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Step by step zu Predictive Maintenance

01  Oberste Priorität, unter anderem in der Prozessindustrie, ist es, Stillstandszeiten zu vermeiden. Richtig in den Prozess eingebunden, leisten Feldgeräte einen entscheidenden Beitrag dazu

01  Oberste Priorität, unter anderem in der Prozessindustrie, ist es, Stillstandszeiten zu vermeiden. Richtig in den Prozess eingebunden, leisten Feldgeräte einen entscheidenden Beitrag dazu

Die sichere Vernetzung von Sensoren gilt auch in der Prozessindustrie als wichtiger Hebel, um weitere Optimierungs- und Einsparpotenziale zu heben. Dabei kommt bei solchen Projekten der optimalen Dimensionierung eine besondere Bedeutung zu. Auf einer zentralen Plattform fasst Vega deshalb nun skalierbare IIoT-Dienste für digitales Prozessmanagement zusammen. Aus einer individuell wählbaren Servicepalette wird hier das optimale Verhältnis zwischen umfassender Digitalisierung und Sicherheit bereitgestellt. Ebenfalls inklusive: Schlüsselbundverwaltung für Netzwerkzugänge oder Sensorkonfiguration. Schrittweise ergänzen lassen sich zudem Systeme zur Materialflussoptimierung oder zum Maintenance Monitoring.

02  Effektives Maintenance Monitoring – visualisiert durch das Vega-Inventory-System

02  Effektives Maintenance Monitoring – visualisiert durch das Vega-Inventory-System

03  Das Vega-Inventory-System liefert die Datenbasis für eine effiziente Logistikplanung – bis hin zur automatischen Nachbestellung

03  Das Vega-Inventory-System liefert die Datenbasis für eine effiziente Logistikplanung – bis hin zur automatischen Nachbestellung

Die Vermeidung von Stillständen hat in allen Industrie­bereichen oberste Priorität – so auch in der Prozessindus­trie. Neben Störungen an Maschinen und Anlagen kommt es hier unter anderem durch das Reinigen oder Rüsten zu Standzeiten. Als große Herausforderung ergibt sich zudem, dass sich durch die weiter steigende Komplexität der An­lagen auch die Fehlersuche zunehmend schwieriger gestaltet. Abhilfe können unter anderem digital vernetzte Sensoren bieten, deren Daten für Diagnose und Wartung ausgelesen werden (Bild 1). Durch die damit verbundene digitale Vernetzung der operativen Produktionswelt und der kommunikativen IT-Welt in der Cloud ergeben sich eine Reihe Vorteile: Die Instandhaltung von Maschinen ist möglich, bevor ein teurer Störfall eintritt. Reinigungs- oder Rüst­zeiten optimieren sich stetig. Und die flexible Produktion kleiner Losgrößen ist zu beinahe den gleichen Konditionen umsetzbar, wie die von Massenware. Der schmale Grat, den es dabei zu meistern gilt, liegt zwischen Innovations- und Investi­tions- bzw. Risikobereitschaft. So können Industrie-4.0-Projekte schnell ­große Mengen an Geld verschlingen. Zudem hat nicht jedes Unternehmen Bedarf an allen Disziplinen oder muss alle Fähigkeiten beherrschen. Vielmehr kommt es darauf an, das tatsächlich Benötigte zu identifizieren und sich auf die Module zu fokussieren, die echten Nutzen bringen.

Bluetooth als wichtiger Enabler

Bei den meisten Feldgeräten handelt es sich an sich schon um intelligente Systeme, die eine Vielzahl wichtiger Informationen liefern können – sowohl über die Prozesse, in denen sie eingesetzt werden als auch über ihren eigenen Status. Wie diese Daten genutzt und in Steuerungssysteme eingebunden werden können, liegt im Entscheidungsbereich der Anwender. Im besten Fall ermitteln die Geräte prozessrelevante Daten und visualisieren sie übersichtlich. Darüber lassen sich dann vorausschauende Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ableiten und somit Ausfall- und Stillstandszeiten minimieren.

Zunächst müssen diese Daten jedoch zugänglich gemacht werden. Dabei kann sich gerade in weitläufigen Anlagen­arealen, bei verteilten oder gar mobilen Produktionsstätten und Anwendungen die Kommunikation über Bluetooth als wichtige Brückentechnologie hin zur Industrie-4.0-Anlage erweisen. Vega [1] bietet die drahtlose Übertragung daher schon heute für alle Sensoren mit Plicscom-Displays und damit beinahe sein gesamtes Sensorikportfolio als Option an.
Zudem ist Bluetooth schon jetzt für den Großteil aller im Markt befindlichen Vega-Sensoren nachträglich leicht integrierbar.

