A A A
| Sitemap | Kontakt | Impressum | Datenschutz
ETZ Logo VDE Verlag Logo

Mobiles Beschriftungssystem

01 Mobiler Drucker im Verbundwasserwerk Witten: Weil die Kennzeichnungen jetzt auch vor Ort erstellt werden, erübrigen sich viele Wege zur Werkstatt

01 Mobiler Drucker im Verbundwasserwerk Witten: Weil die Kennzeichnungen jetzt auch vor Ort erstellt werden, erübrigen sich viele Wege zur Werkstatt

02 Hightech mit Wasser: Im Verbundwasserwerk Witten wird das Wasser durch die neue Reinigungsstufe in einer Ultrafiltrationsanlage aufbereitet und wieder in das Wasserverteiler-Netz gespeist

02 Hightech mit Wasser: Im Verbundwasserwerk Witten wird das Wasser durch die neue Reinigungsstufe in einer Ultrafiltrationsanlage aufbereitet und wieder in das Wasserverteiler-Netz gespeist

03 Stephan Maubach aus dem Bereich Netzservice Systemtechnik bei der AVU Netz: Er ist von der Qualität der Druckersysteme von Phoenix Contact und von der Durchgängigkeit der Beschriftungsmaterialien überzeugt

03 Stephan Maubach aus dem Bereich Netzservice Systemtechnik bei der AVU Netz: Er ist von der Qualität der Druckersysteme von Phoenix Contact und von der Durchgängigkeit der Beschriftungsmaterialien überzeugt

04 Aufgeräumter Schaltschrank: Jede Komponente und jede einzelne Klemme kann vor Ort bei Wartungsarbeiten oder Modifikationen schnell mit dem passenden Markierungsschild versehen werden

04 Aufgeräumter Schaltschrank: Jede Komponente und jede einzelne Klemme kann vor Ort bei Wartungsarbeiten oder Modifikationen schnell mit dem passenden Markierungsschild versehen werden

