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Effizientere Entwicklung durch wiederverwendbare Bibliothekobjekte

01  Die Entwicklungssoftware Studio 5000 kombiniert Designelemente innerhalb einer standardisierten Umgebung zur Optimierung der Produktionseffizienz und verkürzt so die Entwicklungs- und Kommissionierungszeit

01  Die Entwicklungssoftware Studio 5000 kombiniert Designelemente innerhalb einer standardisierten Umgebung zur Optimierung der Produktionseffizienz und verkürzt so die Entwicklungs- und Kommissionierungszeit

02  Die Erstellung und Nutzung wiederverwendbarer Bibliotheken mit dem Application Code Manager beschleunigt die Projektentwicklung

02  Die Erstellung und Nutzung wiederverwendbarer Bibliotheken mit dem Application Code Manager beschleunigt die Projektentwicklung

Den immer komplexeren Anforderungen von Verbrauchern müssen sich sowohl Hersteller als auch Maschinenbauer stellen. Die Produktion und die dort eingesetzten Maschinen sowie Anlagen sind so zu konstruieren, dass die Produktionskosten auch trotz geringerer Produktionsmenge und häufiger Produktwechsel möglichst gering sind. Komplexere Anforderungen bedeuten aber nicht selten zeitaufwendige Entwicklung entsprechender Applikationen – hier ist ein effizientes Engineering gefragt.

Aufseiten des Maschinenbaus geht es vor allem darum, die Entwicklungszeit mit dem dazugehörigen Kostenfaktor zu verringern. Schon alleine für die in der Automatisierung recht häufig verwendeten Basisfunktionen wie Ventil-, Pump- oder Achsfunktionen wird oft unnötig viel Zeit und Aufwand verwendet. Das muss nicht sein.

Effizienz und Flexibilität sind gefragt
Im Zeitalter von Industrie 4.0 ist Effizienz eines der Kernthemen. Viele Softwarehersteller bieten bereits seit geraumer Zeit mit Blick auf eine effizientere Produktion unterschiedlichste Lösungen an. Der reine Softwareeinsatz ist jedoch noch nicht des Rätsels Lösung. Viel mehr geht es um den richtigen Einsatz sowie die Identifizierung und Umsetzung noch nicht genutzter Optimierungspotenziale.
Ein weiteres Stichwort, an dem kein herstellendes Unternehmen heutzutage vorbeikommt, ist die sogenannte individuelle Massenproduktion. Um die unterschiedlichen Anforderungen oder Geschmäcker der Verbraucher befriedigen zu können, werden die Produktionsmengen bestimmter Produkte immer kleiner, dafür aber an sich vielfältiger, sodass Produktionen auch häufiger umgestellt werden müssen. Der mögliche Aufwand und die damit verbundenen Kosten wirken oft abschreckend.
Softwaretools aus der Automatisierung können hier Abhilfe schaffen, z. B. mit der Verfügbarkeit einer zentralen Objektbibliothek, in der einmal erstellte Applikationsobjekte abgelegt werden. Die Hauptarbeit wäre nämlich hiermit schon mal erledigt. Von den erstellten Objekten können die Projektingenieure beim Kunden beliebig viele Instanzen bilden, sprich, viel Code mit wenig Klicks in kurzer Zeit. Änderungen der Instanzen sind – falls notwendig – mit nur wenigen Handgriffen bzw. Mausklicks zu bewerkstelligen. Sollte ein Bibliotheksobjekt verändert werden, sorgt das Versionsmanagement dafür, dass es nicht zu Verwechslungen kommt. Nicht nur Entwickler können mithilfe solcher Tools viel Zeit sparen, auch für deren Kunden, sprich die herstellenden Unternehmen, wird die Produktion selbst transparenter und günstiger.

Entwicklungszeit verkürzen
Die Entwicklungssoftware Studio 5000 (Bild 1) von Rockwell Automation liefert neben der Generierung des „LogixCode“ die dazugehörigen Grafikobjekte für Factory Talk View. Visualisierung und Projektierung gehen somit Hand in Hand. Dazu enthält die neue Version von Studio 5000 das Modul „Application Code Manager“, mit dem sich der notwendige Prozess zur Entwicklung neuer Applikationen drastisch verkürzen lässt. Geleistete Entwicklungszeit ist nicht mehr nur projektbezogen, sondern lässt sich in Form einer zentral abgespeicherten Vorlage wiederverwenden. Das Besondere daran ist, dass die Bibliotheksobjekte über inte­grierte Konfigurationseinstellungen verfügen. Diese ermöglichen es dem Entwickler alle relevanten Informationen bezüglich dessen, wie ein Bibliotheksobjekt innerhalb eines Projekts zu verwenden ist, zu spezifizieren, anstatt nur das Objekt zu erstellen. Bei der Instanziierung wird nicht nur der Code repliziert, sondern auch alle damit verbundenen Grafikobjekte.
Die zentralen Bibliotheken des „Application Code Managers“, in denen wiederverwendbarer Code abgespeichert ist, lassen sich problemlos von überall aus im Unternehmen verwalten. Durch Nutzung bereits erstellter Applikations-Codes für ein neues Projekt spart der Entwickler nicht nur Zeit bei Entwicklung und Kommissionierung, er sorgt auch für ein einheitliches Design bei gleichzeitig geringeren Entwicklungskosten. Auch die Erstellung und Konfiguration großer Mengen an Objekten ohne zusätzliche ­Programmierung ist kein Problem. Der automatische Inhaltgenerator erstellt dazu nicht nur den Controller-Code für das modulare Objekt, sondern auch die damit verbundene Visualisierung einschließlich der Historian- und Alarm-Daten.

Recycling von Bibliotheksobjekten
Aber nicht nur Maschinenbauer, sondern auch produzierende Unternehmen profitieren von dem Einsatz wiederverwendbarer Bibliotheksobjekte. Um die Projektierung noch weiter zu vereinfachen, verfügt der „Application Code Manager“ bereits über fertige Objekte innerhalb der „Rockwell Automation Library of Process ­Objects“ (Bild 2). Hierbei handelt es sich um eine Bibliothek an vorgefertigten und einsatzfertigen Prozessobjekten unter Anwendung internationaler Standards im Hinblick auf einen industriellen Kontext. Enthalten sind Controller-Codes (Add-On Instructions), Displayelemente (globale Objekte) sowie Faceplates. Damit lassen sich schnell auch große Applikationen auf Basis erprobter und geprüfter Strategien umsetzen.
Mit der Entwicklung solch innovativer Tools zur Optimierung der Entwicklungszeit für eine effiziente und nachfrageorientierte Produktion liefert Rockwell Automation einen wichtigen Baustein für den Weg hin zu einer intelligenten Fertigung und nicht zuletzt zur Umsetzung des Prinzips „Smart Manufacturing“. Die Bereitstellung von Engineering- und Designelementen innerhalb einer standardisierten Umgebung unterstützt die Realisierung von Initiativen wie Industrie 4.0 im deutschsprachigen Raum, für die Rockwell Automation mit der Strategie „The Connected Enterprise“ bereits die Grundlage geschaffen hat. (no)

Oliver Vogel ist Solution Architect Process Automation bei Rockwell Automation in Düsseldorf. ovogel@ra.rockwell.com

Oliver Vogel ist Solution Architect Process Automation bei Rockwell Automation in Düsseldorf. ovogel@ra.rockwell.com