreswert. Für den Gesamtzeitraum von Januar bis September 2018 ergibt sich aber immer noch ein Zuwachs von 2,7 % gegenüber Vorjahr. „Somit liegen wir weiterhin im Rahmen unserer Erwartungen von plus drei % für das gesamte Jahr 2018“, so Dr. A. Gontermann.
Die nominalen Erlöse der Branche fielen im September mit 16,5 Mrd. € um 3,5 % niedriger aus als im Vorjahr. Der Inlandsumsatz (- 7,0% auf 7,7 Mrd. €) sank stärker als der Auslandsumsatz (- 0,4% auf 8,8 Mrd. €). Während das Geschäft mit Kunden aus der Eurozone um 3,1 % auf 3,3 Mrd. € stieg, gingen die Erlöse mit Drittländern um 2,4 % auf 5,5 Mrd. € zurück.
In den ersten drei Quartalen 2018 belief sich der aggregierte Elektroumsatz auf 145,1 Mrd. €, ein Plus von 2,9 % gegenüber 2017. Die Inlands- und Auslandserlöse erhöhten sich dabei um 2,4 bzw. 3,4 % auf 68,7 bzw. 76,4 Mrd. €. Der Umsatz mit Kunden aus dem Euroraum (+ 5,1 % auf 28,2 Mrd. €) wuchs in den ersten drei Quartalen doppelt so stark wie der mit Partnern aus Drittländern (+ 2,4 % auf 48,2 Mrd. €).
Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie hat im Oktober 2018 deutlich nachgegeben: „Die Beurteilung der aktuellen Lage fiel etwas schwächer aus als im Vormonat. Gleichzeitig gingen die allgemeinen Geschäftserwartungen per saldo soweit zurück, dass sie erstmals seit November 2014 wieder in negatives Territorium kamen“, sagte Dr. A. Gontermann. „Immerhin trübten sich die Exporterwartungen im Oktober nur leicht ein.“