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01 Die Flaschenreinigungsmaschine der Baureihe Arcade GEL 3 von GM Getränketechnik Gera

Rahmen verbessert Verdrahtung und Klima im Schrank

02 Durch die Verdrahtung mit LSC Airstream konnte GM Getränketechnik Gera mehr als 25 % Platz im Schaltschrank sparen

Das LSC-Verdrahtungssystem nutzt den vorhandenen Raum im Schaltschrank in allen drei Dimensionen – für kompaktere Einbaumöglichkeiten und verkleinerte Schaltschrankvolumen. Die neue Version LSC Airstream bietet jetzt noch mehr Freiheit bei Bestückung und Verdrahtung sowie Vorteile im Betriebsverhalten und bei der Thermodynamik. Die GM Getränketechnik Gera profitiert bereits von der intelligenten Luftführung, der Modularität und der kompakten Verdrahtung.

Fast jeder, der in seinem Supermarkt Getränkekisten auf den Einkaufswagen wuchtet, kommt indirekt mit den Anlagen der GM Getränketechnik Gera in Kontakt. Die Flaschenreinigungs- und Kastenwaschmaschinen des Mittelständlers aus Thüringen kommen in der Getränkeindustrie auf vier Kontinenten zum Einsatz. Ein gutes Beispiel für effizienten Maschinenbau sind die Flaschenreinigungsmaschinen der Baureihe Arcade GEL. Die Typenfamilie für den mittleren Leistungsbereich von 12.000 bis 42.000 Flaschen pro Stunde vereint in ihrer kompakten Bauweise die Ausstattung und den Komfort von Hochleistungsmaschinen mit niedrigem Platzbedarf (Bild 1). Weitere Kennzeichen sind der sparsame Umgang mit Wasser, der niedrige Wärmebedarf und die geringe Laugenverschleppung. Bereits seit einigen Jahren setzen die Thüringer Leitungen von Lütze ein. Als die Maschinenbauer nach einer Möglichkeit suchten ihren Schaltschrankbau effizienter zu gestalten, stand Lütze Gewehr bei Fuß und präsentierte das energie- und platzsparende Verdrahtungssystem LSC Airstream. Bereits der Musteraufbau stellte unter Beweis, dass sich die speziellen Anforderungen von GM Getränketechnik Gera zur vollen Zufriedenheit umsetzen lassen würden. Drei wesentliche Vorteile konnte das Lütze-System einlösen: Mehr Platz im Schaltschrank, bessere Thermodynamik, kürzere Montagezeit. ,

Platzersparnis im Schrank, Zeitersparnis bei der Montage
Das LSC-Airstream-Konzept ermöglicht eine Verkabelung konsequent von vorne, ohne dass ein Zugang von hinten nötig wäre. Dafür hat Lütze die Bügelhöhe konstruktiv optimiert, sodass sich auch komplexe Verdrahtungen problemlos ohne Kabelkanäle realisieren lassen. Die Kämme beim LSC Airstream wurden von Grund auf neu konstruiert. Aufgrund der sich veränderten Anschlusstechnik im Schrank hat Lütze diese den neuen Anforderungen angepasst, um ein hohes Maß an Flexibilität bieten zu können. Der 50-mm-Standardkamm erlaubt Raum für mehrere Adern und diverse weitere Kabeldurchmesser. Die Kammsegmente lassen sich einfach im Profil aufstecken beziehungsweise zum Entfernen mit dem Schraubendreher kurz anheben. Im Ergebnis können nun die Ingenieure der GM Getränketechnik deutlich mehr Komponenten auf weniger Raum platzieren (Bild 2). Pro Flaschenreinigungsmaschine benötigt man bei GM Gera zwei Schaltschränke. Bis dato wurden in diese beiden Schränke Montagetafeln mit Breiten von 1.200 mm und 800 mm eingebaut. Mit LSC Airstream reichen zweimal 800 mm aus und es stehen noch 25 % Platzreserve zur Verfügung. Da die Thüringer alle Schaltschränke komplett im eigenen Haus fertigen, entfällt nun viel mühevolle Kleinarbeit zur Komponentenpositionierung. So müssen die Kabelkanäle und Hutschienen nicht mehr geschnitten werden. Auch das Bohren der Befestigungslöcher für Umrichter und Bauteile, die nicht auf der Hutschiene aufrastbar sind, ist nicht mehr notwendig.

Optimierte Thermodynamik
Das LSC-Airstream-Verdrahtungssystem ermöglicht die zielgenaue Führung der Luftströme im Schaltschrank. In die 50-mm-Raster der Stege lassen sich statt der üblichen Drahtkämme sogenannte Airblades einsetzen. So kann der Luftstrom zielgenau gesteuert und einzelne Wärmenester sogenannte „Hot-Spots“ können „direkt belüftet“ werden. Damit ist es möglich, die Betriebswärme im Schaltschrank nicht nur generell, sondern obendrein punktuell abzuführen. Die Wirkung von Hot-Spots bekamen die Techniker der GM Getränketechnik bei Wartungsarbeiten an älteren Schaltschränken drastisch vor Augen geführt. Teilweise mussten verformte Kunststoffkabelkanäle entfernt werden, die durch die hohe Verlustwärme der aktiven Komponenten beschädigt worden waren. Mit dem Verdrahtungssystem von Lütze ist das Vergangenheit. Neben der gezielten Beeinflussung der Luftströme im Schaltschrank setzten die Spezialisten aus Weinstadt auch auf eine optimierte Luftzirkulation im Schrankinneren. Dabei kommt der konstruktive Aufbau von LSC-Airstream diesem Anliegen voll und ganz entgegen. Bei dem Verdrahtungsrahmen handelt es sich um einen modularen Aluminiumrahmen bei dem für die Verdrahtung eine weitere Ebene in der Tiefe des Schaltschrankes hinter den Bauteilen genutzt wird. Anders als beim konventionellen Schaltschrankaufbau gibt es also keine strömungstechnisch ungünstigen Kabelkanäle mehr. Durch die Trennung in eine Aufbau- und eine Verdrahtungsebene bildet sich somit hinter dem Verdrahtungsrahmen ein „Kamineffekt“. Konkret: Die warme Luft wird, je nach Kühlung, abgeführt. Die kalte Luft wird hinten nach unten geleitet und strömt vorne wie beim Kamineffekt wieder nach oben. (no)

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Autor:
Dipl.-Ing. (FH) MBA Martin Lack ist Produktmanager Cabinet bei der Friedrich Lütze GmbH in Weinstadt. martin.lack@luetze.de