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01 Das Druckkalibriergerät Panib dient der messtechnischen Kontrolle an Geräten zur nichtinvasiven Blutdruckmessung

Attraktive Gehäuse für die Medizintechnik

02 Für das Druckkalibriergerät Panib wurden zwei Halbschalen mit je 40 mm Höhe und ein Kappensatz mit Aufstellklappfuß kombiniert

03 Aus den Grundelementen des Botego-Gehäusesystems lassen sich unterschiedliche Gehäusetypen realisieren – vom flachen Modemgehäuse in Standardausführung bis zum großen kundenspezifisch angepassten Tischgerät

04 Das Entwicklungsteam der Medserv GmbH wählte eine individuell angepasste Folientastatur in Profiline- Technologie mit fühlbaren und robusten Tastenelementen

Das Design von Gehäusen spielt bei Anwendungen in der Medizintechnik neben Funktionalität, Langlebigkeit und dem Preis-Leistungs-Verhältnis eine entscheidende Rolle. Das medizintechnische Unternehmen Medserv GmbH entschied sich daher bei seinem Druckkalibriergerät für ein Bopla-Gehäuse vom Typ Botego.

Die indirekte, nichtinvasive Blutdruckmessung zählt zu den Standarduntersuchungen beim Arzt. Sie ist schnell durchzuführen und gibt umgehend Aufschluss über den aktuellen Blutdruck des Patienten. Damit die hierfür eingesetzten Messinstrumente auch verlässliche Werte anzeigen, ist eine Kalibrierung mit entsprechenden Druckkalibriergeräten erforderlich. Ein Hersteller solcher Geräte ist die Leipziger Medserv GmbH. Ursprünglich auf Reparatur, Service und Wartung von Medizin- und Labortechnik sowie den Klinik-Fullservice spezialisiert, entwickelt das Unternehmen heute auch eigene Produkte für den medizintechnischen Bereich – darunter auch Druckkalibriergeräte vom Typ Panib zur messtechnischen Kontrolle (MTK) an nichtinvasiven Blutdruckmessgeräten (Bild 1). Optisch stets präsent, doch häufig wenig beachtet ist das Gerätegehäuse, das die eigentliche Messtechnik umgibt. Dabei gelten auch für diese „Verpackung“ der Technik hohe Anforderungen. Bei Medserv sollte das Gehäuse nicht nur die Elektronik mit Pumpe und hochauflösendem digitalen Drucksensor problemlos aufnehmen können, es musste auch durch Funktionalität, Stabilität und Kompaktheit überzeugen und optisch ansprechend sein. Ein geschlossenes Standardgehäuse aus der Botego-Serie mit den Maßen 240 mm × 80 mm × 200 mm (b × h × t) von Bopla entsprach den Vorgaben der Leipziger. „Das Design gefiel uns. Form und Abmessungen passten perfekt. Und zudem stimmte der Preis, da keine aufwendigen Anpassungen erforderlich waren“, sagt der stellvertretende Medserv-Projektleiter Daniel Gräfe.

Individualisierbarer Standard
Standardgehäuse haben viele Vorteile. Sie sind beispielsweise schnell verfügbar und in der Regel kostengünstig. Doch häufig unterscheiden sie sich nicht oder zu wenig von Wettbewerbsprodukten. Um diese Differenzierung dennoch zu einem akzeptablen Preis zu ermöglichen, entwickelte das Bündener Unternehmen Bopla Gehäuse Systeme GmbH optisch prägnante Elemente für die kundenspezifische Anpassung der Basisausführungen. Bei der Botego-Gehäuseserie zählen dazu Kappensätze zur Abdeckung von Schrauben, Designelemente ohne technische Funktion und Designfolien für die teilweise oder vollflächige optische Veränderung der Gehäuseflächen. Diese gestalterischen Elemente sind in unterschiedlichen Formen und Farben ab Lager lieferbar. Auch die Frontplatten stehen in vier Designvarianten und sechs Farben zur Verfügung. Damit lässt sich das Aussehen der Geräte schnell und unkompliziert verändern. Das Resultat ist eine nahezu unendliche Kombinationsvielfalt. „Auf Anfrage lassen sich diese Elemente auch in kundenspezifischen Farben fertigen. Auf diese Weise entspricht dann das Endprodukt genau den Corporate-Design-Vorgaben des Unternehmens“, ergänzt Mathias Bünte, Produktmanager bei Bopla.

