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14.12.2018

Wohin fließen die IT-Budgets in 2019?

Entwicklung der IT-Budgets 2019 laut der IT-Studie von Capgemini

Entwicklung der IT-Budgets 2019 laut der IT-Studie von Capgemini

Die Anforderungen an die IT in 2018 und 2019

Die Anforderungen an die IT in 2018 und 2019

An der IT-Trends-Studie von Capgemini nahmen in diesem Jahr 108 IT-Verantwortliche von Großunternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz teil. Das Ergebnis ist, dass die Unternehmen auch in 2019 weiter investieren werden – vor allem in die Digitalisierung. Im kommenden Jahr erhöhen rund 44 % der teilnehmenden Unternehmen ihre IT-Ausgaben (Vorjahr knapp 49 %), etwa jedes siebte (13,9 %) sogar um mehr als 10 %. Nur 2,5 % und damit deutlich weniger als im Vorjahr (14,6 %), werden ihr Budget kürzen.

Für mehr als 70 % der Unternehmen ist die Digitalisierung eines der drei wichtigsten IT-Ziele des kommenden Jahres. In ihren Ausbau fließt im Schnitt ein Viertel des IT-Budgets. Konzerne mit einem Jahresumsatz ab 1 Mrd. € investieren sogar 30 %. Daneben will mehr als ein Drittel die Agilität und Flexibilität erhöhen. Fast 30 % der Unternehmen stellen die Bedürfnisse der Endkunden in den Mittelpunkt und rund ein Viertel will IT schneller bereitstellen und Release-Zyklen verkürzen.

Kostensenkungen und Effizienzsteigerungen, die bis 2016 jahrelang die wichtigsten Vorgaben für CIO waren, spielen im kommenden Jahr eine untergeordnete Rolle. Vielmehr drängen Fachabteilungen darauf, intelligente Technologien wie Machine Learning, Bilderkennung oder Natural Language Understanding einzusetzen. Sie finanzieren rund ein Drittel aller Innovationsprojekte und bestimmen bei mehr als der Hälfte dieser Vorhaben maßgeblich, wie sie umgesetzt werden. „Offenbar erhöht die Digitalisierung das Arbeitsaufkommen in den Fachabteilungen stark; hinzu kommt der Fachkräftemangel. In dieser Situation sehen Fachabteilungen im Einsatz intelligenter Technologien eine Möglichkeit, ihrer künftigen Aufgaben Herr zu werden“, erklärt Thomas Heimann, Business Architect Director bei Capgemini & Co-Autor der IT-Trends-Studie.

Schlechte Dateninfrastruktur bremst Digitalisierungsprojekte aus
Auch die Informationsauswertung und -nutzung soll in vielen Organisationen besser werden. Anscheinend treten zunehmend Defizite in diesem Bereich zutage und der Handlungsdruck steigt. „Datenanalyse ist für den Erfolg der Digitalisierung entscheidend – und die Grundlage für den Einsatz intelligenter Technologien. Hier zählt eine nur mittelmäßige Datenverfügbarkeit aktuell zu den vier größten Hürden“, kommentiert Dr. Uwe Dumslaff, Executive Vice President und Chief Technology Officer bei Capgemini in Deutschland, die Ergebnisse.