Aufgrund der ausgedehnten Anlagenstrukturen in der Wasserversorgung nehmen Fahrten und Laufwege – etwa bei Wartungsarbeiten – viel Zeit in Anspruch. Auch bei der detaillierten Kennzeichnung aller Anlagenteile ist das der Fall. Dank des mobilen Drucksystems Thermomark Prime von Phoenix Contact lassen sich bei der AVU Netz jetzt erhebliche Einsparungen erzielen (Bild 1).
Mit Sicherheit vor Ort – das ist Motto und Anspruch der AVU Netz. Mit fast 300 Mitarbeitern ist das Unternehmen Verteilnetzbetreiber für Strom, Gas und Wasser im Ennepe-Ruhr-Kreis – in der Mitte des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Die AVU Netz GmbH, eine 100-prozentige Tochter der AVU AG, ist traditionell stark in der Region verwurzelt. Zu den Versorgungsgebieten gehören Schwelm, Breckerfeld, Ennepetal, Sprockhövel, Wetter, Hattingen und Gevelsberg. Die AVU Netz errichtet und betreibt über 1 800 Versorgungsanlagen in der gesamten Region.
Neben der zuverlässigen Verteilung von Strom und Gas sorgt die AVU Netz auch dafür, dass in der Region jederzeit sauberes Trinkwasser aus dem geöffneten Wasserhahn fließt. Um den Bedarf von täglich circa 130 l Wasser pro Person zu decken, liefert der Versorger rund 1 200 m³ Trinkwasser pro Stunde an seine Kunden. Das AVU-Trinkwasser-Reservoir – die Ennepe-Talsperre – verfügt über 12,3 Mio. m³ Wasser. Mit dem Wasserwerk Rohland und dem Gemeinschafts-Wasserwerk Volmarstein betreibt die AVU in Zusammenarbeit mit dem Verbundwasserwerk Witten die Wasserproduktion für ihr Netzgebiet. Die Unternehmen sind für den technisch sicheren Betrieb und die einwandfreie Ablauforganisation vom DVGW zertifiziert (Bild 2).
Eine wichtige Voraussetzung für die hohen technischen Qualitätsstandards ist eine detaillierte und eindeutige Dokumentation sämtlicher Anlagenteile. Und das gilt nicht nur für die Planung und Errichtung der Anlagen, sondern auch für sämtliche Modifikationen und Erweiterungen.
Effiziente Beschriftung
Die eindeutige Dokumentation der Anschluss- und Übergabepunkte sämtlicher Schnittstellen wird von Anfang an sorgfältig und detailliert geplant und in allen Systemen und Leitsystemen mitgeführt. „Die Anlagendokumentation ist für uns als Versorger ein entscheidender Faktor“, erläutert Stephan Maubach aus dem Bereich Netzservice Systemtechnik bei der AVU Netz (Bild 3). Trinkwasserversorgung ist hochsensibel – deshalb müssen unsere Anlagentechniker gerade im Servicefall jederzeit schnell und effizient auf alle Anlagenteile zugreifen können.“ Lange Wartungs- und Servicezeiten würden das Verteilernetz, das idealerweise ein kontinuierlich laufendes System abbildet, unnötig blockieren.
Wichtige Voraussetzung für die aussagefähige und effiziente Anlagendokumentation – und somit auch für die zuverlässige Wartung und Instandhaltung – ist wiederum die umfassende, eindeutige und auf lange Sicht gut lesbare Kennzeichnung aller elektrotechnischen Anlagenteile und Anschlusspunkte. Seit vielen Jahren kommen in den Steuerungsanlagen der AVU Netz die softwareunterstützten Desktop-Drucker Thermomark Roll und Thermomark Card von Phoenix Contact zum Einsatz. Die Beschriftung der Schaltschrank-Bauteile ist ein fester Bestandteil in der Fertigungslinie. Mit der Planungs- und Projektierungssoftware Clip Project wird über die bidirektionalen Schnittstellen die gesamte Beschriftung des Schaltplans aus dem CAE-System exportiert und auf das entsprechende Drucksystem ausgegeben.
Kosten einsparen und mobil beschriften
Kommt es zu Reparaturen, Modernisierungen oder Erweiterungen der Anlage, muss mit den neuen Komponenten im Schaltschrank auch die vorhandene Beschriftung angepasst werden. Durch das weitläufige Versorgungsgebiet der AVU Netz legen die Monteure Tag für Tag weite Strecken zurück. Diese Fahrten sind in aller Regel zeitintensiv – und müssen daher gut durchgeplant werden.
„Bei der Kennzeichnung und Anlagendokumentation sind wir vor Ort auf Probleme gestoßen. Die zu ergänzenden Beschriftungen wurden händisch auf einem Blatt Papier notiert und in unsere Fertigung gegeben“, ergänzt S. Maubach. „Dadurch entstanden Kosten, die an anderen Stellen wieder eingespart werden mussten. Deshalb haben wir eine mobile Druckerlösung gesucht, die unsere Markierungen dort erstellt, wo wir sie benötigen.“
Auch der Versorgungssektor steht heute unter hohem Kostendruck; hier sind die Unternehmen gezwungen, immer neue Einsparpotenziale zu identifizieren und vorhandene Prozesse effizienter zu gestalten. Ein mobiles Beschriftungsgerät für die Monteure, das die gleiche Qualität der Bedruckung bietet wie die stationären Drucker, die in der Werkstatt beim Schaltschrankbau verwendet werden, bot hier interessante Perspektiven. Aus diesem Grund entschied sich das Unternehmen für ein akkubetriebenes mobiles Drucksystem – Thermomark Prime von Phoenix Contact.
S. Maubach benennt unterm Strich einen Zeitvorteil von gut 15 % im Vergleich zur ehemaligen Arbeitssituation mit den stationären Druckern. „Indem wir die Daten für die Schilder direkt vor Ort eingeben können, fallen zeitaufwendige und fehlerträchtige Zwischenschritte weg. Die Zeit für das Nachdrucken in der Werkstatt und die Fahrzeiten und Laufwege fallen dann ebenfalls weg.“
Optimales Druckbild
Um die Kontinuität der Versorgung gewährleisten zu können, wird jeder Anschlusspunkt gleichlautend im System und in der Anlage benannt, dokumentiert und gekennzeichnet. Der Thermomark Prime schafft – durch seine flexiblen Einsatzmöglichkeiten und dem sauberen und gut lesbaren Druckbild – die Effektivität und Durchgängigkeit im Schaltschrank, die für die Systemtechniker der AVU Netz eine bedeutende Rolle spielen (Bild 4). S. Maubach: „Selbst 40 Jahre alte Reihenklemmen können wir mit der neusten Druckertechnik problemlos beschriften.“
Die im mobilen Drucker integrierte Markierungssoftware Clip Project, die bei allen Drucksystemen von Phoenix Contact zum Einsatz kommt, ermöglicht den Anwendern im Zusammenspiel mit dem installierten Touchdisplay, das wie ein Tablet fungiert, die direkte Eingabe der erforderlichen Daten vor Ort. Außerdem können erstellte Markierungsprojekte per Plug-and-play über unterschiedliche Schnittstellen am Gerät – etwa über einen USB-Stick – oder auch über drahtlose Verbindungen übertragen und dann ausgedruckt respektive gespeichert werden.
Fazit
Die geforderte hohe Betriebssicherheit im regionalen Verteilernetz ist nicht ohne die hohe Exaktheit und Durchgängigkeit der Anlagenkennzeichnung und -dokumentation zu haben. „Die Wahl des Thermomark Prime von Phoenix Contact hat sich schon nach kurzer Zeit rentiert“, resümiert S. Maubach. „Wir arbeiten jetzt vor Ort viel effizienter. Ausschlaggebende Gründe für die Anschaffung des mobilen Druckers Thermomark Prime waren die hohe Flexibilität, die intuitive Handhabung über das Touchdisplay und – last, but not least – die gute Schnittstellenanbindung mit unserem CAE-System von Eplan.“ S. Maubach denkt auch über weitere Projekte nach: „Zurzeit planen wir den Einsatz des Thermomark Prime im Bereich der Stationsfernübertragung bei 10-kV-Ortsnetzen.“ (hz)

Mobiler Thermotransferdrucker

Thermomark Prime kombiniert bewährte und zuverlässige Drucktechnik, eine vollständig integrierte Markierungs-Software sowie eine ausdauernde und netzunabhängige Energieversorgung. Thermomark Prime fungiert dabei als transportables mobiles Beschriftungszentrum. Touchscreen, gekapselte Farbbänder und ein wechselbarer Akku erleichtern die Bedienung des Druckers vor Ort:

Daniel Diekmann, B.Sc. Wirtsch.-Ing., arbeitet im Vertriebsmarketing Elektromechanik bei der Phoenix Contact Deutschland GmbH in Blomberg. daniel.diekmann@phoenixcontact.com

Daniel Diekmann, B.Sc. Wirtsch.-Ing., arbeitet im Vertriebsmarketing Elektromechanik bei der Phoenix Contact Deutschland GmbH in Blomberg. daniel.diekmann@phoenixcontact.com