Auf 19-Zoll-Technologie abgestimmt
Ein Botego-Gehäuse setzt sich aus zwei Halbschalen zusammen (Bild 2) und ist in vier verschiedenen Grundgrößen sowie drei Standardhöhen verfügbar (6 TE = 30,48 mm, 9 TE = 45,72 mm und 12 TE = 60,96 mm). Damit berücksichtigte Bopla bei der Auslegung des Gehäuses auch die Anforderungen der 19-Zoll-Technologie, die Innenmaße in sogenannten Höhen- (1 HE = 44,45 cm) und Tiefeneinheiten (1 TE = 5,08 mm) angibt. Die Halbschalen sind wahlweise mit oder ohne Lüftungsschlitze erhältlich. Eine Unterscheidung zwischen Unter- und Oberteil gibt es nicht. Das beschleunigt Auswahl und Montage. Aus den Grundelementen lässt sich so ein großes Spektrum unterschiedlicher Abmessungen realisieren – vom flachen Modemgehäuse bis zum großen Tischgerät. Zusätzlich zu den Halbschalen steht ein Erweiterungssatz zur Verfügung, mit dem sich die Gehäusehöhe um jeweils 9 TE aufstocken lässt. Auf diese Weise kann sich der Anwender durch die Kombination von Grundgehäusen und Erweiterungssätzen Elektronikgehäuse in einem Höhenraster von 3 TE (15,24 mm) zusammenstellen (Bild 3). Dabei sind die Komponenten so konstruiert, dass die fertigen Gehäuse dank der speziellen Gestaltung der Kappensätze sowohl horizontal als auch vertikal genutzt werden können. Die Gehäusehalbschalen verfügen zudem über große abgesetzte Flächen, die sich beispielsweise für die Aufnahme von Folientastaturen eignen. Sie können aber auch mit ausgefallenen, silberfarbigen Designfolien versehen werden, die für eine hochwertige Geräteoptik sorgen. Für eine stabile Verbindung sämtlicher Gehäusekomponenten bei minimalem Montageaufwand sorgt die Rastverschlusstechnik. Das Gehäusesystem ermöglicht die variable Anordnung der Lüftung. Die Montage direkt übereinander eignet sich beispielsweise im Bereich eines Transformators. Eine versetzte Anordnung erlaubt dagegen die diagonale Durchlüftung des gesamten Gehäuses. „Das ist besonders von Vorteil, wenn Geräte gestapelt werden und die austretende warme Luft nicht direkt in das darüber liegende Gerät eindringen soll“, erläutert M. Bünte. Darüber hinaus sind sämtliche Gehäusekomponenten sortenrein recycelbar. Dafür sorgt der Verzicht auf eingeformte Metallteile.

Robuste und langlebige Tastatur
Medserv wählte für das Panib-Gehäuse die lichtgraue 12-TE-Ausführung, kombinierte sie mit einer Aluminiumfrontplatte und dem Botego-Kappensatz 3 mit Aufstellklappfuß – ebenfalls in klinischem Lichtgrau – sowie einer kundenspezifischen Folientastatur in Profiline-Technologie. „Die Eingabeeinheit des Druckkalibriergeräts muss sich im Prüfalltag bewähren. Dafür sind eine hohe mechanische Stabilität und langlebige Tasten mit einem guten Druckpunkt erforderlich“, erklärt D. Gräfe. „Außerdem werden unsere Geräte häufig in Umgebungen mit hoher Luftfeuchtigkeit gelagert. Die Kontaktflächen müssen also korrosionsfest sein.“ All diese Anforderungen erfüllt die Profiline-Folientastatur (Bild 4). Die fühlbaren und robusten Tastenelemente, die zwischen den vergoldeten Edelstahlschnappscheiben und der Frontfolie liegen, geben eine gute taktile Rückmeldung – auch bei äußerst kleinen oder sehr großen Tastenflächen. Ein integriertes Acryl-Inlay schützt die Tastatur vor Schutz, Staub und Feuchtigkeit und bewahrt die Schnappscheiben vor einer möglichen Deformation. Selbst starke, punktuelle Krafteinwirkungen können die Tastenflächen nicht beschädigen. Das gibt dem Anwender Gestaltungsfreiheit bei der Tastenform. Spezielle Wünsche können durch entsprechende Auslegung der Inlays realisiert werden – beispielsweise die Realisierung einer ±-Taste mit einer Wippe oder eines Cursur-Blocks.

Kundenspezifische Anpassungen
Nicht nur bei der Ausführung von Folientastaturen ist eine kundenspezifische Modifikation der Gehäuse und Frontplatten möglich. Eine technische Bearbeitung wie Fräsen, Aussparungen, applikationsspezifische Bohrungen oder die Ausstattung mit verschließbaren Frontklappen sowie eine individuelle Bedruckung im Sieb- oder Tampondruck sind auf Kundenwunsch machbar. Dabei leitet Bopla die kundenspezifischen Sonderlösungen stets vom Standard ab und übernimmt auf Anfrage auch die Montage der Gehäuseteile inklusive elektronischer sowie elektromechanischer Bauteile. (mh)

Panib – Kalibrierung nicht invasiver Blutdruck-Messgeräte
Das Druckkalibriergerät Panib ermöglicht die schnelle und zuverlässige Prüfung nichtinvasiver Blutdruck-Messgeräte. Der automatisch ablaufende Prüfvorgang mit einem internen, hochauflösenden Druckmessgerät garantiert schnelles und ergonomisches Arbeiten. Eine integrierte Pumpe übernimmt den Druckaufbau. Ein Akku sorgt für langes netzunabhängiges Arbeiten. Das gemäß den Vorgaben des Leitfadens zu messtechnischen Kontrollen (MTK) von Medizinprodukten mit Messfunktion (LMKM) kalibrierte Gerät ist für den mobilen und stationären Einsatz geeignet und wird mit Werkskalibrierschein ausgeliefert. Technische Daten im Detail:
• Messbereich: 0 mmHg bis 500 mmHg
• Prüfdruck: durch Gerät (entspricht LMKM)
• Genauigkeit: <0,8 mm Hg
• Temperaturmessung: Raumtemperatur in °C
• Feuchtigkeitsmessung: Raumfeuchte rel. in %
• Spannung: 230 V/50 Hz
• Gewicht: 2,7 kg
• Größe: 25 cm × 9 cm × 23 cm (b × h × t)
• Anzeige: Druck, Datum, Uhrzeit, Temperatur, Feuchte, Service

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Autor:
Thomas Lüke ist als Leitung Vertrieb für die Bopla Gehäuse Systeme GmbH in Bünde tätig. info@bopla.de