Mit Bluetooth lassen sich Reichweiten von 25 m bis maximal 50 m abdecken; Lizenzgebühren fallen nicht an. Die Kommunikationsop­tion ist global, auf dem ISM-Band bei 2,4 GHz, verfügbar. Weil ihre Wurzeln im Consumer-­Bereich liegen, sind die benötigten Endgeräte zur Anlagenbedienung bereits an unzähligen Orten vorhanden. Auch die Integration und automatische Verbindung weiterer Feld­geräte ist einfach möglich. Neben den Messwerten lassen sich über Bluetooth auch Alarme bei kritischen Werten übermitteln sowie die Fernkonfiguration von Anlagen durchführen, zum Beispiel via PC oder Smartphone. Das Resultat: Kos­tenersparnisse für Serviceeinsätze und bessere Kontrolle über das gesamte Feldequipment.

Monitoring – individuell skalierbar

Für die Darstellung von Gerätezuständen, Alarmen, der Historie sowie eine Kalenderübersicht hat Vega die digitale Wartungsplattform „vCare“ eingeführt. Bei dieser entscheidet der Anwender, was er auf seinem Bildschirm sieht. Dabei steht die einfache Durchführbarkeit im Vordergrund. Diese drückt sich unter anderem durch die Verwendung von Einfachem und Bewährtem aus. Techniken und Komponenten, die aus dem täglichen Leben bekannt sind, vielseitige drahtlose und drahtgebundene Übertragungsmöglichkeiten sowie Smartphones oder Tablets gehören dazu. Eingebettet in das Anwenderportal „myVega“ zeigt „vCare“ als zentrale Maintenance- und Monitoring-Plattform alle wichtigen Sensorinformationen übersichtlich auf dem PC-Bildschirm an. Dabei sind die Daten in der geschützten Cloud verankert. So liefert die Plattform Prozessinformationen, gefiltert nach Relevanz oder Präferenz und differenziert nach dem jeweiligen Sensor. Sie liefert Alarmhinweise und Lösungsvorschläge zum richtigen Zeitpunkt, um Anlagen wirtschaftlich und vorausschauend fahren zu können. Und sie liefert allgemeine Geräteinformationen, ohne nachschlagen zu müssen. Das Besondere: Spezifische Informationen bleiben – passend zum jeweiligen Gerät – spezifisch. Allgemeines gibt es als Add-ons leicht verständlich aufbereitet. Zusätz­liche und neue Informationen können auf der „vCare“-Plattform flexibel nach Bedarf „zugebucht“ werden.

Der Security Rechnung getragen

Sicherheit kommt bei der Datenübertragung sowie in der Cloud ein hoher Stellenwert zu. Diesem Umstand trägt Vega mittels umfangreicher Schutzmaßnahmen Rechnung: Vor Beginn der Datenübertragung findet eine Verschlüsselung der Gerätekommunikation und Authentisierung der Geräte im Netzwerk statt. Mit dem digitalen Angebot „Pins & Codes“ lassen sich Geräte-Zugangsdaten zusätzlich zen­tral im Portal speichern und schützen. Fällt ein Bediengerät aus, ermöglicht „Pins & Codes“ das Weiterarbeiten ohne Neueingabe. Im Hintergrund werden die Zugangsdaten aller Sensoren durch einmaliges Anmelden im „myVega“-Portal selbstständig synchronisiert. Zusätzliche Bediengeräte werden automatisch synchronisiert und können damit sofort auf alle Sensoren zugreifen. Dadurch ist es auch hier möglich, eine digitale Vernetzung schrittweise aufzubauen. Erste Praxis­erfahrungen werden zeigen, was exakt Sicherheit bietet oder aber einen echten Wettbewerbsvorteil. Auf dieser Basis lässt sich dann mit minimiertem Risiko komfortabel und in der richtigen Größe weitermachen. (ih)


Literatur:
[1] Vega Grieshaber KG, Schiltach: www.vega.com


Dipl.-Ing. Holger Sack ist als Leiter Produkt­management bei der Vega Grieshaber KG in Schiltach tätig.

Autor:
Dipl.-Ing. Holger Sack ist als Leiter Produkt­management bei der Vega Grieshaber KG in Schiltach tätig.


Technik-Talk auf YouTube

Technik-Talk auf YouTube

Vega sieht einen lebendigen Austausch mit Kunden als essenziell an. Dazu werden viele Kanäle genutzt, unter anderem Youtube. So gilt das Videoportal Youube als ideale Plattform, um kleinere Kundenfragen, die regelmäßig gestellt werden, mit wenigen Worten und Bildern prägnant zu beantworten. Vor diesem Hintergrund wurde die Youtube-Serie „Vega talk“ ins Leben gerufen. „Viele unserer Kundenfragen wurden bereits von anderen gestellt, mancher Fehler schon einmal gemacht. Mit unserer neuen Youtube-Serie ‚Vega talk’ können wir besser erklären, Unnötiges vermeiden und aus Interessenten echte Profis machen“, so das Marketing-Team, das die Videos konzipiert hat.

Die beiden Gesichter hinter „Vega talk“ sind Tom Mulvey und Stefan Sum. T. Mulvey ist seit 2013 im Unternehmen tätig und seit Kurzem im Bereich Vertrieb unterwegs. S. Sum bringt 26 Jahre Vega-Zugehörigkeit mit und ist langjähriger Experte in der Prüfmittelkonstruktion.

www.youtube.com/user/VEGAGrieshaberKG